{"id":1,"date":"2011-03-31T13:21:47","date_gmt":"2011-03-31T13:21:47","guid":{"rendered":""},"modified":"2011-03-31T15:26:23","modified_gmt":"2011-03-31T15:26:23","slug":"hallo-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/exkursiongrunewald\/2011\/03\/31\/hallo-welt\/","title":{"rendered":"\u00d6kosystem"},"content":{"rendered":"<p>Ein <strong>\u00d6kosystem<\/strong> ist ein dynamisches System zwischen Lebewesen und ihrem Lebensraum. Es ist ein komplexes Wirkungsgef\u00fcge zwischen Organismen, wie z.b. Pflanzen, Tieren, Bakterien und Pilzen, die eine Lebensgemeinschaft bilden, sowie den Energiestr\u00f6men und Stoffkreisl\u00e4ufen innerhalb des Systems.<\/p>\n<p>Wir durchstreifen die W\u00e4lder zu jeder Jahreszeit. Im Fr\u00fchjahr freuen wir uns \u00fcber das Erwachen der vielen Fr\u00fchbl\u00fcher, das Hervorbrechen des frischen Laubes; im Sommer geniessen wir  die K\u00fchle im Schatten des m\u00e4chtigen Kronendaches. Der herbstliche Laubwald bringt bunte Farben  in allen Abstufungen hervor; im Winter beeindrucken uns die Stille und oft auch die Verzauberung durch den Schnee. Viele Menschen unserer Zeit suchen in den W\u00e4ldern Ruhe, Entspannung und Erholung. Ohne  W\u00e4lder w\u00e4re unser Leben um vieles \u00e4rmer. Jeder Wald bildet f\u00fcr sich eine geschlossene  Lebensgemeinschaft. Sie umfasst alle Pflanzen und Tiere, die innerhalb dieses Lebensraumes vorkommen,  von den B\u00e4umen bis zum kleinsten Bakterium in der Erde, vom Reh, dem Hasen bis zur winzigen Blattlaus an den Zweigen der Nadelb\u00e4ume. Die vielf\u00e4ltigen Beziehungen zwischen den Lebewesen  in dieser Lebensgemeinschaft und ihre gegenseitige Abh\u00e4ngigkeit sind kompliziert und nur schwer durchschaubar. Wir wollen versuchen, einige Einblicke in den Aufbau dieser Lebensgemeinschaft und in die gegenseitige Abh\u00e4ngigkeit ihrer Lebewesen zu gewinnen.<\/p>\n<p>n einem nat\u00fcrlichen Mischwald finden viele Tiere Unterschlupf und  Nahrung. Wir k\u00f6nnten uns einen Wald ohne Rehe, Hasen, F\u00fcchse, Dachse, Eichh\u00f6rnchen und M\u00e4use, die vielen V\u00f6gel mit ihrem  munteren Gesang und die unz\u00e4hligen Insekten gar nicht vorstellen. Sie  alle beleben den Wald erst recht. Er bietet ihnen einen weiten  Lebensraum, worin sie sich gut entwickeln  und fortpflanzen k\u00f6nnen. Rehe, Hasen, Eichh\u00f6rnchen, die vielen kleinen  Nager, die samenfressenden V\u00f6gel und die laubfressenden Insekten  ern\u00e4hren sich ausschliesslich von Pflanzen. Ihnen allen bietet der Wald  mit dem Laub, den Krautpflanzen, den Borken, den vielen Fr\u00fcchten und  Samen einen reich gedeckten Tisch.<\/p>\n<p>Mit den pflanzlichen N\u00e4hrstoffen bauen die Pflanzenfresser den eigenen K\u00f6rper auf, indem sie die  aufgenommene Nahrung zu k\u00f6rpereigenen Baustoffen  verarbeiten. Gleichzeitig gewinnen sie aus der Nahrung auch die Energie  f\u00fcr ihren Lebensbetrieb. Hasen, kleine Nager, Eichh\u00f6rnchen, Insekten und  andere mehr bilden nun die Nahrung der Fleischfresser. F\u00fcchse, Marder,  Greifv\u00f6gel, Maulw\u00fcrfe und Waldspitzm\u00e4use bewirken, dass die  Pflanzenfresser nicht zu zahlreich werden. Zwischen den Waldpflanzen,  den pflanzenfressenden und fleischfressenden Tieren stellt sich ein  nat\u00fcrliches Gleichgewicht ein. Die Pflanzenfresser  d\u00fcrfen sich nicht beliebig vermehren, sonst zerst\u00f6ren sie durch  \u00fcberm\u00e4ssige Nutzung die sie ern\u00e4hrende Waldvegetation. Anderseits d\u00fcrfen  sich die fleischfressenden Tiere nicht unbegrenzt vermehren, wollen sie  nicht den Bestand der Pflanzenfresser gef\u00e4hrden, von denen sie sich  ern\u00e4hren.<\/p>\n<p>Von der Pflanzendecke eines Waldes k\u00f6nnen viele  Pflanzenfresser leben. Bedeutend weniger Fleischfresser jedoch k\u00f6nnen sich von den Pflanzenfressern ern\u00e4hren,  was in der Skizze unten angedeutet ist. Bei diesem fortw\u00e4hrenden Kampf um die Nahrung erliegen vor allem die  kranken und schw\u00e4cheren Tiere.<\/p>\n<p>Wenn durch besondere, oft unbekannte Gr\u00fcnde, einzelne Tierarten wie die  Sch\u00e4dlinge Borken- und R\u00fcsselk\u00e4fer, Holzwespen, Milben, Blatt- und Gallenl\u00e4use stark zunehmen, dann vermehren sich in  einem nat\u00fcrlichen Wald auch deren Vertilger.  Ameisen \u00fcberfallen sie, oder Schlupfwespen legen ihre Eier in die Larven  der Sch\u00e4dlinge. Meisen und Finken, Bauml\u00e4ufer und Spechte suchen eifrig St\u00e4mme und Zweige ab und ziehen Ungeziefer  hervor. In einem nat\u00fcrlichen Wald stellt sich nach St\u00f6rungen das  biologische Gleichgewicht wieder ein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein \u00d6kosystem ist ein dynamisches System zwischen Lebewesen und ihrem Lebensraum. Es ist ein komplexes Wirkungsgef\u00fcge zwischen Organismen, wie z.b. Pflanzen, Tieren, Bakterien und Pilzen, die eine Lebensgemeinschaft bilden, sowie den Energiestr\u00f6men und Stoffkreisl\u00e4ufen innerhalb des Systems. Wir durchstreifen die W\u00e4lder zu jeder Jahreszeit. 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