Jul 17

Der Sommer erfreut das Herz von Freiluftkino-Fans besonders: in der Hauptstadt Berlin

Als Cineast ist man in Berlin definitiv am richtigen Ort. Schließlich gibt es hier Kinos noch und nöcher – und das sowohl große, mit dem neusten Stand der Technik ausgestattete Multiplexe als auch kleine, ungemein charmante Programm-Kinos.

Darüber hinaus beheimatet Berlin, wie man ja weiß, auch das größte deutsche Filmfest, die “Berlinale“, die weit über die Stadt- und Ländergrenze hinaus berühmt ist. Und auch noch jede Menge andere Filmfestivals…

Daher hat man in Berlin auf jeden Fall stets Film satt – so zu sagen – und wenn die Temperaturen angenehm warm werden – noch um einiges mehr.

Denn dann öffnen viele Freiluftkinos ihre Filmtore – und Berlin verwandelt sich zu einer tollen Kino-Openair-Metropole.

Da ich mich auch ganz besonders als einen Cineast bezeichne, aber auch sehr Kino unter freiem Himmel Liebe, klappere ich in den Sommermonaten regelmäßig die vier großen innerstädtischen Freiluftkinos ab (das Freiluftkino „Hasenheide“, „Kreuzberg“, „Rehberge“ und „Friedrichshain“).

Aber am meisten genieße ich hierbei das Open-Air-Kinoerlebnis in dem Freiluftkino in der „Hasenheide“, da der Ort inmitten einer der schönsten Parks Berlins einen jedes Mal zusätzlich verzaubert – so dass man einen doppelt magischen Abend hat.

Äußerst cool für jeden Cineasten ist bei den Freiluftkino-Veranstaltungen auch, dass superviele Filme in OmU-Version (Original mit Untertitel) gezeigt werden.

Dann kann man als ein Student wie ich nämlich den Abend oder den Tag (wenn man mal wieder während der Semesterferien ausgeschlafen hat) so ausklingen lassen, wie man ihn begonnen hat – und zwar mit Bildung.

Außerdem freut man sich dann wiederum noch mehr auf den nächsten (Arbeits-)Tag – und natürlich auf den nächsten Freiluftkino-Abend.

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Feb 02

Berlin: auch bei der Größe und der Optik der Kinos unschlagbar

Dadurch, dass Berlin jährlich das größte Filmfest Deutschlands beheimatet, die Berlinale, wird schon ersichtlich, wie bedeutsam das Medium Film für die Hauptstadt ist.

Ganz augenscheinlich zeigt sich aber auch durch ihre unzähligen und vor allem außergewöhnlichen Kinos, dass Berlin unumstritten die deutsche Filmhauptstadt ist.

Denn in Berlin ist “ins Kino gehen” schon oftmals aufgrund des Kinos selbst ein absolutes Erlebnis.

Zum einen versprühen die zahlreichen Multiplexkinos aufgrund ihrer Größe und ihren riesigen Kinoleinwänden nämlich ganz viel XXL-Kino-Magie, und zum anderen fühlt man sich speziell in den Berliner Kinopalästen, die noch aus der großen „Gründerzeit“ des Kinos herrühren, schon allein bei deren Eintritt wie in einem Filmmärchen.

Da ich eh schon immer ein großer Cineast war, ist natürlich gerade Berlin auch bezüglich seiner Kino-Landschaft für mich atemberaubend.

Wenn ich nun in der Kino-Stimmung nach großem Blockbuster-Kino bin, dann gehe ich natürlich vorzugsweise ins wahnsinnig tolle Cubix am Alexanderplatz oder dem riesenriesengroßen Cinemax am Potsdamer Platz (dort laufen die Filme übrigens auch stets in der Originalversion).

Falls ich nun aber gerade in einer eher nostalgischen Stimmung bin, dann suche ich lieber ein altehrwürdiges Kino wie das Passage Kino in Neukölln oder den Delphi Filmpalast in Charlottenburg auf. Denn aufgrund ihrer grandiosen Ästhetik fühlt man sich schon kurz nach ihrem Betreten gewissermaßen von deren großer Kino-Magie verzaubert.

Übrigens: Und wenn mir gerade eher nach einem kuscheligen Programmkino ist, in dem man sich wegen seiner kleinen Größe fast wie in seinem eigenen Wohnzimmer fühlt, dann ist man in Berlin auch genau richtig.

Schließlich ist Berlin auch die Hauptstadt der kleinen Programmkinos. :-)

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Dez 13

Das Sputnik-Kino: ein Kino mit ganz großem Wohlfühlfaktor

Es gibt Kinos, denen man von Anfang an anmerkt, dass ihnen der größtmögliche Kommerz und somit denkbar hohe Besucherzahlen nahezu egal sind.

Ein absoluter Indikator hierfür ist zum Beispiel ihre Verstecktheit bzw. Unscheinbarkeit, so dass man oftmals gar nicht unbedingt etwas von ihrer Nähe in unmittelbarer Nachbarschaft weiß.

Ein Paradebeispiel solch eines No-Kommerz-Kinos ist das Sputnik am Südstern in Kreuzberg. Da es sich unter dem Dach im Seitenflügel der Höfe am Südstern befindet, in die man wirklich nur hineinläuft, wenn man sie kennt.

Schließlich sind ihre Eingänge so unscheinbar und ihr Bekanntheitsgrad sehr gering. (Außer man arbeitet in Berlin bei der Zweigstelle der renommierten Texter-Agentur „Jung von Matt“ – die in den Höfen ebenfalls ihre Residenz hat.)

Wenn man nun wie etwa ich dank eines Kumpels, der am Südstern wohnt, darüber informiert wurde, dass es hier ein echt super Programmkino gibt, dann wird man nur überrascht sein, was für ein verborgenes Kleinod das Sputnik doch ist. Und dass man so schnell in Deutschland kein zweites Kino wie dieses finden wird.

Denn was man über den Dächern des Südsterns in diesem Kino vorfindet, ist eine Gemütlichkeit pur mit einem sensationellen Ausblick. Zum einen ist nämlich meiner Meinung nach der Barbereich, wo man auch die Kinotickets kauft, extrem gemütlich mit altem Interieur eingerichtet – wobei man stets einen atemberaubenden Blick aus der Vogelperspektive auf Kreuzberg hat; zum anderen finde ich, dass die zwei sehr kleinen Kinos, in die etwa nur jeweils 30 Leute passen, äußerst kuschelig sind.

Außerdem ist das Sputnik auf jeden Fall auch ein Kinoerlebnis aufgrund seiner dort laufenden Filme, die nicht nur vielfach fern des Kino-Mainstreams sind, sondern auch – wie das Programmkino selbst – sehr einzigartig und von hohem Niveau.

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Sep 10

So groß wie ein Schuhkarton: das „Lichtblick“-Kino

Auch wenn man schon x-mal die Kastanienallee hoch- und heruntergelaufen ist, kann einem folgende Normalität passieren: Ein Passant fragt einem nämlich plötzlich, wo das „Lichtblick“-Kino in der Kastanienallee ist. Da man selbst erst einmal überrascht ist, dass es dort ein KINO geben soll, sagt man im Normalfall: „Weiß ich leider nicht!“

©flickr / unscheinbares Kino in Berlin / Bild von southgeist

©flickr / unscheinbares Kino in Berlin / Bild von southgeist

Jetzt müsste einem der Ich-müsste-das-eigenlich-wissen-Ehrgeiz packen. Schließlich läuft man ja nicht die ganze Zeit über blind durch den Prenzlauer Berg herum – oder durch die ganze Stadt. Deshalb sollte man einfach einmal die Kastanienallee von einem Ende zum anderen (entweder von der Schönhause Alle ab oder vom Weinbergsweg an beginnend) gehen – mit offenen Augen. Und dann wird man in dem Abschnitt zwischen der Oderberger Straße und der Schwedter Straße ungläubig gucken: Denn dort befindet sich das „Lichtblick“-Kino.

Ich habe selbst ein lange Zeit gebraucht, bis mir das sehr kleine „Lichtblick”-Kino aufgefallen ist – schließlich ist der Namensschriftzug sehr unscheinbar, auch sieht das Kino von der Vorderseite fast wie ein normaler Laden aus – jedoch versehen mit Filmplakaten. Aber trotzdem wirkt es sehr unscheinbar, tags wie auch nachts.

Innen ist es zwar ähnlich unscheinbar, da sehr, sehr klein – sowohl der Kinokartenverkaufspreis als auch der – einzige – Kinosaal mit gerade mal etwa 30 Sitzplätzen. Dafür ist es sehr kuschelig eingerichtet und versprüht eine sehr angenehme Heim-Kinoatmosphäre.

Die Filme, die dort laufen, sind auch, wie das “Lichtblick”-Kino, sehr außergewöhnlich. Denn zum einen werden dort immer verschiedene Filmreihen in der OmU-Version (Original mit Untertitel) gezeigt (wie gerade etwa von Jim Jarmusch oder Jean-Luc Goddard) oder abgefahrene Dokus (wie etwa „Herbstgold“ und „David wants to fly“) – aber auch neue Kinohighlights (wie etwa gerade  „Soul Kitchen”).

Wenn man jedenfalls nicht nur das „Lichtblick“-Kino wahrgenommen hat, sondern auch in ihm einmal einen Film gesehen hat, wird man von seiner kleinen, aber sehr feinen Nostalgie-Atmo sehr angetan sein.

Übrigens: Die Betreiber des „Lichtblick“-Kinos haben noch ein weiteres, ebenfalls sehr kleines, aber sehr feines Kino in Berlin am Laufen – nämlich das „Nickelodeon-Kino / Wickeltaschenkino“ in der Torstraße in Mitte. Viel Spaß beim Suchen…

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