Nov 29

Der beste Elektrotempel Deutschlands: das Berghain

Dass Berlin Elektrohauptstadt ist, weiß man schon lange, da hier nicht nur die legendäre Loveparade ins Leben gerufen wurde, sondern auch weil hier die riesige Club-Landschaft fast ausschließlich „elektroid“ ist.

Deshalb kommt man bei einem Trip nach Berlin kaum umhin bei einem Ausgehabend in einen Club sich der Musik aus Bits & Bytes zu entziehen.

Dabei gibt es natürlich auch hier innerhalb der Club-Landschaft große qualitative Unterschiede, wobei jedoch ein Club ganz besonders eine absolute Ausnahmestellung inne hat – das Berghain in der Nähe des Ostbahnhofes in Friedrichshain.

Denn dieser Club ist unumstritten eines, nämlich „a class of it’s own“, da man nirgendwo in ganz Deutschland so eine wahnsinnig gute Soundanlage vorfindet und man nirgendwo anders so unglaublich gute Klänge hören kann.

Als ich das erste Mal im Berghain war, konnte ich es fast gar nicht fassen, welch göttlichen Klänge ich wahrnahm – und wie tief diese in mein Inneres gingen und mich entzückten.

Auch bei meinen weiteren Besuchen erlebte ich den gleichen Effekt, der einfach unbeschreiblich ist, weil er voll und ganz auf der Emotionsebene abläuft.

Bezüglich des Berghaines muss ich aber anmerken, dass ich diese atemberaubenden Klangerlebnisse nur in der Panorama-Bar hatte, die die zweite Tanzfläche im oberen Bereich des Clubs ist.

Weitere wichtige Infos zum Berghain sind: Die Partys gehen erst richtig los und vor allem ab, ab 4 oder 5 Uhr aufwärts. Dann ist vor dem Club aber auch stets eine Monsterschlange, so dass man mindestens 30 Minuten warten muss, bis man reinkommt.

Der Club befindet sich übrigens in einem Hammergebäude, das eine ehemalige echt krasse Industrieanlage war. Da jedoch nur samstags der komplette Club offen ist und freitags nur die Panorama-Bar sollte man abwägen, wann man dorthin geht. Zudem sollte man Folgendes berücksichtigen: Jeden Samstag sind in der sogenannten „Kathedrale“, wo sich der andere Dance-Floor befindet, jede Menge Homosexuelle am Start.

Wenn man jedenfalls im Berghain gewesen ist, dann wird man auf jeden Fall sagen, dass man im besten Club Deutschlands war – und vielleicht im besten Club der Welt! ;-)

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Nov 26

In Berlin-Kreuzberg: frühstücken mit Rundum-Zufriedenheitsgarantie

Wenn man in Berlin lebt oder hier zu Besuch ist, dann sollte man unbedingt an einem Wochenendtag in einem Lokal in Kreuzberg sein Frühstück abhalten.

Denn in einer gemütlichen Kreuzberger Kneipe zusammen mit Freunden ein Frühstück zu sich zu nehmen macht aus mehren Gründen unglaublich Spaß.

Zum ist der Geselligkeitsfaktor sehr groß, da es sehr gemütserwärmend ist, mit seinen Bekannten, Freunden oder Freundin irgendwo ganz entspannt und relaxt essend und trinkend in den Tag zu starten. Zum anderen ist der Genussfaktor gepaart mit dem Nichtstun müssen hierbei äußerst angenehm.

Des weiteren ist das Raumklima in erstklassigen Frühstücks-Orten wie etwa im „Marx“ am Spreewaldplatz oder dem „Salon Schmück“ in der Skalitzer Straße einfach super und es ist zusammen mit den anderen Gästen einfach nur wohltuend an diesen Orten zu sein.

Hinzu kommt, dass das Preis-Leistungsverhältnis etwa im „Kaffee am Meer“ in der Bergmannstraße oder speziell bei meinem absoluten Favourite, dem „Fuchsbau“ am Planufer direkt am Landwehrkanal (aber auch an den oben genannten Orten) schlichtweg der Hammer ist.

Ich muss ja zugeben, dass ich selbst mich über mein Frühstückverhalten an den Wochenenden am meisten wundere, da ich mich doch früher .(vor meiner Berlin-Zeit)  absolut zur Langschläfer und Nicht-Frühstücker-Fraktion gezählt habe.

Jetzt aber immer fast schon danach giere, bis es endlich wieder einmal vom Zeitpunkt her passt, mit anderen einen großen Kreuzberger Frühstückspaß zu erleben. Offenbar scheine ich damit aber auch meine hergezogenen Kumpels und Freunde anzustecken.

Denn hin und wieder kommt es nämlich vor Ort bei der Frühstückskneipe vor, dass man folgende Worte einer nicht gerade unbekannten Person vernimmt: „Du auch hier?!“

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Nov 25

Überall in Berlin: Schuh-Mode vom Feinsten

Wahrscheinlich geht es als Mann euch genauso wie mir. Denn wie man normalerweise unter dem männlichen Geschlecht vernimmt, ist nichts schwieriger für uns an Kleidung zu finden, sprich zu kaufen, als Schuhe.

Das liegt meines Erachtens daran, dass man einen Schuh recht häufig trägt ;-) und er einem deshalb sehr gut gefallen muss. Damit ein Schuh aber einem gut gefällt, muss man aber erst einmal eine große Auswahl davon haben, so dass auch das eigene ästhetische Empfinden sich darin widerspiegelt.

Und hier liegt oftmals ein Problem, da die Auswahl an Männerschuhen in der Regel weit hinter der für Frauen liegt. Deswegen sind bei Schuhen ob des Angebotes wegen Männer oft neidisch auf Frauen.

In der Modestadt Berlin sieht dies jedoch in Sachen Schuhwerk ganz anders aus. Schließlich gibt es hier auch für Männer an vielen zentrumsnahen Stadteilen gute Schuhe, so dass man wirklich genügend an Auswahl hat und ganz sicher seinen Schuh des Herzens findet.

Bei Frauen sieht dies aber von der Angebotspalette noch einmal ganz, ganz anders aus. Denn gerade Berlin ist ja eine der Modestädte für Schuhe. Meine Freundin hat zwar einen Lieblingsanbieter für ihre Damenschuhe, aber das hindert sie natürlich nicht daran, auch in anderen Läden in Berlin mal auf die Suche zu gehen. Überall in der City gibt es nämlich – ich spreche wirklich aus Erfahrung, da meine Freundin und eine Freundin von ihr, wirklich gerne in meiner Begleitung Schuhshopping in machen – so was von geiles Schuhwerk.

So findet man z.B. in der Oranienstraße, um die Bergmannstraße, um den Hackeschen Markt, bei der Kastanienallee, bei der Wühlischstraße und, und, und extrem tolle und außergewöhnliche sowie preiswerte Schuhe für Frauen.

Daher ist man, trotz des keine Frage guten Angebotes in Sachen Schuhwerk für Männer in der Modestadt Berlin, trotzdem aufgrund der sehr imposanten Auswahl für das weibliche Geschlecht weiterhin stets etwas neidisch. ;-) Und sicherlich auch die Schuh-Fetischistinnen aus „Sex and the City“.

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Nov 23

Antikapitalistische Theater gepaart mit Dekonstruktivismus: die Volksbühne

Wenn man in der Theaterhauptstadt Deutschlands ist, in Berlin, dann sollte man unbedingt auch einen Theaterbesuch der ganz besonderen Art machen, und zwar sich eine Vorführung in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Mitte anschauen.

Denn, was für Theater man dort zu sehen bekommt, das bekommt man so schnell kein zweites Mal mehr in und außerhalb Deutschlands zu sehen. Die Volksbühne ist nämlich gerade in ihrem ganz eigenen Stil, der im Großen und Ganzen vom Inhalt her sehr antikapitalistisch ist und der von der Form her hauptsächlich dem Dekonstruktivismus verpflichtend ist, absolut einzigartig.

Daher werden zwar häufig klassische Vorlagen an der Volksbühne, wie z.B. von Gerhard Hauptmann „Die Weber“ oder von Tennessee Williams „Endstation Sehnsucht“, aufgeführt, wobei eigentlich aber bei der Inszenierung nur noch der Originaltitel beibehalten wurde.

Als ich nun jedenfalls das erste Mal in der Volksbühne war, war ich total überrascht und fasziniert von der sehr stark auf Gefühle und Emotionen ausgerichteten dekonstruktuvistischen Aktionskunst und wie wenig man von dem was dort gesagt wird – versteht! Dass das aber gerade zur Philosophie und Ästhetik des Theaters gehört, wurde mir erst wirklich nach mehren Vorstellungsbesuchen klar.

Deshalb führen und führten außer dem Hausregisseur, der gleichzeitig auch der Intendant der Volksbühne ist, Frank Castorf, auch fast immer nur Regisseure dort Stücke auf, wie etwa Christoph Schlingensief oder René Pollesch, die allesamt genauso ein wilder Mix aus antikapitalistischen Phrasen waren und sind – nur um Gefühle und vielleicht Anteilnahme für Unterdrücke und Ausgestoßene zu erzeugen.

Dadurch, dass die Volkbühne immer ein unglaublich gutes Schauspieler-Ensemble hat, sind die Aufführungen trotz ihrer oftmals sehr plakativen Ausrichtung sehr hochwertig – was auch die Auslastung des Theaters beweist, die zu den Höchsten in Berlin zählt.

Übrigens: Die Volksbühne hat auch noch eine Dependance im Prenzlauer Berg, genauer gesagt in der Kastanienallee im Prater – wo natürlich absolut der gleiche Theaterstil vorfindbar ist.

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Nov 20

In der Geburtsstadt der Currywurst schmeckt sie am besten

Da mit hoher Wahrscheinlichkeit die Currywurst im Jahre 1949 von Frau Herta Heuwer in Berlin-Charlottenburg erfunden wurde, prägte der darauffolgende große Erfolgszug der kleinen kulinarischen Köstlichkeit speziell ganz Berlin sowie ganz Deutschland.

Schließlich entstanden dadurch zahlreiche Imbissbuden, die hauptsächlich Currywürste als Gaumenschmaus feilboten und immer noch anbieten.

Wenn man nun in Berlin weilt, dann sollte man meiner Meinung nach unbedingt auch eine Currywurst, die es hier an jeder Stadtecke gibt, essen. Denn die Currywurst gehört zu Berlin wie der Alex oder das Brandenburger Tor – um nur deren Bedeutung für die Hauptstadt klar zu stellen. ;-)

Weil nun das kleine Würsten mit Currysauce aber nicht überall gleich gut schmeckt, sollte man es, so finde ich, an ein einer Currybude zu sich nehmen, wo es unglaublich gut schmeckt – an einer Imbissbude mit großer Currywurst-Tradition.

Die beiden bekanntesten und besten Currywurst-Imbisse sind hier im ehemaligen Westteil der Stadt, genauer gesagt in Kreuzberg auf dem Mehringdamm das kultige Curry 36 und im ehemaligen Ostteil das legendäre Konnopke’s Imbiß, der sich direkt unter der U-Bahnstation Eberswalder Straße  befindet (da dort jedoch gerade mächtig die U-Bahnstation renoviert wird, musste Konnopke’s einen Interimsimbisswagen beziehen, der sich gleich gegenüber befindet).

Natürlich muss man an diesen beiden Imbissen gerade zu Rushhourzeiten (besonders mittags und abends) auch schon eine Weile auf seine Currywurst warten, da dann teilweise recht lange Schlangen an Menschen davor stehen.

Auch muss man sich im Klaren sein, dass man in Berlin stets zwei verschiedene Arten von Currywürsten angeboten bekommt, und zwar mit oder ohne Darm. Hier scheiden sich dann die Geschmäcker sehr, da die einen entweder nur Currywurst mit Darm oder die anderen Currywurst ohne Darm mögen.

Ich gehöre übrigens absolut zu der Mit-Darm-Fraktion. ;-)

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Nov 17

In Berlin drei Weihnachtsmärkte mit hohem weihnachtlichen Zauber besuchen

Da Berlin gerade bezüglich seiner Fläche sehr, sehr groß ist und sehr viele Menschen hier wohnen, kann man gerade während der Vorweihnachtszeit hier überaus zahlreiche Weihnachtsmärkte besuchen.

Dabei hat man die Auswahl zwischen klassischen Weihnachtsmärkten und neumodischen, die ganz stark in die Richtung von Jahrmärkten gehen und deshalb eher für Action als für Besinnlichkeit stehen.

Wer nun eher hin zu dem extrem tendiert, mehr Kirmes statt Weihnachtsmarktatmosphäre haben zu wollen, der sollte unbedingt hin zum Weihnachtsmarkt am Potsdamer Platz oder Alexanderplatz. Denn dort kann man ganz besondere adrenalinfördernde Attraktionen für den Kick und Spaßfaktor vorfinden.

Wer nun aber wie ich eher altmodische besinnlichkeitsfördernde Weihnachtsmärkte mag, der sollte unbedingt in Berlin zu einem der top drei Weihnachtsmarkt-Highlights gehen – auch wenn die Anreise teilweise ein wenig Zeit in Anspruch nimmt.

Denn zwei der berühmtesten Weihnachtsmärkte befinden sich in zwei Randbezirken, und zwar nämlich in Spandau und in Köpenick. Aber auch wenn die Anreise mit dem öffentlichen Nahverkehr ein wenig dauert, so finde ich, dass man dafür ganz außergewöhnliche Weihnachtsmärkte zu Gesichte bekommt – die Weihnachtsfeeling pur vermitteln.

In der Altstadt von Spandau oder von Köpenick trägt nämlich auch das überaus pittoreske Ambiente maßgeblich zum vorweihnachtlichen Zauber dazu bei, weswegen dann aber auch die Weihnachtsmärkte an diesen Orten genauso alt-modisch sind – und auf eine überaus lange Tradition zurückblicken können.

Der dritte wirklich sich sehr lohnende Weihnachtsmarkt in Berlin befindet sich in Neukölln, genau gesagt in Rixdorf direkt am Richardplatz. Neben der ähnlich faszinierenden Kulisse zeichnet sich dieser Weihnachtsmarkt besonders dadurch aus, dass viele gemeinnützige Organisationen selbstgemachte (Weinachts-)Basteleien verkaufen, die man natürlich zu einem überaus sozialen Preis kaufen kann.

Da ich klassische Weihnachtsmärkte sehr mag, freue ich mich schon bald an einen der genannten vorbeizuschauen, um wieder eine hochbesinnliche Gefühlsauffrischung zu bekommen – und dadurch wieder klarer sehen zu können, welche Werte im Leben wirklich zählen.

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Nov 12

Die Stadt der Fußballvereine: Berlin

Wenn man in Berlin lebt und am Wochenende mit dem öffentlichen Nahverkehr unterwegs ist, wird man zwangsläufig zahlreiche Fußball-Fans zu Gesichte bekommen – die hauptsächlich ins Olympiastadion zur Heimspielen von Hertha BSC pilgern.

Da nun Berlin ja mit Abstand die größte Stadt Deutschlands ist und zudem hier auch noch sehr viele Türken leben, die bekanntermaßen fußballverrückt sind, gibt es hier Fußballvereine noch und nöcher und somit speziell am Wochenende ein sehr großes Angebot an zur Auswahl stehenden Fußballspielorten.

Dabei ist natürlich der attraktivste Vereine die Hertha, auch wenn sie letztes Jahr den bitteren Gang in die zweite Fußball Bundesliga antreten musste. Aber nicht nur wegen der größten Fananhängerschafft ist ein Besuch ihrer Heimspiele ein Hingucker, sondern gerade auch wegen der imposanten Olympiastadion-Spielstätte.

Ich bin ja neben ästhetisch wertvollen Stadien auch ein Fan von Underdog-Vereinen. Deshalb war ich neben dem Olympiastadion auch schon in der „Altern Försterei“ in Köpenick und habe mir dort ein Spiel von dem zweitbeliebtesten Fußball-Verein Berlins anguckt, von Union Berlin nämlich.

Was hier echt krass abgeht, ist die Stimmung, da das nicht allzu große Stadion oft ausverkauft ist und durch die fanatischen Union-Fans es darin immer mächtig kochen lassen.

Wer ein Ostberlin-Fußball-Nostalgiker ist, der muss auf jeden Fall sich einmal ein Spiel von dem Rekordmeister der DDR, BFC Dynamo in Hohenschönhausen angucken. Allein die dortig krasse Polizeipräsenz ist schon eine Reise wert.

Außerdem sind darüber hinaus natürlich unbedingt doch die beiden Berliner Vereine Tennis Borussia und Türkiyemspor zu nennen. Denn auch dort kann man sich niveauvolle Fußballspiele ansehen.

Auch wenn ich zugegebenermaßen ein Fan des runden Fußballballes bin, kann ich sagen, dass sich auch bei Menschen, die nicht so viel mit Fußball anfangen können, trotzdem mindestens ein Besuch in einem Berliner Fußballstadion überaus rentiert.

Schließlich gehört gerade die gewisse vereinsabhängige Fußballkultur auch ganz, ganz stark zur Hauptstadt – und wer weiß, vielleicht wird man danach Fußball im Allgemeinen auch mit ganz, ganz anderen Augen sehen. ;-)

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Nov 11

Das Kneipeneröffnungsepizentrum: entlang und um die Weserstraße in Neukölln

Dass gerade Neukölln der angesagteste Bezirk in Berlin ist, das ist nicht nur seit geraumer Zeit durch jeden Hörsaal und jeden Seminarraum und alle Studentencafes gedrungen, sondern auch in ganz Berlin mittlerweile publik geworden.
Zum einen zeigt sich dies ganz deutlich in den schon beachtlich hohen Mieten in diesem Stadtteil, der vor noch gut zwei Jahren eine absolute Berliner Billig-Mietoase war, zum anderen in den stetig neu dazukommenden Kneipen – ganz besonders in und um die Weserstraße.
Denn, was da gerade in Bezug auf Kneipeneröffnungen gerade abgeht, das ist wirklich total irre und erinnert ein wenig an einen Goldrausch (dabei sind ja wirklich die Worte Geld und Gold nicht weit auseinander und in einen Rausch kann man bekanntlich sowohl beim Goldschürfen verfallen als auch beim Alkoholschlürfen kommen).
Schließlich macht nahezu jede Woche dort eine neue Kneipe (Goldclaim ;-) ) auf.
Und als vor gut drei Jahren alles mit einem Umlaut begann, konnte man wahrlich noch nicht diese wahnsinnige Kneipenentwicklungs-Veränderung absehen, da lange, lange Zeit nach der Eröffnung des inzwischen Kultladens „Ä“ (Weserstraße/Fuldastraße) nichts weiter geschah.
Keiner wagte es nämlich zu dieser Zeit, in der noch nicht ansatzweise gentrifizierten Ecke Neuköllns das gleiche Kneipen-Risiko einzugehen wie der Kneipen-Avantgardists des „Ä“.
Jetzt im Herbst 2010 glaubt man kaum seinen Augen, wenn man vor allem die Weserstraße und die sie kreuzende Weichselstraße entlang geht. Denn überall dort sind inzwischen neue, echt innovative Kneipen entstanden (in der Weichselstraße sogar erst in kürzester Zeit – ohne Scheiß – 5 (!) neue Kneipen). Daher geht dort gerade so richtige der Ausgeh-Punk ab.
Aber wie das bei Goldgräberstimmungen und Kneipeneröffnungsepizentren so ist, irgendwann werden diese auch wieder abebben – hoffentlich nicht so, wie es einst offenbar im Prenzlauer Berg auch schon passiert ist – dass Neukölln nämlich hin zu einer glattgebügelten und leblosen Kneipen-Wüstenlandschaft wird.

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Nov 04

450 Kurzfilme aus der ganzen Welt bestaunen: beim „interfilm“-Filmfestival

Wer generell ein großer Liebhaber des Mediums Film ist und vom 16. bis 21. November in Berlin weil, der sollte sich eines der größten Kurzfilm-Festivals überhaupt nicht entgehen lassen.

Denn dann findet das 26. Internationale Kurzfilmfestival Berlin statt, das von dem sehr bekannten Kurzfilmverleiher und -Veranstalter „interfilm“ alljährlich in Berlin ausgetragen wird.

Ich muss ja selbst zugeben, dass ich zwar ein großer Filmfan bin, aber anfangs nicht wirklich etwas mit Kurzfilmen anfangen konnte, bis ich auf zweierlei Weise mir öfters welche angesehen habe.

Denn auf „ARTE“ unter der Themenrubrik „Kurzschluss, dem Kurzfilm-Magazin“ kann man sich recht oft ziemlich gute Kurzfilme anschauen – und auf den Geschmack kommen.

Darüber hinaus kommt man zwangsläufig als U-Bahn-Fahrgast in Berlin in Berührung mit Kurzfilmen, da „interfilm“ in Kooperation mit dem Berliner Fenster jedes Jahr zahlreiche davon im Zuge des U-Bahn-Kurzfilm-Festivals „Going Underground“ auf den Monitoren ihrer Züge ausstrahlt.

Das „interfilm“Kurzfilmfestival findet nun natürlich an zahlreichen mehr für den guten Filmkonsum geeigneteren Orten statt. Die Austragungsorte hierbei sind nämlich: die großartige Volksbühne zusammen mit ihren großen „Seitenflügellocations“ „Grüner Salon“ und „Roter Salon“ sowie die wirklich klassen Progammkinos „Kino Central“, „Passage Neukölln“ und „Babylon“.

Alle dort laufenden Filme gehören – wie das bei einem Filmfestival normalerweise auch der Fall ist – dann bestimmten Wettebewerbskategorien an – oder laufen außerhalb des Wettbewerbs.

Da das „interfilm“-Filmfestival in Berlin mittlerweile einen kleinen „Berlinale“-Touch sich aufgebaut hat, versprüht es auch die ganz besondere Filmfestival-Atmosphäre. Außer den hochklassigen Kurzfilmen, die man dort dann zu sehen bekommt, freue ich mich demzufolge auch schon auf die stets faszinierende Filmfestival-Magie.

Gerade auch wenn man noch nicht so große Erfahrung mit Kurzfilmen und Filmfestivals gemacht hat, wird man sich spätestens beim “interfilm”-Festival davon verzaubern lassen.

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Nov 02

Für jeden Freund von Indie-Musik eine große musikalische Freude: Slut

Da ich stets auch ein sehr offenes Ohr für sehr gute deutsche Musik habe, die auch wirklich kein billiger Mainstream ist und demzufolge auch nicht schon wieder nach sehr kurzer Zeit am Ende der Vermarktungskette angelangt ist und dadurch – zum Glück – sogleich auch superschnell wieder vergessen ist, kenne ich selbstverständlich auch die Indierocker Slut.

Denn eine solch hochklassige Band, deren Ensemblemitglieder allesamt Vollblutmusiker sind und deren eingespielte Musik wirklich eine harmonische Einheit darstellt, die wirklich außergewöhnlich Musikalisch ist, findet man nicht so oft in Deutschland vor.

Natürlich muss man selbstverständlich auch ein Fan von Indie-Musik sein, um die wahren Qualitäten von Slut richtig schätzen zu können. Wer nun aber wirklich sehr gute Indie-Musik mag, der sollte sich unbedingt das Live-Konzert von Slut am Montag den 8.11. im „Lido“ in Kreuzberg nicht entgehen lassen.

Ich selbst habe nämlich vor nicht allzu langer Zeit diese Ausnahmeband in diesem wirklich sehr guten alternativen Konzertort mir angehört – und war wirklich hin und weg. Schließlich schaffen es Slut eine so krassgute Musik zu machen, die in dieser Spielstätte so was von gut rüberkommt, dass man schnell in einem äußerst glücklichen ekstatischen Zustand ist. Und den behält man weit über das Konzert hinaus bei.

Da Slut wirklich in der musikalischen Szene keine Nonames mehr sind, sollte man am besten ein Tickt sich vorab im Vorverkauf sichern, ansonsten kriegt man vielleicht bei der Abendkasse – wegen ausverkauft sein – keines mehr – und muss auf das nächste Konzert der Indie-Rocker warten. ;-)

Einen größeren Bekanntheitsgrad erreichten übrigens Slut durch den Musiktalentförderer Nr. 1 in Deutschland, Stefan Raab. Schließlich vertraten die Indie-Rocker bei seinem ersten ausgetragenen Bundesvision Song Contest im Jahre 2005 ihr Herkunftsland, nämlich Bayern.

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