{"id":211,"date":"2012-11-23T09:48:46","date_gmt":"2012-11-23T08:48:46","guid":{"rendered":"http:\/\/fsiosi.blogsport.de\/2012\/11\/23\/bericht-vom-institutsrat-vom-21-11-12\/"},"modified":"2012-11-23T09:48:46","modified_gmt":"2012-11-23T08:48:46","slug":"bericht-vom-institutsrat-vom-21-11-12","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/fsi_osi\/2012\/11\/23\/bericht-vom-institutsrat-vom-21-11-12\/","title":{"rendered":"Bericht vom Institutsrat vom 21.11.12"},"content":{"rendered":"<p>Was passiert, wenn im regelm\u00e4\u00dfigen Treffen der Professor_innen (dem so genannten \u201eProfessorium\u201c) mal nicht alle relevanten Fragen und Entscheidungen schon im Voraus ausgekl\u00fcngelt werden \u2013 mit anderen Worten also: wenn der Institutsrat ausnahmsweise mal tats\u00e4chlich zum  Ort der Diskussion und Entscheidungsfindung wird, f\u00fcr die er ja eigentlich auch vorgesehen ist \u2013 konnte mensch heute in einer Institutsratssitzung beobachten, in der wahrlich die Fetzen flogen. Gestritten wurde vor allem um die Planung des kommenden OSI-Master, aber auch um andere Fragen. Ein kurzer \u00dcberblick:<\/p>\n<p><strong>Die Masterfrage am OSI<\/strong><\/p>\n<p>Seit L\u00e4ngerem schon zieht sich die Auseinandersetzung darum, wie der neue, reformierte OSI-Master aussehen soll. Denn die mit der Erarbeitung beauftragte Studienreformkommission steht vor dem Problem, zwei Faktoren zusammenbringen zu m\u00fcssen, die in der aktuellen Situation des OSIs gegenl\u00e4ufiger nicht sein k\u00f6nnten: einerseits die bestehenden Lehrkapazit\u00e4ten ber\u00fccksichtigen, andererseits Spezialisierungen erm\u00f6glichen. Die Gegenl\u00e4ufigkeit dieser beiden Faktoren r\u00fchrt daher, dass es schon jetzt vollst\u00e4ndig spezialisierte Master gibt, und zwar in den kapazit\u00e4tsst\u00e4rksten Bereichen: den IB-Master und den Umwelt-Master (s.u.). Der jetzt zu konzipierende, &#8218;allgemeinere&#8216; Master steht nun also vor der schwierigen Aufgabe, genau f\u00fcr jene Bereiche Spezialisierungsm\u00f6glichkeiten anzubieten, die oftmals durch jahrelange Austrocknung und Marginalisierung nur noch sehr magere Lehrkapazit\u00e4ten aufweisen \u2013 und der Master l\u00e4uft damit Gefahr, zu \u201eRudis Resterampe\u201c zu werden. <\/p>\n<p>Im heutigen Institutsrat sollte nun eine Richtungsentscheidung getroffen werden: soll ein schon von vornherein spezialisierter Master \u201eHerrschaft und gesellschaftlicher Wandel\u201c bzw. \u201ePolicy und gesellschaftlicher Wandel\u201c entstehen, oder ein Master, der allgemein beginnt und der dann mehrere, quasi trichterf\u00f6rmige Spezialisierungsm\u00f6glichkeiten entlang der vier Problemschwerpunkte \u201eHerrschaft &amp; Legitimit\u00e4t\u201c, \u201eGovernance im Mehrebenensystem\u201c, \u201eRegionale Transformation\u201c oder \u201ePolitik &amp; Globalisierung\u201c bietet. W\u00e4hrend sich zun\u00e4chst darum gestritten wurde, welcher Lehrstuhl zu welchen Problemschwerpunkten Kapazit\u00e4ten beizusteuern habe, wie es eigentlich mit der Trennsch\u00e4rfe zwischen den Bereichen aussehe und nicht zuletzt auch, ob der Bereich \u201ePolitik &amp; Globalisierung\u201c nicht doch wieder auf einen IB-Schwerpunkt hinauslaufe, eskalierte es im zweiten Teil der Diskussion so richtig: denn anscheinend ist bis heute unklar, was eigentlich die Vorgaben des Pr\u00e4sidiums sind und ob es einen v\u00f6llig allgemeinen Master ohne Spezialisierung, einen &#8218;Trichtermaster&#8216; mit allgemeinem Beginn und nachfolgender Spezialisierung, oder einen bzw. mehrere) vollst\u00e4ndig spezialisierte Master \u00fcberhaupt geben kann. W\u00e4hrend Ingo Peters die Meinung vertrat, dass Pr\u00e4sidium habe den Trichterentwurf gekippt, argumentierte Tanja B\u00f6rzel, dass dieser doch lediglich OSI-intern am Mangel von Kapazit\u00e4ten gescheitert sei und das Pr\u00e4sidium sich gegen den allgemeinen Master ohne Spezialisierung ausgesprochen habe. Nach viel Geschrei und Aufruf wei\u00df mensch jetzt jedenfalls, dass mensch eigentlich nichts wei\u00df. Und die Studienreformkommission zun\u00e4chst mal die Vorgaben des Pr\u00e4sidiums eruieren muss, bevor sie eventuell wieder bei Null beginnt.<\/p>\n<p><strong>Die neuen Lehrdurchf\u00fchrungsrichtlinien &#8211; unkalkulierbare Implikationen f\u00fcrs OSI<br \/>\n<\/strong><br \/>\nDa nach diesem TOP einige Streith\u00e4hne schon gegangen, andere ersch\u00f6pft waren, blieb es beim zweiten kontroversen Thema, den \u201eLehrdurchf\u00fchrungsrichtlinien\u201c, vergleichsweise ruhig. Dabei handelt es sich um ein Dokument, das \u2013 wie der Name schon sagt \u2013 fachbereichsweit allgemeine Richtlinien zur Durchf\u00fchrung der Lehre festlegen soll. Von studentischer Seite kritisieren wir daran vor allem, dass f\u00fcr die Lehrveranstaltungen von Lehrbeauftragten und korporativen Mitgliedern (Privatdozent_innen, Honorarprofessor_innen und au\u00dferplanm\u00e4\u00dfige Professor_innen) nun automatisch eine Teilnahmebeschr\u00e4nkung von 40 Teilnehmer_innen festgelegt werden soll, die auch bei allen anderen Lehrenden durchgesetzt werden kann, \u201ewenn die inhaltliche Eigenart der Lehrveranstaltung oder deren ordnungsgem\u00e4\u00dfe Durchf\u00fchrung\u201c, genauso wie eine besondere geforderte Qualifikation der Studierenden dies notwendig macht. Die Teilnahmebegrenzung f\u00fcr Seminare wurde am OSI auch schon fr\u00fcher kontrovers diskutiert \u2013 denn \u00fcberf\u00fcllte Seminare sind sowohl f\u00fcr Studis als auch f\u00fcr Lehrende eine Qual. Dennoch finden wir, dass dieses Problem nicht durch die Einf\u00fchrung einer Begrenzung nach oben gel\u00f6st werden kann. Vielmehr handelt es sich um das strukturelle Problem, dass gerade die Bereiche und Themen, die auf gro\u00dfes studentisches Interesse sto\u00dfen, oft systematisch unterbesetzt und in der Ausstattung des Instituts vernachl\u00e4ssigt werden. In der Konsequenz bedeutet diese potentielle Neuregelung also, dass die Wahlm\u00f6glichkeiten von Studierenden erheblich eingeschr\u00e4nkt w\u00fcrden, bestimmte Seminare f\u00fcr viele einfach nicht studierbar w\u00e4ren und sich somit m\u00f6glicherweise auch den Studienabschluss verz\u00f6gern k\u00f6nnten, wenn ben\u00f6tigte Seminare einfach nicht belegbar sind. <\/p>\n<p>Auch wenn viele Lehrende, insbesondere der Mittelbau, sich eine Beschr\u00e4nkung der Teilnehmer_innenzahl gew\u00fcnscht h\u00e4tten, sahen auch andere Mitglieder des Institutsrats die Gefahr, dass die Implikationen einer solchen Neuregelung grunds\u00e4tzlich unkalkulierbar sind und zu massiven Problemen in der Studierbarkeit von Studieng\u00e4ngen f\u00fchren k\u00f6nnten. Daher wird sich das OSI in der kommenden Fachbereichssitzung am 28.11. f\u00fcr die Streichung aller Regelungen zur Platzbeschr\u00e4nkung einsetzen \u2013 hoffentlich mit durchschlagendem Erfolg.<\/p>\n<p><strong>Und sonst?<\/strong><\/p>\n<p>Vor und zwischen diesen entscheidenden Etappen des heutigen Institutsrats gab es noch zwei weitere wichtige Punkte: <\/p>\n<p>Zum einen wurde \u00fcber die <strong>F\u00f6rderung studentischer Projekte<\/strong> durch den OSI-Haushalt entschieden: Auch wenn umstritten war, ob zwei der vier beantragten Projekte \u00fcberhaupt den F\u00f6rderrichtlinien entsprechen, da diese nur mittelbar ans OSI bzw. akademische Praxis im Allgemeinen angebunden sind, k\u00f6nnen wir alle vier Projekte \u2013 ein Planspiel zur EU-Krise, organisiert von Julia Langbein, das studentische Journal 360\u00b0, Multitude e.V. sowie Boa Nnipa \u2013 begl\u00fcckw\u00fcnschen! Um auch beim n\u00e4chsten Mal Gelder zu bekommen, sollten kommenden studentische Antr\u00e4ge aber st\u00e4rker auf einen Institutsbezug achten bzw. \u00fcberlegen, wie sich die Projekte st\u00e4rker in die institutionelle Struktur des OSIs einbinden lassen.<\/p>\n<p>Zum Anderen wurden \u2013 nach einigen Querelen (<a href=\"http:\/\/fsiosi.blogsport.de\/2012\/11\/14\/bericht-vom-institutsrat-vom-24-10-2012\/\">wir berichteten<\/a>) \u2013 auch die <strong>Zugangsvoraussetzungen f\u00fcr den Masterstudiengang \u201eEnvironmental Policy and Planning\u201c <\/strong>endg\u00fcltig beschlossen, allerdings mit etlichen halbherzigen Enthaltungen: bewerben kann sich nun jede_r, die_er einen Abschluss in Politikwissenschaft oder Umweltplanung, oder aber in einem benachbarten Fach hat, in dem nachweisbar in der Regel 60 LP  in sozialwissenschaftlichen Modulen studiert wurden.  Weiterhin sind in der Regel 30 LP mit Umweltbezug nachzuweisen. <\/p>\n<p>Vor allem, dass sich das OSI im n\u00e4chsten Fachbereichsrat geschlossen f\u00fcr die Streichung der Teilnahmebegrenzungen einsetzen wird, war also durchaus ein kleiner Erfolg dieser Sitzung.<\/p>\n<p>Erfolgreich <strong>VERHINDERT<\/strong> werden kann dieser Schlamassel aber nur, wenn wir diesen Druck auch  in der Fachbereichsratssitzung am kommenden Mittwoch, den 28.11. um 9:30, aufrechterhalten k\u00f6nnen. Also kommt zahlreich in die n\u00e4chste Fachbereichsratssitzung, um uns zu unterst\u00fctzen!<\/p>\n<p>Die FSI-OSI<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was passiert, wenn im regelm\u00e4\u00dfigen Treffen der Professor_innen (dem so genannten \u201eProfessorium\u201c) mal nicht alle relevanten Fragen und Entscheidungen schon im Voraus ausgekl\u00fcngelt werden \u2013 mit anderen Worten also: wenn der Institutsrat ausnahmsweise mal tats\u00e4chlich zum Ort der Diskussion und Entscheidungsfindung wird, f\u00fcr die er ja eigentlich auch vorgesehen ist \u2013 konnte mensch heute in &hellip; <a href=\"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/fsi_osi\/2012\/11\/23\/bericht-vom-institutsrat-vom-21-11-12\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eBericht vom Institutsrat vom 21.11.12\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6075,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[91],"tags":[],"class_list":["post-211","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/fsi_osi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/211","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/fsi_osi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/fsi_osi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/fsi_osi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6075"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/fsi_osi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=211"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/fsi_osi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/211\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/fsi_osi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=211"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/fsi_osi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=211"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/fsi_osi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=211"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}