Schelling über Geist und Natur

1. Dezember 2011 Thomas Sowa Keine Kommentare

Die Natur muss sich unter Gesetze schmiegen,
ruhig zu meinen Füßen liegen.
Streckt zwar ein Riesengeist darinnen,
ist aber versteinert mit seinen Sinnen,
kann nicht aus dem engen Panzer heraus,
noch sprengen das eiserne Kerkerhaus,
obgleich er oft die Flügel regt,
sich gewaltig dehnt und bewegt,
in toten und lebend´gen Dingen
tut nach Bewusstsein mächtig ringen -
Allmählich: lernt er im Kleinen Raum gewinnen,
darin er zuerst kommt zum Besinnen.
In einen Zwergen eingeschlossen,
von schöner Gestalt und graden Sprossen,
heißt in der Sprache Menschenkind,
der Riesengeist sich selber find´t.

Vom eisernen Schlaf, vom bangen Traum
erwacht, sich selber erkennend kaum,
über sich gar verwundert ist,
mit großen Augen sich grüßt und misst.
Möcht alsbald wieder mit allen Sinnen
in die große Natur zerrinnen,
ist aber einmal losgerissen,
kann nicht wieder zurückfließen
und steht zeitlebens eng und klein
in der eignen großen Welt allein.
Fürchtet wohl in bangen Träumen
der Riese könnt sich ermannen und bäumen
und wie der alte Gott Satorn
seine Kinder verschlingen im Zorn.
Denkt nicht, dass er es selber ist,
seiner Abkunft ganz vergisst,
tut sich mit Gespenstern plagen,
könnt also zu sich selber sagen:
Ich bin der Gott, der sie am Busen hegt,
der Geist, der sich in allem bewegt.
Vom ersten Ringen dunkler Kräfte
bis zum Erguss der ersten Lebenssäfte,
wo Kraft in Stoff und Stoff in Kraft verquillt,
die erste Blüt´, die erste Knospe schwillt,
zum ersten Strahl von neugebor´nem Licht,
das durch die Nacht wie zweite Schöpfung bricht
und aus den tausend Augen der Welt
den Himmel so Tag und Nacht erhellt,
hinauf zu des Gedankens Jugendkraft,
wodurch Natur verjüngt sich wieder schafft,
ist eine Kraft, ein Pulsschlag nur, ein Leben,
ein Wechselspiel von Hemmen und Streben.

KategorienRandomThoughts Tags: ,

Happy Hacking!

15. Dezember 2010 Thomas Sowa Keine Kommentare

Freedom is binary in its nature and valid only until a choice has been made. The amount of given options and their relative importance merely increase the chance of a perceived satisfactory decision. As we always have a choice, we always have freedom, yet often not the desired options to choose from.

The contentment we attach to a given option is defined by it’s compliance with either our instant, rather short-termed, pursuit of pleasure/pain or by the self defining/enslaving, long run moral and social standards. Both cases, however, seem to speak against the freedom of choice and imply that we are determined in our choices by either more or less conscious impressions, or by the rigidity of conventions in our social fabric.

Yet, we still call our decisions “free” and accept the predetermination as something unavoidable, mentioned mostly just during expensive psychotherapies. We are here just as conditioned, as machines could be programmed – to be somehow determined in their decisions by the underlying code and the fabric of its neural network, and still have the thing we call “freedom of choice”.

Moreover, once we learn to disassemble a complex thing we call “feeling” into its individual compounds, develop an algorithm for motivation or reexamine existing and new programming paradigms, we will be just two heartbeats and three cycles away from giving up the arrogance, some people call carbo-chauvinism.

In this sense – Know Thyself! Just as our planet is not special enough to be at the center of the universe, so are we not unique enough as not to be reengineered – mechanically, biologically or both. Happy hacking!

Tübinger Internet Multimedia Server

…und wo ist hier ein Multimedia Server an der FUB nochmal??? :-(

KategorienUniLeben Tags:

‘Artificial life’ breakthrough

The synthetic cell looks identical to the 'wild type'

Scientists in the US have succeeded in developing the first living cell to be controlled entirely by synthetic DNA. The researchers constructed a bacterium’s “genetic software” and transplanted it into a host cell. The resulting microbe then looked and behaved like the species “dictated” by the synthetic DNA. Read more…

Capture the Flag Archive

A page devoted to collecting accounts, walk throughs and other resources of Capture the Flag at DEF CON over the years, not only for history’s sake but so the uninformed can better grasp the epic journey that teams must face on the road to CTF victory!

KategorienRandomThoughts Tags:

Open Sailing – leben auf dem Meer?

23. Februar 2010 Thomas Sowa Keine Kommentare

Rund drei Viertel unseres Planeten sind von Ozeanen bedeckt – aber während Milliarden für Raumfahrtprojekte ausgegeben werden, sind die Ozeane bisher weder vollständig erforscht, noch werden wirkliche Anstrengungen unternommen, diesen riesigen Bereich auf nachhaltige Weise für den Menschen nutzbar zu machen. Eine Künstler- und Forschergruppe will nun beides mit einem ambitionierten Projekt unter einen Hut bringen… Link

KategorienRandomThoughts Tags:

Fantastic World of Reroart’s Anakronism

21. Februar 2010 Thomas Sowa Keine Kommentare

bv000002

If there is a heaven, and if I, against all odds, should make it in, then i want my angels to look like this… Heaven at last! ;)

Link to Reroart:
http://www.reroart.com/mapage/index.html

KategorienRandomThoughts Tags:

Harvard Lectures on Justice

14. Februar 2010 Thomas Sowa Keine Kommentare

Following Lectures at the Harvard YouTube: http://youtube.twi.bz/fm

Episode summaries and online interaction: http://justiceharvard.org/

KategorienUniLeben Tags: , ,

GodMode in Windows 7

8. Februar 2010 Thomas Sowa Keine Kommentare

Das Windows 7 verfügt über eine *inoffizielle* Möglichkeit alle Verwaltungsprogramme in einem Ordner verfügbar zu machen. Dazu musst du einen neuen Ordner erstellen und diesen mit diesem String umbenennen:

GodMode.{ED7BA470-8E54-465E-825C-99712043E01C}

gm1

Nachdem der Ordner umbenannt ist ändert dich das Aussehen in:

gm2

Das war’s! Der GodMode-Ordner ist erstellt und alle Verwaltungsprogramme des Betriebssystems sind nun in einem Ordner zu finden :)

KategorienZEDAT Tags: ,

Augen in der Großstadt

10. Januar 2010 Thomas Sowa 2 Kommentare

Wenn du zur Arbeit gehst
am frühen Morgen,

wenn du am Bahnhof stehst

mit deinen Sorgen:

da zeigt die Stadt
dir asphaltglatt

im Menschentrichter
Millionen Gesichter:

Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider –

Was war das? vielleicht dein Lebensglück …
vorbei, verweht, nie wieder.

Du gehst dein Leben lang
auf tausend Straßen;
du siehst auf deinem Gang,
die dich vergaßen.

Ein Auge winkt,
die Seele klingt;

du hasts gefunden,
nur für Sekunden …

Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider;
Was war das? kein Mensch dreht die Zeit zurück …
Vorbei, verweht, nie wieder.

Du mußt auf deinem Gang
durch Städte wandern;
siehst einen Pulsschlag lang
den fremden Andern.

Es kann ein Feind sein,
es kann ein Freund sein,
es kann im Kampfe dein
Genosse sein.

Es sieht hinüber
und zieht vorüber …

Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider.
Was war das?

Von der großen Menschheit ein Stück!

Vorbei, verweht, nie wieder.

- Kurt Tucholsky

KategorienRandomThoughts Tags: