{"id":197,"date":"2012-05-24T15:29:35","date_gmt":"2012-05-24T14:29:35","guid":{"rendered":"http:\/\/fsiosi.blogsport.de\/?p=197"},"modified":"2012-05-24T15:29:35","modified_gmt":"2012-05-24T14:29:35","slug":"bericht-vom-institutsrat-am-23-5-12","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/fsi_osi\/2012\/05\/24\/bericht-vom-institutsrat-am-23-5-12\/","title":{"rendered":"Bericht vom Institutsrat am 23.5.12"},"content":{"rendered":"<p><strong>Vorspiel<\/strong><br \/>\nSo fr\u00fch 9.00 Uhr morgens f\u00fcr Gremiensitzungen f\u00fcr manche von uns ist, das Aufstehen f\u00e4llt doch bedeutend leichter wenn es drau\u00dfen warm und nicht stockdunkel ist. Umso gel\u00f6ster und herzlicher war die Stimmung bei den Institutsratsmitgliedern denen man ansah dass auch an Bibliotheks und B\u00fcrositzer_innen der Sommer nicht spurlos vorbeigeht. Es ging deswegen nicht weniger hart zur Sache.<\/p>\n<p><strong>GIGAs Griffel am OSI<\/strong><br \/>\nDas German Institute for Global and Area Studies (GIGA), hat seit einiger Zeit Bestrebungen seinen Mitarbeitern Andreas Mehler und Bert Hoffmann die Professorenw\u00fcrde zu verleihen und sie am OSI anzusiedeln. Vor zwei Jahren sollten den beiden sogenannte S-Professuren verliehen werden, und dieser Plan wurde auch mit knapper Mehrheit gegen die studentischen Stimmen im OSI IR best\u00e4tigt. Aus uns unbekannten Gr\u00fcnden zog das GIGA dann sein Angebot zur\u00fcck und baut nun stattdessen darauf, dass das OSI den beiden eine Honorarprofessur verleiht. Eine Honorarprofessur wird komplett vom GIGA getragen, hat keinerlei Anspr\u00fcche auf Ausstattung von Seiten des OSI, muss 1 Semesterwochenstunde Lehre erbringen (wobei diese in die Kapazit\u00e4tsberechnung miteinflie\u00dft) und hat aktives Wahlrecht. Erinnern wir uns, dass das GIGA letzten Sommer kurz Thomas Risse als neuen Chef berief (er aber absagte) kann mensch sich ungef\u00e4hr vorstellen welches Wissenschaftsverst\u00e4ndnis dort vorherrscht. Zusammengefasst bekommt das GIGA also Professorentitel und Risse und B\u00f6rzel vermutlich neue Allianzen, schlimmstenfalls Stimmvolk. Wir sorgen uns um Mehrheiten, wir m\u00f6chten auch Gremien mit unserer Anwesenheit nicht legitimieren in denen die Mehrheitsverh\u00e4ltnisse undemokratisch, das Ergebnis schon klar, und unsere Stimme au\u00dfer zum Ja sagen kein Gewicht hat. Deswegen haben wir keine studentischen Gremienmitglieder f\u00fcr diese Kommission benannt. Im Falle von Mehler ist die Geschichte allerdings etwas komplexer, denn sein Spezialbereich ist Afrika, also der Bereich, der Jahr um Jahr von Salua Nour alleine gestemmt wird und in dem alle Bem\u00fchungen um auch nur eine Professur bisher fehlschlugen. Aus diesem Grund haben wir die studentische Interessengruppe f\u00fcr mehr Afrika-Lehre am OSI das Angebot gemacht, doch selbst ein Mitglied f\u00fcr diese Kommission zu stellen, das wir dann nachtr\u00e4glich benennen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Die Ambitionen des GIGA eigene Professoren zu stellen spiegelt die bundesweite Entwicklung des Bedeutungsgewinns gro\u00dfer nichtuniversit\u00e4rer Forschungseinheiten wider. Die Max Planck-Gesellschaft akquiriert sehr viele Gelder und versucht seit einiger Zeit das Promotionsrecht zu erlangen, und das macht Universit\u00e4ten und auch Profs an diesem Institut nerv\u00f6s. Vor dem Hintergrund ist es keine schlechte L\u00f6sung, so Risse, einen strukturierten Weg f\u00fcr Mitglieder dieser Gesellschaften zum Professorentitel zu erm\u00f6glichen um die Position der Universit\u00e4ten mittelfristig zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p><strong>B\u00f6rzel zapft Leistungsmittel f\u00fcr Grundhaushalt ab.<\/strong><br \/>\nWieviel verkehrt in diesem Saftladen l\u00e4uft l\u00e4sst sich manchmal eben doch am besten mithilfe von kalten klaren Zahlen verdeutlichen. 20.000 \u20ac Grundhaushalt stehen dem OSI als Grundhaushalt zur Verf\u00fcgung, \u201eerg\u00e4nzend\u201c kommen dann noch die 135.000\u20ac Leistungsmittel hinzu, die zu Lenzen-Zeiten nicht vom Institut angetastet werden und direkt an die Kostenstellen ausgesch\u00fcttet werden sollen. Eine abwegige Forderung damals wie heute, denn die \u00fcberschlagenen laufenden Kosten in diesem Jahr werden sich auf ca. 55.000\u20ac belaufen. Das Minus von 35.000\u20ac muss also von den Leistungsmitteln einbehalten werden. Alles in allem ist das der Stoff f\u00fcr ein ziemlich absurdes Finanzierungskonzept in dem ein simulierter Wettbewerb der Institute und Fachbereiche unmittelbare Auswirkungen auf deren M\u00f6glichkeit hat Klopapier und Telefone zu bezahlen.  Ein m\u00f6glicher Schritt mit dieser Situation umzugehenw\u00e4re, sich im Institutsrat darauf zu verst\u00e4ndigen, Leistungsmittel gleich in der Form umzuwidmen dass nicht jede Kostenstelle ihr Veto einlegen kann, sodass de facto ein angemessener Grundhaushalt bestehen w\u00fcrde (ein Vorschlag von uns in der letzten Sitzung ging genau in diese Richtung und wurde abgeschmettert). Dass passiert aber nicht, weil es einige Profs geschafft haben sich mit  Machtspielchen und Kungelei eine starke Position am Institut zu sichern  und nebenbei die Reste von Vertrauen und politischer Kultur am OSI nachhaltig in die Tonne zu treten. Ironisch dabei ist, dass GD B\u00f6rzel in ihrer allumfassenden Umarmungsstrategie meist in der \u201ewir\u201c-Form f\u00fcr das OSI spricht und ihren Kolleg_innen von \u201eAlleing\u00e4ngen\u201c abr\u00e4t w\u00e4hrend sie in der Vergangenheit gezeigt hat wie hervorragend Sie ihr Eigeninteresse zu Lasten des Instituts vertreten kann.<\/p>\n<p>Mit der konsensualen Verabschiedung des studentischen Vorschlags zur BA-Reform scheint sich das Blatt am OSI ein wenig gewendet zu haben. Kooperationsangebote gingen mittlerweile so weit, dass B\u00f6rzel sich aus Eigeninitiative bereiterkl\u00e4rte unsere Veranstaltung zu Critical Governance-Studies am Donnerstag per Email im gesamten Institut anzuk\u00fcndigen, Risse warf uns sogar vor, dass wir die Veranstaltung ruhig mit dem SFB 700 in Kooperation h\u00e4tten organisieren k\u00f6nnen. Aber keine Sorge, wenn der SFB schon \u201eeingebettet\u201c ist, m\u00fcssen wir nicht auch noch dazuspringen. Die Kooperationsbereitschaft in diesem Fall h\u00e4ngt sicherlich einerseits mit dem &#8222;gro\u00dfen Namen&#8220; von Bob Jessop zusammen, andererseits aber zeigt es dass sich die Situation in den Gremien am OSI verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig entspannt hat.<\/p>\n<p>K\u00e4mpfe werden aber immer noch gef\u00fchrt nur gerade hinter den Kulissen und geringer Interventionsm\u00f6glichkeit in den Gremien. Der Streit, wie viele Dauerstellen dem OSI zur Verf\u00fcgung stehen hat unmittelbare Auswirkung auf die St\u00e4rkung bzw. Schw\u00e4chung der jeweiligen Kostenstellen. Mangels gerechter Regelung werden ungeliebte Aufgaben geramscht, mit dem Ziel, m\u00f6glichst das eigene Schiffchen im Trockenen zu behalten. B\u00f6rzel hat als GD da selbstverst\u00e4ndlich eine privilegierte Position, weil sie formell dazu in der Lage ist f\u00fcr das OSI zu sprechen.<\/p>\n<p><strong>Sonstiges<\/strong><br \/>\nDie Entscheidung der Kommission zur Nachwuchsf\u00f6rderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen steht noch aus, und selbst die ist offenbar nicht endg\u00fcltig, weil das Pr\u00e4sidium selbst noch einmal die Gelegenheit hat zu entscheiden welchen Antr\u00e4gen letztlich stattgegeben wird. Wenn mensch sich vor Augen h\u00e4lt, dass Risse \u00fcber den f\u00fcrs OSI zust\u00e4ndigen Vizepr\u00e4sident V\u00e4th einen direkten Draht ins Pr\u00e4sidium hat, kann mensch sich ausrechnen wie die Chancen derzeit stehen.<\/p>\n<p>Ab jetzt stehen dem OSI Haushalt im Jahr 5000\u20ac zur F\u00f6rderung studentischer Projekte zur Verf\u00fcgung. Mit bis zu 500\u20ac f\u00f6rdert das Institut Veranstaltungen, Exkursionen und andere Projekte. Eckpunkte der Vergabe sind eine Stichtagsregelung, breite Streuung der Information und bestimmte nichtausschlie\u00dfende Richtlinien zur Priorisierung (mind. 10 Studierende profitieren, Projekte sind studentisch organisiert, haben einen Bezug zu institutsrelevanten Themen, sind an am OSI schwach bzw. gar nicht vorhandene Bereiche angegliedert, mind. 20\u20ac Eigenbeteiligung pro Exkursionstag u.a.). Die Regelung bringt dem OSI mehr Transparenz in der Mittelvergabe, st\u00e4rkt studentische Initiative am Institut, und die Richtlinien sind gr\u00f6\u00dftenteils aus unserer Feder und machen uns nicht unzufrieden.<\/p>\n<p>Ein Neuanfang bahnt sich in der Studienreformkommission an. Der Master soll nun erst zum \u00fcbern\u00e4chsten WiSe fertiggemacht werden, das bringt Zeit und ein Personalkarussell. Miranda Schreuers beerbt Thomas Risse in der Koordinator_innenposition und hat sich vorab uns schon wesentlich kooperativer gezeigt. Es zeichnet sich aber ab, dass der Streit um die Theorie nun im Master in die n\u00e4chste Runde geht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorspiel So fr\u00fch 9.00 Uhr morgens f\u00fcr Gremiensitzungen f\u00fcr manche von uns ist, das Aufstehen f\u00e4llt doch bedeutend leichter wenn es drau\u00dfen warm und nicht stockdunkel ist. Umso gel\u00f6ster und herzlicher war die Stimmung bei den Institutsratsmitgliedern denen man ansah dass auch an Bibliotheks und B\u00fcrositzer_innen der Sommer nicht spurlos vorbeigeht. 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