Uni Goes Blockupy

Am 30. Mai bis zum 1. Juni finden in Frankfurt/Main die europaweiten Blockupy-Aktionstage (http://blockupy-frankfurt.org/) gegen die autoritäre Krisenpolitik von Bundesregierung und Troika (EZB, EU, IWF) statt. Das Blockupy-Bündnis ruft dazu auf, am 31. Mai (http://blockupy-frankfurt.org/31-mai/) die Europäische Zentralbank massenhaft zu blockieren und weitere Krisenakteure (Textilketten, Banken, Abschiebeflughafen) in ihrem normalen Betriebsablauf zu stören. Für den 1. Juni (http://blockupy-frankfurt.org/1-juni/) wird zu einer internationalen Großdemonstration aufgerufen, die die für die aktuelle Misere Verantwortlichen kritisieren und Solidarität zeigen soll.

Wir als FSI*OSI rufen dazu auf, sich an den Krisenprotesten in Frankfurt zu beteiligen, da sich die Auswirkungen von Krise und Kapitalismus auch in unserem Leben als Studierende zeigt, z.B. in Form von steigenden Mieten und prekären Arbeitsverhältnissen. Und auch die autoritäre Umgestaltung und die zunehmende Ökonomisierung aller Lebensbereiche spiegeln sich an der Universität wider, wie die jüngsten Proteste gegen die Rahmenstudien- und –prüfungsordnung gezeigt haben. Deshalb beteiligen wir uns am Bündnis „Uni Goes Blockupy“ (http://unigoesblockupy.wordpress.com/) welches aus studentischer Perspektive zu den Blockupy-Protesten aufruft (http://unigoesblockupy.wordpress.com/2013/05/10/uni-goes-blockupy-aufruf-in-deutsch/).

Auf nach Frankfurt! Für eine lebenswerte Zukunft und eine solidarische Gesellschaft!

Termine:

23.5., 18h: „Aufruhr in Südeuropa? Der Euro, Austeritätspolitik und die Rolle Deutschlands“ mit Christina Kaindl (Zeitschrift Luxemburg) und Trevor Evans (Professor der Hochschule für Wirtschaft und Recht, Berlin) an der TU Berlin, Hauptgebäude, Straße des 17. Juni 135, Raum H 300 (http://unigoesblockupy.wordpress.com/2013/05/16/aufruhr-in-sudeuropa-der-euro-austeritatspolitik-und-die-rolle-deutschlands/)

27.5., 12h: Aktionstraining an der Uni, Foyer der Mensa II, Silberlaube (http://unigoesblockupy.wordpress.com/termine/)

27.5., 19h: „Letzte Infos für Frankfurt/Main“, Informationsveranstaltung der Berliner Blockupy-Plattform im SO 36, Oranienstr. 190 (https://berlin.blockupy-frankfurt.org/event/letzte-infos-fur-ffm/)

30.5.-1.6.: Blockupy-Aktionstage in Frankfurt/Main (http://blockupy-frankfurt.org/)

Mehr Infos:

Uni Goes Blockupy: http://unigoesblockupy.wordpress.com/

Infos zu den Protesten und dem Ablauf der Aktionstage: http://blockupy-frankfurt.org/

Infos zur Berliner Blockupy-Plattform und zur Anreise: http://berlin.blockupy-frankfurt.org/ & http://berlin.blockupy-frankfurt.org/anreise/

„UNI GOES BLOCKUPY“

Ist es nötig, dass nur noch gelehrt und geforscht wird, was von wirtschaftlichem Interesse ist?

Willst du akzeptieren, dass unter diesen Bedingungen dein Stundenplan von anderen bestimmt wird?

Willst du ein System unterstützen, dass dich nach abgeschlossenem Studium zur Langzeitpraktikantin macht, die nur mit Glück eine befristete Stelle erhält.

Denkst du, dass Bildung ein Menschenrecht sein sollte?

Deine Miete steigt und du fragst dich nach den Gründen?

BILDUNG IN DER KRISE

Weißt du, wie es in anderen Ländern aussieht?

In Großbritannien wurden die Studiengebühren so massiv erhöht, dass viele nur studieren können, wenn sie danach ein Leben lang Kredite abbezahlen. In Spanien ist mehr als ein Drittel der Jungakademiker_innen arbeitslos, und wer einen Job hat, verdient durchschnittlich nicht mehr als 1000 Euro. In Griechenland werden Universitäten privatisiert oder gleich ganz geschlossen, während Schüler_innen im Unterricht vor Hunger zusammenbrechen.

DER KERN DES PROBLEMS

Das alles passiert nicht zufällig, sondern hat eine gemeinsame Ursache: Entscheidungen, die zugunsten von Kapitalinteressen getroffen werden. Nichts anderes ist die europäische Krisenpolitik, in der Milliarden dafür ausgegeben werden, Banken zu retten, aber gleichzeitig bei Sozial- und Bildungsausgaben massiv gekürzt wird – besonders auf den Druck Deutschlands. Demokratische Grundsätze missachtend werden Entscheidungen gefällt, die am Ende Menschen treffen, die dabei nie ein Mitspracherecht hatten.

WAS TUN?

Wir wollen uns dieser Politik nicht beugen. Einer Politik die europaweit soziale Sicherungs- und Bildungssysteme kaputtspart stellen wir uns entschlossen entgegen. Als Studis kämpfen wir gemeinsam gegen die Sparpolitik der Troika. Unsere Alternative heißt Solidarität. Solidarität mit Student_innen in ganz Europa und der ganzen Welt. Solidarität mit allen, die unter der Sparpolitik und dem Krisenmanagement leiden. Wir lassen uns nicht vereinzeln durch Wettbewerbsdruck, Konkurrenzkampf und Nationalismus. Weder an der Uni, noch anderswo. Um das zu zeigen fahren wir nach Frankfurt zu den Blockupy- Aktionstagen. Dorthin, wo die EZB ihren Sitz hat, die mit ihrer Politik die Krise massiv verstärkt. Dort werden wir unseren Protest mit Menschen aus ganz Europa auf die Straße bringen. Nationalistische Thesen hetzen uns nicht gegeneinander auf. Unser Europa wird solidarisch von unten aufgebaut. Wir wollen unseren Protest aus den Universitäten nach Frankfurt tragen, weil wir diese Missstände an der Uni nicht angreifen können, ohne uns gegen die Krisenpolitik und das dahinterstehende kapitalistische System zu wenden.

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