{"id":37,"date":"2008-12-08T12:02:59","date_gmt":"2008-12-08T11:02:59","guid":{"rendered":"http:\/\/fsiosi.blogsport.de\/?p=37"},"modified":"2008-12-08T12:02:59","modified_gmt":"2008-12-08T11:02:59","slug":"der-berufungsstreit-geht-weiter-am-mittwoch-auf-in-den-fbr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/fsi_osi\/2008\/12\/08\/der-berufungsstreit-geht-weiter-am-mittwoch-auf-in-den-fbr\/","title":{"rendered":"Der Berufungsstreit geht weiter \u2013 Am Mittwoch auf in den FBR!"},"content":{"rendered":"<p>Wir dokumentieren an dieser Stelle einen Flyer der &#8222;Studentischen Initiative f\u00fcr politische Theorie am OSI&#8220; und verweisen auch auf unsere vorige Berichterstattung zum Thema Berufungsskandal am OSI\/Abschaffung der Ideengeschichts-Vollprofessur &#8211; <a href=\"http:\/\/fsiosi.blogsport.de\/2008\/06\/03\/strukturveraenderungen-am-fachbereich-verhindern\/\">Link1<\/a>, <a href=\"http:\/\/fsiosi.blogsport.de\/2008\/06\/04\/aenderung-des-strukturplans-beschlossen-ideengeschichte-demnaechst-nur-noch-als-juniorprofessur\/\">Link 2<\/a>, <a href=\"http:\/\/fsiosi.blogsport.de\/2008\/07\/09\/32\/\">Link 3<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Skandal-Berufungen am OSI m\u00fcssen gestoppt werden<\/strong> <\/p>\n<p>Die Auseinandersetzung um die Berufungen am OSI geht in die zweite Runde: Wissenschaftssenator J\u00fcrgen Z\u00f6llner (SPD) hat die geplante Berufung von Sven Chojnacki und Christoph Z\u00fcrcher mit dem Hinweis auf Verfahrensfehler zur\u00fcckgewiesen und eine erneute Abstimmung gefordert. Im Fachbereichsrat (FBR) am Mittwoch sollen die Berufungen best\u00e4tigt werden, obwohl dem Verfahren jede Rechtsgrundlage fehlt.<\/p>\n<p>Das von Dekanin Barbara Riedm\u00fcller vorangetriebene \u201eschlanke Berufungsverfahren&#8220; war damit begr\u00fcndet worden, dass Chojnacki und Z\u00fcrcher beide einen Ruf an andere Universit\u00e4ten erhalten h\u00e4tten, aber an der FU gehalten werden sollten. Mittlerweile hat jedoch Chojnacki das OSI verlassen und eine Professur in Kiel angenommen, so dass eine \u201eRufabwehr&#8220; gar nicht mehr m\u00f6glich ist. Im Falle Z\u00fcrchers gibt es Hinweise, dass er gar keinen Ruf einer anderen Universit\u00e4t als Vollprofessor erhalten hat. Zudem gibt es offenbar Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten mit der Bewerbung Z\u00fcrchers am OSI: Einem studentischen FBR-Vertreter konnte nur ein Lebenslauf, aber kein Bewerbungsschreiben vorgelegt werden.<\/p>\n<p>Der Berufungsskandal hat bereits in der Vergangenheit das Ansehen des OSI schwer besch\u00e4digt, so dass nur eine Nichtbefassung des Tagesordnungspunkts \u201eBerufungen&#8220; weiteren Schaden verhindern kann. Wissenschaftssenator Z\u00f6llner kritisierte die \u201epolitische Kultur&#8220; am OSI, auch weil im vergangenen Semester ProfessorInnen die M\u00f6glichkeit der Stimmabgabe im Berufungsverfahren verweigert wurde. Die Streichung der Vollprofessur \u201ePolitische Ideengeschichte&#8220; im OSI-Strukturplan, um zwei f\u00fcr Chonjacki und Z\u00fcrcher ma\u00dfgeschneiderte Konfliktforschungs-Professuren zu schaffen, hatte in Wissenschaftlerkreisen f\u00fcr Aufregung gesorgt.<\/p>\n<p><strong>Wir fordern:<\/strong><\/p>\n<p>&#8211;         die Ablehnung der beiden offensichtlich rechtswidrigen Berufungen<\/p>\n<p>&#8211;         eine Diskussion am Institut \u00fcber den Strukturplan<\/p>\n<p>&#8211;         eine Vollprofessur \u201ePolitische Ideengeschichte&#8220;<\/p>\n<p><strong>Kommt in die Sitzung des Fachbereichsrats!<\/p>\n<p>Mittwoch, 10. Dezember, 9:00, Ihne 21\/B<\/strong> <\/p>\n<p>Studentische Initiative f\u00fcr politische Theorie am OSI<\/p>\n<p> &#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p>Wer mehr wissen m\u00f6chte, hier der Hintergrund:<\/p>\n<p>Zu Beginn des Sommersemesters 2008 wurde der Strukturplan des OSI ver\u00e4ndert, mit dem Ziel, Sven Chojnacki und Christoph Z\u00fcrcher Vollprofessuren zu verschaffen und sie dadurch am OSI zu halten. Beschlossen wurde dies im sogenannten \u201eProfessorium&#8220;, einem inoffiziellen Treffen der in den Gremien stimmberechtigten ProfessorInnen. Vorangetrieben wurden diese Berufungen &#8211; mit Unterst\u00fctzung des Pr\u00e4sidiums &#8211; vor allem vom Dekanat und von den am Sonderforschungsbereich 700 ma\u00dfgeblich beteiligten ProfessorInnen. Z\u00fcrcher und Chojnacki waren dort zu diesem Zeitpunkt stark eingebunden.                                                                                                     <\/p>\n<p>Die Schaffung von Professuren gilt als Strukturentscheidung, die eigentlich \u00f6ffentlich am Fachbereich und am Institut diskutiert werden. Da in diesem Fall jedoch von Anfang an die Ver\u00e4nderung der Struktur mit den Personen Chojnacki und Z\u00fcrcher verbunden war, wurde die Entscheidung kurzerhand als Personalfrage deklariert und sowohl im FBR als auch im Institutsrat (IR) in den nicht-\u00f6ffentlichen Teil der Sitzungen verlegt. Dadurch wurde eine Entscheidung, welche die langfristige Ausrichtung des Fachbereichs betrifft, der \u00f6ffentlichen Diskussion entzogen.<\/p>\n<p>Die beinahe gleichlautenden Vollprofessuren  \u201eVergleichende Politikwissenschaft und empirische Friedensforschung&#8220; und \u201eVergleichende Politikwissenschaft und Sicherheitspolitik&#8220; wurden am 4. Juni in einem neuen Strukturplan verankert. Ziel war es, sie noch vor Beginn des Wintersemesters direkt an die beiden Dozenten zu vergeben. Die Finanzierung dieser Professuren ginge auf Kosten der Vollprofessur \u201ePolitische Ideengeschichte&#8220;, die im Strukturplan zu einer Juniorprofessur degradiert wurde.<\/p>\n<p>Ein vom Allgemeinen Studierenden-Ausschuss (AstA) in Auftrag gegebenes unabh\u00e4ngiges Gutachten bewertete dieses Vorgehen als rechtswidrig: Die  Verkn\u00fcpfung von Struktur und Personalien, sowie die Vergabe der Professuren an die beiden wei\u00dfen M\u00e4nner ohne \u00f6ffentliche Ausschreibung verletze das Prinzip der \u201eBestenauslese&#8220; und versto\u00dfe gegen Frauenf\u00f6rderungsrichtlinien, sowie das Allgemeine Gleichstellungsgesetz. <\/p>\n<p>In den Semesterferien wurde in der ersten der beiden Sitzungen des Fachbereichsrats (FBR) ein studentisches Gruppenveto gegen die Berufungen eingelegt, das jedoch nur aufschiebende Wirkung hatte. Das Gremium beschloss am 10. September die Ein-Mann-Berufungslisten &#8211; trotz der rechtlich ungekl\u00e4rten Lage. Dabei wurde den ProfessorInnen, die nicht im Fachbereichsrat sind, die M\u00f6glichkeit verweigert, sich an der Abstimmung zu beteiligen.<\/p>\n<p>Gegen die Weitergabe der Berufungslisten an Wissenschaftssenator J\u00fcrgen Z\u00f6llner gaben die Gruppe der Studierenden, die ausgeschlossenen ProfessorInnen und die dezentrale Frauenbeauftragte jeweils ein Minderheitenvotum ab, das dem Senator zusammen mit den Listen vorlag.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir dokumentieren an dieser Stelle einen Flyer der &#8222;Studentischen Initiative f\u00fcr politische Theorie am OSI&#8220; und verweisen auch auf unsere vorige Berichterstattung zum Thema Berufungsskandal am OSI\/Abschaffung der Ideengeschichts-Vollprofessur &#8211; Link1, Link 2, Link 3. 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