{"id":222,"date":"2013-02-06T18:46:11","date_gmt":"2013-02-06T17:46:11","guid":{"rendered":"http:\/\/fsiosi.blogsport.de\/?p=222"},"modified":"2013-02-06T18:46:11","modified_gmt":"2013-02-06T17:46:11","slug":"bericht-vom-institutsrat-am-23-01-2013","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/fsi_osi\/2013\/02\/06\/bericht-vom-institutsrat-am-23-01-2013\/","title":{"rendered":"bericht vom Institutsrat am 23.01.2013"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ergebnis der Institutsratswahlen &#8211; Die Struktur der Familie bekommt Risse<\/strong><br \/>\nWir nehmen diesen Bericht \u00fcber eine unspektakul\u00e4re Arbeitssitzung in der das Lehrangebot verabschiedet wurde zum Anlass, uns zur Wahl des neuen Institutsrats zu \u00e4u\u00dfern.<\/p>\n<p>Das wichtigste zuerst: Die FSI*OSI konnte beide Sitze im OSI-Institutsrat verteidigen. Wir bedanken uns deswegen bei all den Studis, die die langen Warteschlangen im OSI-Foyer auf sich genommen  haben um dieses Ergebnis m\u00f6glich zu machen. Wir werden weiter alles daran setzen, dass das OSI weiterhin als Ort f\u00fcr Kritische Wissenschaft und vielf\u00e4ltige Lehre bestehen kann. Zu diesem Zweck werden wir weiterhin Veranstaltungen organisieren, Studis mit Rat und Tat zur Seite stehen, Gremienarbeit machen, und wenn diese nicht weiterhilft unseren Protest in die \u00d6ffentlichkeit tragen. Unsere Arbeit wird dar\u00fcber hinaus nicht nur durch die sehr guten Wahlergebnisse best\u00e4tigt (auch im StuPa errang die FSI*OSI zwei Sitze, im Fachbereichrat errang die Liste der Inis sogar zwei der drei Sitze) und mehr und mehr Studis engagieren sich mittlerweile in der FSI*OSI. Mittlerweile ist der Kreis der Aktiven bei uns auf ca. 25 Leute angewachsen, und unser gr\u00f6\u00dftes Problem ist derzeit, einen Plenumsraum f\u00fcr so viele Menschen zu finden.<\/p>\n<p>F\u00fcr eine positive \u00dcberraschung haben auch die <a href=\"http:\/\/www.polsoz.fu-berlin.de\/verwaltung\/media\/wahlen\/2013-i-bek-vorl-ergebnis.pdf\">Wahlergebnisse<\/a> bei den Profs gesorgt. Cilja Harders konnte 20 Stimmen auf sich vereinigen (gegen\u00fcber 5 Stimmen vor 2 Jahren), Miranda Schreurs 16 (trat nicht an), Hans-Joachim Mengel 11 (3). Demgegen\u00fcber konnten Tanja B\u00f6rzel mit 6 (7) und Susanne L\u00fctz mit 9 (7) ihr Ergebnis nicht entsprechend ausbauen. Thomas Risse fuhr mit 5 Stimmen das schlechteste Ergebnis aller Profs ein und ist damit der einzige Prof, der sich zwar zur Wahl stellte aber nur als Nachr\u00fccker im Institutsrat vertreten ist. Bernd Ladwig ist mit 7 Stimmen nach seinem Aussetzen 2011 wieder im Institutsrat vertreten, ebenso wie Sven Chojnacki mit 6 Stimmen. <\/p>\n<p>Dem Lager um Tanja B\u00f6rzel und Thomas Risse hat die Reform des BerlHG offensichtlich nicht gutgetan. Diese brachte eine Wahlreform mit sich, die korporative Mitglieder (Privatdozent_innen) das Wahlrecht einr\u00e4umte. Weil diese habilitiert sind und damit weder in die Statusgruppe der WiMis noch der SoMis passen, stimmen diese nun bei der Statusgruppe der Professor_innen mit. Das f\u00fchrt im Allgemeinen zu einer geringeren Wahlbeteiligung bei den Profs (50% 2013 vs. 86% 2011), denn Korporative Mitglieder sind nur dazu verpflichtet eine Lehrveranstaltung pro Jahr anzubieten und sind dementsprechend seltener am Institut. Im Fall des OSI f\u00fchrt die Reform allerdings zu einer Machtverschiebung in den offiziellen Gremien. Im Institutsrat sind mit Tanja B\u00f6rzel und Susanne L\u00fctz nur noch zwei Profs des Risse\/B\u00f6rzel \/L\u00fctz&#8211; Lagers vertreten. Der Rest der Profs verh\u00e4lt sich entweder neutral oder oppositionell zu ihnen. Dass mit Schreurs und Harders genau die Profs von der neuen Regelung profitierten, deren Verh\u00e4ltnis zu Risse\/B\u00f6rzel\/L\u00fctz angespannt ist,zeigt, wie die Mehrheit der korporativen Mitglieder zu den dreien steht. Die offensichtlichste Erkl\u00e4rung besteht darin, dass viele korporative Mitglieder das OSI noch aus &#8222;Kritischeren&#8220; Zeiten kennen. Sie habilitierten bei den damals noch etatisierten linken Profs, die man heute mit der Lupe suchen muss und sie missbilligen die politischen Entwicklungen am OSI vor allem der letzten zehn Jahre, die mit dem Aufstieg von Risse\/B\u00f6rzel am OSI und dem SFB 700 einhergingen.<\/p>\n<p>Wir gehen aufgrund der Wahlergebnisse davon aus, dass die Arbeit im Institutsrat in der n\u00e4chsten Periode angenehmer sein wird. Das B\u00f6rzel\/Risse-Lager hat in den Gremien einen D\u00e4mpfer verpasst bekommen. In anderen Bereichen, wie der Stellenverteilung oder den Finanzen sind sie nach wie vor stark. Das kann wiederum Einfluss auf das Alltagsgesch\u00e4ft am OSI haben. Korporative Mitglieder des OSI gehen vielleicht jedes zweite Jahr an die Wahlurne des OSI, sie sitzen aber nicht in Kommissionen zur Berufung von Profs oder zur Erarbeitung neuer Studienreformen. Und wie die Vergangenheit gezeigt hat, sind sie durchaus in der Lage, aus einer marginalen Position heraus ihre Interessen durchzusetzen.<br \/>\n<strong><br \/>\nLehrangebot f\u00fcr SoSe 2013 erhalten &#8212; der n\u00e4chste Hammer kommt<\/strong><br \/>\nDas Lehrangebot konnte das OSI im Wesentlichen in seiner Gr\u00f6\u00dfe und seiner Vielfalt f\u00fcr das Sommersemester erhalten, so die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Direktorin Tanja B\u00f6rzel. Weiterhin sorgt die sp\u00e4te R\u00fcckmeldung von denjenigen, die die Lehrveranstaltungen anbieten und \u00c4nderungsw\u00fcnsche f\u00fcr erhebliche Mehrarbeit der Lehrplanung. Sabine von Oppeln und Judith Winkler pl\u00e4dierten daf\u00fcr, der IR m\u00f6ge eine wirkungsvolle Regelung finden, die eine Vereinfachung der Lehrplanung sicherstellt. Konkret forderten sie einen Beschluss des Insitutsrates in die Richtung, dass nach der Einreichungsfrist keine \u00c4nderung der Lehrveranstaltung m\u00f6glich ist. Katharina Lenner wies darauf hin, dass ein solcher Beschluss, die Arbeit der Ausbildungskommission obsolet machen w\u00fcrde, denn diese bek\u00e4me ein erstes Lehrangebot erst w\u00e4hrend der Ablauffrist vorgelegt. Sabine von Oppeln erwiderte, die AbK habe sich der Lehrplanung in diesem Fall dann anzupassen.<br \/>\nDiese Diskussion verlief allerdings ergebnislos, denn Studiendekan Peters machte den Vorsto\u00df, dass zum Wintersemester die Trennung der Veranstaltungen im Bachelor- und im Masterprogramm vollzogen sein muss. Das OSI sichert mit seiner Praxis, Lehrveranstaltungen sowohl im Bachelor als auch im Master anzuk\u00fcndigen zwar die Wahlfreiheit der Studierenden, sie verst\u00f6\u00dft allerdings gegen geltendes Recht (unter anderem einen Beschluss der Kultusministerkonferenz). Dieses besagt, der Bachelor und der Master Politikwissenschaft m\u00fcssen voneinander verschiedene Profile ausweisen und dementsprechend auch verschiedene Lehrveranstaltungen anbieten. Der Institutsrat beauftragte die ABK damit, m\u00f6glichst flexible L\u00f6sungen f\u00fcr die Umsetzung dieser Vorgabe zu finden.<\/p>\n<p><strong>Ein studentischer Projektantrag gef\u00f6rdert, einer abgelehnt.<\/strong><\/p>\n<p>Ein Projektantrag von Mitgliedern des FSI*OSI wurde angenommen. Im Anschluss an die Beitr\u00e4ge zu Critical Governance Studies reichten einige Mitglieder der FSI*OSI einen Antrag auf eine Veranstaltung zu feministischer Staatstheorie mit Prof. Dr. Birgit Sauer und Dr. Gudula Ludwig am voraussichtlich 10.04.2013 ein. Die Veranstaltung soll unter anderem das Verh\u00e4ltnis von Sauers These des &#8222;geschlechterparadoxen Staates&#8220; zu Ans\u00e4tzen die davon ausgehen, der Staat sei strukturell  patriarchal.<\/p>\n<p>Der Antrag des <a href=\"http:\/\/akzk.blogsport.de\/\">Arbeitskreises f\u00fcr eine Zivilklausel<\/a> am Fachbereich PolSoz , der IR m\u00f6ge die Fahrtkosten f\u00fcr die Podiumsg\u00e4ste der Diskussion am 12.12.2012 nachtr\u00e4glich \u00fcbernehmen, wurde dagegen mehrheitlich entgegen unserer Stimmen abgelehnt. Eine der Begr\u00fcndungen daf\u00fcr war, dass mit der nachtr\u00e4glichen Finanzierung einer Veranstaltung ja kein Anreiz f\u00fcr Engagement bestehe, dass also Veranstaltungen nach dem F\u00f6rderungstermin stattfinden m\u00fcssen, damit sie f\u00f6rderungsw\u00fcrdig sind. Das steht erstens weder in den Richtlinien f\u00fcr eine Priorisierung der Projektantr\u00e4ge und zweitens hat es auch noch nie einen Unterschied gemacht, ob Druckkosten f\u00fcr die OSI-Zeitung nachtr\u00e4glich oder im Voraus erstattet wurden. Vermutlich st\u00f6rt einige<br \/>\nInstitutsratsmitglieder weniger die Frage der Vor- oder Nachfinanzierung einer Veranstaltung als eine \u00f6ffentliche Diskussion \u00fcber die Etablierung und Durchsetzung einer Zivilklausel und der dazu eingeladenen Teilnehmer_innen. Die Debatte um eine Zivilklausel am Fachbereich gewinnt besondere Brisanz, denn bald wird \u00fcber die dritte F\u00f6rderperiode des SFB 700 &#8222;Governance in R\u00e4umen begrenzter Staatlichkeit&#8220; und damit dessen Zukunft an diesem Institut entschieden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ergebnis der Institutsratswahlen &#8211; Die Struktur der Familie bekommt Risse Wir nehmen diesen Bericht \u00fcber eine unspektakul\u00e4re Arbeitssitzung in der das Lehrangebot verabschiedet wurde zum Anlass, uns zur Wahl des neuen Institutsrats zu \u00e4u\u00dfern. Das wichtigste zuerst: Die FSI*OSI konnte beide Sitze im OSI-Institutsrat verteidigen. 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