{"id":18,"date":"2024-02-21T15:53:31","date_gmt":"2024-02-21T14:53:31","guid":{"rendered":"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/dgpuk\/?page_id=18"},"modified":"2024-04-23T15:47:08","modified_gmt":"2024-04-23T13:47:08","slug":"call-for-papers","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/dgpuk\/call-for-papers\/","title":{"rendered":"Call for Papers"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:65%\">\n<p><em>Call for Papers der DGPuK-Tagung 2025 am 19. bis 21. M\u00e4rz 2025 in Berlin<\/em><\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-top is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:35%\">\n<div class=\"wp-block-file\"><a href=\"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/dgpuk\/files\/2024\/04\/DGPuK_2025_CfP_final.pdf\" class=\"wp-block-file__button\" download>Call for Papers (PDF)<\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><strong>\u00d6ffentlichkeit(en) und ihre Werte<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ereignisse der letzten Jahre wie die Corona-Pandemie, der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und der Krieg im Nahen Osten sowie die globale Klimakrise haben die Dringlichkeit vor Augen gef\u00fchrt, sich \u00fcber Werte wie Freiheit, Gerechtigkeit, Gleichheit, Sicherheit, Solidarit\u00e4t und Wahrheit zu verst\u00e4ndigen, sie auch in globaler Perspektive kritisch zu pr\u00fcfen. Die DGPuK-Tagung 2025 ist dem Thema \u201eWerte\u201c gewidmet, die das gesellschaftliche Zusammenleben und den \u00f6ffentlichen Diskurs bestimmen. \u00d6ffentlichkeit und Medien spielen dabei eine doppelte Rolle: Sie sind Ort der Aushandlung von Werten und zugleich Ort ihrer Verwirklichung. Insbesondere mit der Digitalisierung haben sich allerdings Zweifel verst\u00e4rkt, dass \u00d6ffentlichkeit und Medien diese Aufgaben im Sinne demokratischer Willensbildung erf\u00fcllen k\u00f6nnen: Desinformation und Hasskommentare, digitale Spaltung und Freiheitsbeschr\u00e4nkungen, Polarisierung und Diskriminierung \u2013 dies sind nur einige Ph\u00e4nomene, die zeigen, wie dringlich die Analyse von kommunikativen Aushandlungsprozessen gesellschaftlicher Werte ist. Transnationale und globale Kommunikationsfl\u00fcsse fordern dabei die Vorstellung geteilter Werte heraus. Der Einsatz automatisierter Kommunikation und K\u00fcnstlicher Intelligenz wirft neue Fragen der Zuschreibung von Verantwortung auf.<\/p>\n\n\n\n<p>An diese Ausgangsbeobachtungen schlie\u00dft eine Vielzahl von Fragen an, die auf der Tagung in drei Feldern behandelt werden sollen: (1) Welche Werte sind f\u00fcr \u00d6ffentlichkeit und Medien relevant? (2) Wie \u00e4ndern sich ihre Aushandlung und Umsetzung unter digitalen Bedingungen? (3) Was kann die (Kommunikations-)Wissenschaft f\u00fcr die Analyse von Wertfragen und die Gestaltung der Kommunikationsverh\u00e4ltnisse leisten? Welche Werte treiben die Kommunikationswissenschaft selbst an?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>(1) Welche Werte sind f\u00fcr \u00d6ffentlichkeit und Medien relevant?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Feld sind Beitr\u00e4ge erw\u00fcnscht, die sich mit der Relevanz und\/oder Strittigkeit ausgew\u00e4hlter Werte f\u00fcr die \u00f6ffentliche Kommunikation befassen. Beitr\u00e4ge k\u00f6nnen bspw. mit empirischen, aber auch theoretisch-reflexiven Ans\u00e4tzen die Spannungsverh\u00e4ltnisse zwischen Werten adressieren.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Wie lassen sich <em>Werte theoretisch begr\u00fcnden<\/em>, die f\u00fcr \u00d6ffentlichkeit und Medien relevant sind, z. B. durch normative Demokratie- und \u00d6ffentlichkeitstheorien oder aus Sicht der Medienethik? Wie l\u00e4sst sich damit der \u00f6ffentliche Auftrag (Public Value) der Medien pr\u00e4zisieren und pr\u00fcfen, z. B. jener des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks?<\/li><li>Wie <em>unterscheiden<\/em> sich Werte verschiedener Gruppen innerhalb einer Gesellschaft und im interkulturellen Vergleich? Wie universell oder partikular sind Werte? Wie werden Grenzen des Tolerierbaren ausgehandelt und legitimiert?<\/li><li>Welche <em>Faktoren<\/em> beg\u00fcnstigen die Verwirklichung von Werten in der \u00d6ffentlichkeit, welche behindern sie? Wie tragen z. B. Regulierung, professionelle Selbstkontrolle und Medienkritik dazu bei?<\/li><li>Welche <em>Spannungsverh\u00e4ltnisse<\/em> bestehen zwischen Werten in der \u00d6ffentlichkeit, etwa zwischen Freiheit und Sicherheit oder zwischen Vielfalt und Relevanz? Wie werden Werte priorisiert?<\/li><li>Wie werden abstrakte Werte durch konkrete professionelle und rechtliche <em>Normen<\/em> operationalisiert, etwa im Journalismus, in der Organisations- oder Gesundheitskommunikation? Wo werden Werte f\u00fcr partikulare Interessen instrumentalisiert?<\/li><li>Welches subjektive <em>Verst\u00e4ndnis<\/em> von Werten und Normen haben die an der \u00f6ffentlichen Kommunikation Beteiligten?&nbsp;<\/li><li>Welche Werte werden in <em>\u00f6ffentlichen Debatten<\/em> betont? Welche historischen Ver\u00e4nderungen lassen sich dabei beobachten?<\/li><li>Wie kann die Aushandlung von Werten in \u00d6ffentlichkeit und Medien <em>empirisch beobachtet <\/em>und in welcher Weise der Grad ihrer Erf\u00fcllung <em>gemessen<\/em> werden? Welche Methoden und Indikatoren sind daf\u00fcr geeignet?<\/li><li>Existiert ein <em>Common Ground<\/em> f\u00fcr die Aushandlung \u00f6ffentlicher Wertkonflikte?<\/li><li>Wie werden <em>Themen<\/em> wertbezogen gerahmt? Wie konkurrieren <em>Werte-Frames<\/em>?<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>(2) Wie \u00e4ndern sich Aushandlung und Umsetzung von Werten unter digitalen Bedingungen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In digitalen Netzwerken l\u00f6st die Teilhabe Vieler an \u00f6ffentlicher Kommunikation normative Anspr\u00fcche an Partizipation ein. Zugleich werden neue Probleme sichtbar: Zivilit\u00e4t der Kommunikation, Ungleichheiten bei der Teilhabe, \u00f6konomisch potente Plattformen sowie fehlerhafte und gef\u00e4lschte Informationen.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Feld sind Einreichungen willkommen, die sich mit den Ver\u00e4nderungen der Debatten um Werte in digitalen Kommunikationsstrukturen befassen und diese untersuchen.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Wo bestehen <em>Defizite bei der Werteverwirklichung <\/em>in der digitalen \u00d6ffentlichkeit, z. B. beim Wert \u201eGleichheit\u201c (\u201edigitale Spaltung\u201c)? Treffen g\u00e4ngige Diagnosen zu (z. B. Polarisierung)? Wie lassen sich Defizite wirksam beheben?<\/li><li>Wie wird die Bedeutung <em>einzelner Werte <\/em>(u.a. Wahrheit, Solidarit\u00e4t, Freiheit) in digitaler Kommunikation (bspw. im Kontext globaler Migration) herausgefordert?<\/li><li>Wie m\u00fcssen unter den Bedingungen von digitalen \u00d6ffentlichkeiten <em>Diskursr\u00e4ume<\/em> gestaltet werden, in denen respektvoll und unter breiter Beteiligung aller Gruppen der Bev\u00f6lkerung Themen von \u00f6ffentlichem Interesse \u2013 besonders auch Wertkonflikte \u2013 verhandelt werden?<\/li><li>Wie beeinflussen <em>Akteur:innen <\/em>wie Influencer:innen und alternative Medien den Wertediskurs und die Werteverwirklichung?&nbsp;<\/li><li>Wie ver\u00e4ndern sich die <em>Modi<\/em> der \u00f6ffentlichen Kommunikation auf digitalen Plattformen (z.B. Visualit\u00e4t, Affektivit\u00e4t, Kollaborativit\u00e4t), und welche Folgen hat das f\u00fcr die Aushandlung von Werten?<\/li><li>K\u00f6nnen gemeinwohlorientierte <em>Plattformen<\/em> eine Alternative zu den derzeit dominanten Plattformen bieten, die \u00f6konomischen Imperativen und\/oder staatlichen Interessen folgen?<\/li><li>Wie muss sich <em>Regulierung<\/em> anpassen, um zielgenau und effektiv ihre Ziele zu erreichen? Welche Herausforderungen stellen sich bei transnational agierenden Akteuren?<\/li><li>Welche Formen der <em>Selbstregulierung<\/em> durch Nutzer:innen sind erfolgversprechend?<\/li><li>Wie m\u00fcssen sich die traditionellen <em>Intermedi\u00e4re<\/em> der \u00d6ffentlichkeit umorientieren? Wie findet der Journalismus seine neue Rolle als Kurator und Moderator? Wie l\u00e4sst sich der Auftrag des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks in die digitale Welt \u00fcbersetzen?<\/li><li>Wem ist bei <em>automatisierten Prozessen der Kommunikation (KI)<\/em> Verantwortung zuzuschreiben? Wie wird dies \u00f6ffentlich verhandelt? Wie lassen sich Werte algorithmisch umsetzen und wie l\u00e4sst sich dies transparent machen?<\/li><li>Wie kann im Kleinen durch eine <em>Netiquette<\/em> der zivile Umgang in sozialen Medien verbessert werden?<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>(3) Was kann die (Kommunikations-)Wissenschaft f\u00fcr die Analyse von Wertfragen und die Gestaltung der Kommunikationsverh\u00e4ltnisse leisten? Welche Werte treiben die Kommunikationswissenschaft selbst an?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Von Wertfreiheitspostulat bis zur Standpunkttheorie reichen die Auffassungen in der Wissenschaft bez\u00fcglich ihres normativen Gehalts. Dies gilt es, auch f\u00fcr die Kommunikationswissenschaft genauer zu beleuchten. In diesem Feld werden Einreichungen begr\u00fc\u00dft, die sich mit dem normativen Potenzial des Fachs auseinandersetzen.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Welchen <em>Status<\/em> haben Wertfragen in der Kommunikationswissenschaft? Wie normativ ist kommunikationswissenschaftliche Forschung? Sollten Forschende auf einen Wertstandpunkt verzichten \u2013 oder w\u00e4re dies unverantwortlich gegen\u00fcber der Gesellschaft?<\/li><li>Welchen Beitrag kann das Fach bei der Bew\u00e4ltigung der <em>gro\u00dfen gesellschaftlichen Herausforderungen<\/em> der Gegenwart leisten? Wie geeignet sind daf\u00fcr Konzepte wie \u201eTransdisziplinarit\u00e4t\u201c, \u201etransformative Wissenschaft\u201c, \u201eTransfer-Wissen\u201c, \u201eThird Mission\u201c und \u201ePublic Engagement\u201c?<\/li><li>Wie ist das <em>Verh\u00e4ltnis zwischen (Kommunikations-)Wissenschaft und Gesellschaft<\/em> zu bestimmen? Wo kann, will und soll die Kommunikationswissenschaft gesellschaftlich intervenieren? Wie entgeht das Fach einerseits einer Politisierung oder Instrumentalisierung durch gesellschaftliche Kr\u00e4fte? Und wo liegen andererseits die Grenzen der wissenschaftlichen Einflussnahme auf die Politik (\u201eExpertokratie\u201c)? Welche Rolle spielt dabei <em>open science?<\/em><\/li><li>Welche Bedeutung hat <em>Wahrheit <\/em>als <em>wissenschaftlicher Leitwert<\/em>? Wo ist er f\u00fcr kommunikationswissenschaftliche Forschung leitend? Und wo nicht?&nbsp; Wie wird er interpretiert und in der empirischen Forschung umgesetzt?<\/li><li>Wie kann sich die Kommunikationswissenschaft am <em>\u00f6ffentlichen Diskurs<\/em> \u00fcber wertbezogene Medienfragen beteiligen, z. B. bei Themen wie der Legitimationskrise des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks, der Kritik am Journalismus (\u201eL\u00fcgenpresse\u201c) oder Forderungen nach mehr Diversit\u00e4t? Wie kann das Fach Handlungsoptionen f\u00fcr eine bessere \u00f6ffentliche Aushandlung von Werten aufzeigen und vermitteln? Wie sichtbar und erfolgreich ist das Fach in diesem Diskurs?<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-content-justification-center is-layout-flex wp-container-core-buttons-is-layout-16018d1d wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link\" href=\"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/dgpuk\/einreichungen\/\">Hinweise zu Einreichungen<\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Call for Papers der DGPuK-Tagung 2025 am 19. bis 21. 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