Dez 28

Im Westen bzw. Kreuzberg und Neukölln geht abends mittlerweile der meiste Berlin-Punk ab…

Wie die Zeiten sich doch ändern und wir uns in der Zeit ändern -  kann man am besten in der Hauptstadt Berlin sehen!

Denn über Jahre nach der Wende war ausschließlich der Osten der Stadt hip und die Bezirke Mitte, Friedrichshain und natürlich der Prenzlauer Berg die absoluten Ausgehzentren Berlins.

Selbstverständlich wohnte man dann auch gleich dort, wo man mehrmals in der Woche abends in irgendwelche Undergrounnd-Locations ausging.

Im neuen Jahrtausend erlebte dann Berlin innerstädtisch schleichend seine „zweite“ Wende!

Denn plötzlich galt der Prenzlauer Berg als spießig, Mitte als touristenverseucht und Friedrichshain als einziger großer Jugendclub – sprich der ganze Osten war laaaaaaaaaaaaaangweilig geworden – und die Mieten nahezu „münchnerisch“.

Daher war es für die Berliner Subkultur logisch und konsequent, dass sie dem Osten den Rücken kehrte und sich dem jahrelang als megaout geltenden Westen zuwandte (es blieb ja auch kein wirklich guter „zentraler“ Ausweg möglich“).

Die Inkarnation dieser quasi Kehrtwende hin zu den Westteilen, die ja vor der eigentlichen Wende zwangsläufig schon einmal das Underground-Epizentrum Berlins waren – wurde nun anhand von ausschließlich ZWEI Stadtteilen erneut real: von Kreuzberg und Neukölln.

Denn was in diesen zwei Stadtteilen mittlerweile an subkulturellen Ausgehperlen existiert, ist mindestens genauso bombastisch wie vor bzw. nach der Wende im Westen resp. Osten von Berlin.

Schließlich sind aus den jahrlangen unveränderten Bezirken Kreuzberg und Neukölln in einer unglaublichen Schnelligkeit wahnsinnig gute und krass faszinierende Underground-Bezirke geworden.

Das Ausgehbarometer der Subkultur-Jünger spricht nämlich eine eindeutige Sprache, und zwar ausschließlich X-bergerisch, X-köllnerisch oder neuköllnerisch.

Und der Osten ist gewissermaßen wie früher wieder ein einziges großes Sperrgebiet bzw. No-go-Area…

Leider haben sich auch in beiden Stadtteilen Neukölln und Kreuzberg auch raketenmäßig die Mietpreise verändert – eine sehr unschöne Begleiterscheinung des Hiphiphip-Status.

Daher bin ich mir sicher, dass irgendwann, wenn sich die Zeiten noch weiter diesbezüglich negativ verändert haben werden, die Subkultur-Szene wieder weiterziehen wird. Es fragt sich dann nur – quo vadis!

Vielleicht wieder zurück in den Osten, wer weiß, dann aber sicherlich in die weiter entfernten Ost-Bezirke – oder vielleicht doch im Westen bleibend.

Schließlich gab es ja gerade in den Vorwende-Zeiten in den 60er, 70er und 80er Jahren noch viele andere hippe West-Bezirke, wie Schöneberg, Wedding oder Charlottenburg – die natürlich auch vielleicht nur darauf warten wieder subkulturell hip zu werden!

Ich schwelge jedenfalls jetzt schon in Ostalgie, Nostalgie und Westalgie…

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Dez 16

Einfach sehr pokerfreundlich bei vielen Leuten: Tischgruppen im Esszimmer

Seit geraumer Zeit gehöre ich auch zu den Menschen, die gegen Abend am Wochenende des Öfteren mit einem Metall-Köfferchen ihr Haus verlassen.

Denn in regelmäßigen Abständen veranstalten Freunde von mir einen richtig tollen Zockerabend – genauer gesagt einen Pokerabend!

Unter vielen meiner Freunde krassiert nämlich wie bei mir das Poker-Fieber bzw. Texas Hold’em-Fieber.

Und da ich zu meinem letzten Geburtstag von einem Zockerkumpel echt schöne bunte Poker-Chips geschenkt bekommen habe, bin ich sozusagen für das Poker-Equipment zuständig.

Dieses bringe ich dann immer in dem hierfür gemachten Köfferchen zu meinen Zocker-Freunden.

Im Gegenzug kümmern sich die Pokerrunden-Gastgeber stets darum, dass alle Pokerspieler einen supergemütlichen Daddel-Abend verbringen.

Schließlich spielen wir stets in einer recht großen Runde.

Deshalb müssen zumindest in deren Esszimmern immer Tischgruppen vorhanden sein, damit überhaupt ein entspanntes Zocken gewährleistet ist.

Denn gerade beim Pokern muss jeder Mitspieler ausreichend Platz haben, so dass zum einen kein Mitspieler in andere Kartenhände gucken kann und zum anderen, dass man auch so entspannt spielen kann – um überhaupt erst ein richtiges Pokerface bei sich annehmen zu können.

Das ist auch der Grund, weswegen wir in meiner Wohnung nicht wirklich gut Poker spielen können.

Denn ich besitze leider kein gemütliches Esszimmer mit Tischgruppen, wo man ganz relaxt ein Pokerface erzeugen kann.

Zum Glück habe ich aber dafür mein tolles Pokerchips-Köfferchen als gewissermaßen Ausgleich.

Wenn ich nämlich damit bei meinen Freunden antanze und wir alle gemütlich unsere Pokerspielrunde beginnen, vernehme ich anfangs oft den Satz: „Mensch, wie cool sind diese Pokerchips!“

Wenn dann aber aufgrund meiner nicht so schlechten Texas Hold’em-Fähigkeiten im Laufe des Abend nahezu alle Chips bei mir liegen, verwandelt sich der Tonfall bezüglich der Karten sowie der Chips jedoch des Öfteren zu: „Scheiß Karten und nur noch verdammt wenige Chips!“ :-)

Da wir aber nur um wirkliche Pfennig- bzw. Centbeträge Poker spielen, verfliegt bei allen Spielern aber auch recht schnell der Zocker-Ärger.

Spätestens ist er immer bei jedem nämlich dann verschwunden, wenn wir nach dem gemütlichen Zocken in großer Runde noch alle zusammen ein schönes Abschluss-Poker-Abendbier trinken.

Darauf freuen wir uns sodann schon wieder auf unseren nächsten Pokerabend…

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