{"id":126,"date":"2011-01-13T16:30:58","date_gmt":"2011-01-13T15:30:58","guid":{"rendered":"http:\/\/fsiosi.blogsport.de\/?p=126"},"modified":"2011-01-13T16:30:58","modified_gmt":"2011-01-13T15:30:58","slug":"gremienbericht-vom-mittwoch-12-1-instituts-und-fachbereichsrat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/fsi_osi\/2011\/01\/13\/gremienbericht-vom-mittwoch-12-1-instituts-und-fachbereichsrat\/","title":{"rendered":"Gremienbericht vom Mittwoch, 12.1. \u2013 Instituts- und Fachbereichsrat"},"content":{"rendered":"<p>Mittwochvormittag ist ja bekanntlich immer Gremienzeit am OSI beziehungsweise am Fachbereich PolSoz. Die im Laufe der letzten Zeit leider zur Regel gewordene Unsitte, Institutsrat (IR) und Fachbereichsrat (FBR) direkt hintereinander abzuhalten, bescherte den Gremienvertreter_innen und allen Interessierten auch gestern wieder eine anstrengende und fr\u00fchmorgens beginnende Doppelsitzung. <\/p>\n<p>Los ging es, wie so h\u00e4ufig, mit dem Institutsrat des OSI. Nach einer ca. halbst\u00fcndigen (!) Diskussion \u00fcber die Tagesordnung konnte schlie\u00dflich in die Sitzung gestartet werden. Auf Anfrage des FSI-Vertreters zeigten sich die IR-Mitglieder sehr aufgeschlossen, \u00fcber Ma\u00dfnahmen zur Bew\u00e4ltigung des erwarteten Ansturms von Studierenden im n\u00e4chsten Wintersemester zu diskutieren. Wie sicherlich bekannt ist, kommen dann die doppelten Abiturjahrg\u00e4nge aus Bayern und Hessen sowie einige zehntausend, nicht mehr zum Wehr- oder Zivildienst eingezogene M\u00e4nner auf die Universit\u00e4ten zu. Das Problem soll zeitnah (nach Abschluss der Lehrplanung f\u00fcr das Sommersemester 2011) in der Ausbildungskommission (ABK) behandelt werden. Auf Grundlage konkreterer Daten und den Vorschl\u00e4gen der ABK will das OSI dann bei den Zielvereinbarungsverhandlungen mit dem Fachbereich und dem Pr\u00e4sidium Ma\u00dfnahmen ergreifen &#8211; auch die Einforderung zus\u00e4tzlicher Mittel war im Gespr\u00e4ch. Wir halten eine Intervention hier f\u00fcr sinnvoll, um den NC f\u00fcr Politikwissenschaft nicht noch weiter in die H\u00f6he zu treiben. <\/p>\n<p>Ebenfalls sehr einm\u00fctig kam der IR zu einem Beschluss, den Organisator_innen des Institutstags im Dezember die entstandenen Kosten zur\u00fcck zu erstatten. Daf\u00fcr wird Geld aus dem Zentralhaushalt des OSI verwendet. <\/p>\n<p><strong>Der Masterstudiengang Umweltmanagement &#8211; Kontroverse um eine Umgestaltung<\/strong><\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend stellte Fr. J\u00f6rgensen das Konzept f\u00fcr eine \u00dcberarbeitung des MA-Studiengangs &#8222;Technisches und betriebliches Umweltmanagement&#8220; vor. Dieser ist derzeit ziemlich von technischen Inhalten gepr\u00e4gt und entsprechend eher f\u00fcr Studierende, die zuvor eine Naturwissenschaft studiert haben, interessant. Das ist wohl der gr\u00f6\u00dfte Punkt, der sich nun \u00e4ndern soll: der &#8211; in Zukunft englischsprachige &#8211; Studiengang soll st\u00e4rker sozialwissenschaftlich ausgerichtet werden, dazu einen gr\u00f6\u00dferen Forschungsschwerpunkt bekommen, aus dem sich eventuell auch eine Graduiertenschule entwickeln k\u00f6nnte. Die ge\u00e4nderte Ausrichtung des Masters soll eine bessere Anbindung an das \u00fcbrige Angebot des Fachbereichs gew\u00e4hrleisten, zieht aber nat\u00fcrlich auch eine \u00c4nderung der Modul- und Pr\u00fcfungsstruktur nach sich. Die neugestaltete Studienordnung wird, sofern alles glatt geht, bereits im Wintersemester 2011\/12 in Kraft treten. Dann k\u00f6nnten bereits die ersten 20-30 Studierenden sich f\u00fcr diesen Master einschreiben; Voraussetzung ist ein Politikwissenschaft- oder &#8222;vergleichbares&#8220; Studium, wobei f\u00fcr letzteres die H\u00fcrden nicht allzu hoch sein sollen. Studiengeb\u00fchren werden f\u00fcr den Studiengang nicht erhoben.<br \/>\nDiese Reform h\u00e4tte den Vorteil, dass es bessere Austauschm\u00f6glichkeiten mit den anderen Masterprogrammen (Politikwissenschaft und IB) des OSI geben w\u00fcrde. Dies warf nat\u00fcrlich schnell die Frage auf, ob die Veranstaltungen dieses &#8222;Umwelt-Masters&#8220; teilnahmebeschr\u00e4nkt sein w\u00fcrden, vergleichbar den Seminaren des MA Gender und Diversity am OSI. Hier dr\u00fcckte sich Fr. J\u00f6rgensen vor einer eindeutigen Antwort: zwar meinte sie zun\u00e4chst, dass eine Teilnahmebegrenzung &#8222;eher nicht&#8220; geplant sei, machte jedoch keine konkreteren Angaben dazu und wiederholte auch diese Tendenzaussage nicht. Die Vertreter_innen des Master IB &#8211; von professoraler wie von Mittelbau-Seite &#8211; zeigten wenig Verst\u00e4ndnis f\u00fcr diese Haltung und verwiesen auf &#8222;ihre&#8220; Veranstaltungen, bei denen laut eigener Aussage schon mal 80-100 Studierende aller m\u00f6glichen Studieng\u00e4nge drin s\u00e4\u00dfen. Auch die Auswirkungen auf das Lehrdeputat, etwa. von Prof. Miranda Schreurs, sind noch nicht eindeutig gekl\u00e4rt. Um all diese Fragen soll sich nun die ABK k\u00fcmmern, der IR besch\u00e4ftigt sich voraussichtlich in der Sitzung am 26.1. erneut mit dem Thema. <\/p>\n<p><strong>Euro-\/Transatlantic Master &#8211; viel Zoff um eine Formfrage<\/strong><\/p>\n<p>Um eine nur auf den ersten Blick \u00e4hnliche Frage ging es beim n\u00e4chsten Tagesordnungspunkt, einer Struktur\u00e4nderung beim Masterprogramm &#8222;Euromaster bzw. Transatlantic Master&#8220;. Dieses &#8211; derzeit &#8211; von Ingo Peters betreute Projekt existiert bereits seit 1996 in einer Kooperation aus verschiedenen Unis in Berlin, Gro\u00dfbritannien, den USA, Spanien und weiteren L\u00e4ndern. Dieser Master kostet jeden\/_r seiner ca. 70 Teilnehmer_innen stattliche 15 000 Euro Studiengeb\u00fchren f\u00fcr zwei Jahre Studium. Die Verwaltung des Berliner Studienprogramms geschieht derzeit in einer Gemeinsamen Kommission von HU und FU\/OSI &#8211; diese soll nach dem Willen der Kommission nun aufgel\u00f6st und durch einen Kooperationsvertrag ersetzt werden. Dies m\u00fcssen allerdings die beteiligten akademischen Gremien (FBR PolSoz und Fakult\u00e4tsrat Sozialwissenschaften an der HU) vornehmen. Ingo Peters wollte hierzu nun eine Empfehlung des IR OSI, dass dieser einen solchen Schritt unterst\u00fctzt. Inhaltliche \u00c4nderungen am Studiengang soll es dagegen keine geben. Dennoch entspann sich eine l\u00e4ngere Diskussion, die mit dem &#8211; diesmal durch die direkt anschlie\u00dfende FBR-Sitzung legitimierten &#8211; ber\u00fcchtigten &#8222;Zeitdruck&#8220;-Argument von Seiten der Professor_innen schlie\u00dflich abgew\u00fcrgt wurde. Auch ein Versuch, die Debatte analog zum Umweltmaster in die ABK zu verlegen, scheiterte &#8211; nicht ganz zu Unrecht, immerhin geht es hier kaum um Fragen der Studienordnungen oder des Lehrangebots. Die abschlie\u00dfende Abstimmung ging schlie\u00dflich bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung zu Gunsten einer Aufl\u00f6sung der Gemeinsamen Kommission aus. <\/p>\n<p>Letzter Tagesordnungspunkt war die aus selbst f\u00fcr die Sitzungsleitung nicht nachvollziehbaren Gr\u00fcnden in den nicht-\u00f6ffentlichen Teil &#8222;gerutschte&#8220; Besetzung einer Berufungskommission f\u00fcr G\u00f6tz Aly, der eine Apl.-Professur (was das ist: <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Apl._Professor#Au.C3.9Ferplanm.C3.A4.C3.9Fige_Professoren\"><em>Wikipedia<\/em><\/a> wei\u00df die Antwort) am OSI erhalten soll. Dieses Vorhaben war bereits vor einiger Zeit zun\u00e4chst gescheitert, nun erfolgt also ein neuer Anlauf. Wir geben uns M\u00fche, \u00fcber die weiteren Entwicklungen zu berichten. <\/p>\n<p><strong>Hoher Besuch im Fachbereichsrat<\/strong><\/p>\n<p>Direkt im Anschluss und ungew\u00f6hnlich p\u00fcnktlich (nahezu s.t.!) begann die Sitzung des Fachbereichsrats. Die Sitzung war so gut besucht wie zuletzt bei den h\u00f6chst kontroversen Entscheidungen etwa zur Ideengeschichte, der Grund war dieses Mal aber ein anderer: der Pr\u00e4sident der Freien Universit\u00e4t Berlin, Univ.-Prof. Dr. Peter-Andr\u00e9 Alt h\u00f6chstpers\u00f6nlich, war zu Besuch. Er stellte die Eckpunkte des neuen &#8222;Zukunftskonzeptes&#8220; vor, mit dem die FU 2012 in der zweiten Runde der Exzellenzinitiative punkten will. Dies ist zweifellos ein Fortschritt gegen\u00fcber dem Vorgehen zur ersten Exzellenzinitiative: da \u00fcbernahm diese Pr\u00e4sentation im Fr\u00fchjahr 2008 &#8211; also ein gutes halbes Jahr <strong>nach<\/strong> der Entscheidung und ca. 2 Jahre nach Einreichen des Konzepts &#8211; die damalige Vizepr\u00e4sidentin Ursula Lehmkuhl. Auch wenn das detaillierte Konzept aus Furcht vor Industrie&#8230;\u00e4h, Universit\u00e4tsspionage wieder erst nach der Entscheidung ver\u00f6ffentlicht werden soll, geben die Eckpunkte doch zumindest einen Einblick in das, was auf die FU nach dem Willen ihrer Exzellenz-Beauftragten so zukommen soll. <\/p>\n<p><strong>&#8222;Internationale Netzwerkuniversit\u00e4t&#8220; am &#8222;Forschungscampus Dahlem&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Das bereits bestehende Konzept der &#8222;Internationalen Netzwerkuniversit\u00e4t&#8220; soll zun\u00e4chst einmal beibehalten werden, wird aber um eine weitere Komponente erg\u00e4nzt: dem Ausbau des &#8222;Wissenschaftsstandorts Dahlem&#8220; zum &#8222;Forschungscampus&#8220;. Dazu soll die Kooperation mit den Max-Planck-Instituten (MPIs) und anderen au\u00dferuniversit\u00e4ren wissenschaftlichen Einrichtungen, etwa den Zentren der Helmholtz-Gesellschaft oder dem Wissenschaftszentrum Berlin, intensiviert werden. Die entsprechenden Verhandlungen laufen bereits, nach Aussagen Alts mit guten Erfolgsaussichten. Die strategischen Zentren aus der ersten Runde des Exzellenzwettbewerbs werden umgestaltet und umbenannt &#8211; aus dem &#8222;Center for Cluster Development&#8220; wird bspw. das &#8222;Center for Research Strategies&#8220;. \u00dcber diese Zentren soll dann sowohl regional als auch international &#8211; in bester FU-Neusprech-Tradition: &#8222;regional globality&#8220; &#8211; Spitzenforschung organisiert werden. <\/p>\n<p><strong>F\u00f6rderung der Lehre &#8211; \u00fcber Umwege<\/strong> <\/p>\n<p>Eine weitere tragende S\u00e4ule des Konzepts ist die Nachwuchsf\u00f6rderung (nein, ihr hoffnungsfroh blickenden BA-Studis, damit seid nicht ihr gemeint): die FU will &#8222;exzellenten&#8220; wissenschaftlichen Nachwuchs, also Graduierende und Graduierte, anlocken und vor allem auch halten. Dazu hat sich unsere Universit\u00e4tsleitung ein &#8222;Karrierewege-Modell&#8220; \u00fcberlegt, das von der Promotion in den Graduiertenschulen \u00fcber die Postdoc-Phase bis hin zu einer m\u00f6glichen ersten (befristeten) Professur dem Nachwuchs unter die Arme greifen soll. Daf\u00fcr wird es verschiedene Stipendien &#8211; inklusive eines &#8222;Time-out grants&#8220;, der eine R\u00fcckzugs- und Reflektionszeit erm\u00f6glichen soll &#8211; geben, aber auch eine Anschubf\u00f6rderung f\u00fcr eigene wissenschaftliche Projekte, wenn mensch etwa bei keinem bereits bestehenden Projekt unterkommt. Der H\u00f6hepunkt des Karrierewegs, zumindest im Rahmen des Exzellenzkonzepts, soll eine von 12 noch zu schaffenden W2-Professuren sein, die aus einem zentralen Pool auf f\u00fcnf Jahre vergeben werden.<br \/>\nDa eine direkte F\u00f6rderung der Lehre im Rahmen des Exzellenzwettbewerbs nicht m\u00f6glich ist, wird nach dem Zukunftskonzept eine recht ausf\u00fchrliche Lehr- und Leitungsqualifikation f\u00fcr Doktorand_innen in Zukunft zum &#8222;Markenkern&#8220; der FU geh\u00f6ren. <\/p>\n<p>Nach der immerhin einst\u00fcndigen Pr\u00e4sentation von Alt blieb die Gelegenheit, Fragen zu stellen und Anmerkungen zu \u00e4u\u00dfern. Von dieser M\u00f6glichkeit wurde auch rege Gebrauch gemacht: so merkte etwa Thomas Risse an, dass ein &#8222;Forschungscampus Dahlem&#8220; nur begrenzte Attraktivit\u00e4t f\u00fcr Sozialwissenschaftler_innen besitze, da die meisten der dort ans\u00e4\u00dfigen Institute naturwissenschaftliche Forschung betrieben. Alt versprach, dass sich das Konzept nicht nur auf Dahlem beschr\u00e4nken werde, sondern den gesamten Berliner S\u00fcdwesten, inklusive Potsdam, umfassen solle. Wir werden sehen, ob sich der schon w\u00e4hrend der ersten Exzellenzinitiative h\u00e4ufig ge\u00e4u\u00dferte Kritikpunkt der Bevorzugung natur- und ingenieurwissenschaftlicher F\u00e4cher auch in der zweiten Runde fortsetzt. Nach derzeitigem Stand \u00fcberzeugend wirkte hingegen die Zusicherung des Pr\u00e4sidenten, alle Fachbereiche und Stellen erhalten zu wollen, und keine zus\u00e4tzlichen Professuren \u00fcber die Exzellenziniative einzustellen, f\u00fcr die dann Mittel gespart werden m\u00fcssten. Problematisch k\u00f6nnte f\u00fcr die grundst\u00e4ndige Lehre jedoch werden, dass die angedachten Mentoring-Programme f\u00fcr Graduierte auf das Lehrdeputat der Betreuer_innen angerechnet werden. In anderen Worten: wer zwei Semesterwochenstunden lang 5 Doktorand_innen betreut, erf\u00fcllt das Lehr-Soll genauso wie ein_e Professor_in, die eine normale Vorlesung f\u00fcr 300 Erstsemester gibt. Das bedeutet, je nach konkreter Ausgestaltung, eine weitere Herabsetzung der ohnehin h\u00e4ufig geringgesch\u00e4tzten und an Lehrbeauftragte abgegebenen Lehre im Bereich der Grundausbildung. Auch die Zukunft des &#8222;Berufsstands&#8220; des\/der Wissenschaftlichen Mitarbeiter_in ist nach dem derzeitigen Konzept unsicher, an eine Vereinbarkeit von Graduiertenstipendien und Familienplanung wurde anscheinend bis zur gestrigen Sitzung und einer entsprechenden Nachfrage von Cilja Harders noch gar nicht gedacht. <\/p>\n<p>Auch wenn mensch von der &#8211; w\u00e4hrend der ersten Runde des Exzellenzwettbewerbs bereits \u00fcberaus h\u00e4ufig ge\u00e4u\u00dferten &#8211; grunds\u00e4tzlichen Kritik an Exzellenzwettbewerb und einer Unterteilung der Hochschullandschaft in &#8222;Elite&#8220; und &#8222;den Rest&#8220; absieht, weist das derzeitige Konzept also durchaus Schw\u00e4chen auf. Jedenfalls in der Form, in der es bisher pr\u00e4sentiert wurde. <\/p>\n<p><strong>BRD-Professur &#8211; Pr\u00e4sidiumseinmischung und kein Ende<\/strong><\/p>\n<p>Solange Alt noch da war, konnten ihn die FBR-Vertreter_innen auch gleich noch ein wenig zu seiner Einmischung in die Ausschreibung f\u00fcr eine Professur &#8222;Politisches System der BRD&#8220; am OSI befragen. Hintergrund: schon vor Monaten beschloss der FBR, eine Professur der Gehaltsstufe &#8222;W2\/W3&#8220; auszuschreiben. Damit sollte es der Berufungskommission \u00fcberlassen bleiben, ob sie eine_n Kandidat_in auf W2 (weniger Gehalt, weniger Ausstattung, ressourcenschonender f\u00fcr den Fachbereichshaushalt) oder auf eine W3-(mehr Gehalt usw.)Stelle beruft. Dies h\u00e4tte vor allem dem OSI Spielr\u00e4ume gelassen, eventuell frei werdende Mittel f\u00fcr weitere brachliegende Bereiche zu nutzen. Jedoch sieht der Germanist Alt die Professur f\u00fcr &#8222;Politisches System der BRD&#8220; als eine &#8222;Eckprofessur der Politikwissenschaft&#8220; an, die unter seiner \u00c4gide ausschlie\u00dflich auf W3 zu berufen ist. Selbstverst\u00e4ndlich ist die Professur wichtig, und ein_e gut qualifizierte_r Kandidat_in h\u00e4tte sicherlich auch Chancen auf eine W3-Stelle, jedoch wollte sich die Mehrheit im FBR nunmal die Wahl offen halten. Hier zeigte sich Alt jedoch erstaunlich kompromisslos; erstaunlich deshalb, weil es hier wohl kaum um einen gr\u00f6\u00dferen Konflikt geht. Um seine Position einer unbedingt n\u00f6tigen W3-Besetzung zu halten, bietet das Pr\u00e4sidium mittlerweile sogar die Finanzierung einer WiMi-Stelle aus zentralen Mitteln an. Allerdings nur f\u00fcr die ersten vier Jahre &#8211; woher danach das n\u00f6tige Geld kommen soll, bleibt bisher offen. Fortsetzung des Streits: bei n\u00e4chsten FBR-Sitzung, dann vermutlich ohne Pr\u00e4sidenten. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittwochvormittag ist ja bekanntlich immer Gremienzeit am OSI beziehungsweise am Fachbereich PolSoz. Die im Laufe der letzten Zeit leider zur Regel gewordene Unsitte, Institutsrat (IR) und Fachbereichsrat (FBR) direkt hintereinander abzuhalten, bescherte den Gremienvertreter_innen und allen Interessierten auch gestern wieder eine anstrengende und fr\u00fchmorgens beginnende Doppelsitzung. 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