{"id":67,"date":"2009-07-03T11:28:13","date_gmt":"2009-07-03T10:28:13","guid":{"rendered":"http:\/\/fsiosi.blogsport.de\/?p=67"},"modified":"2009-07-03T11:28:13","modified_gmt":"2009-07-03T10:28:13","slug":"41-32-rechenkuenstlerinnen-am-werk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/fsi_osi\/2009\/07\/03\/41-32-rechenkuenstlerinnen-am-werk\/","title":{"rendered":"4+1 = 3+2? Rechenk\u00fcnstlerInnen am Werk"},"content":{"rendered":"<p>Gestern fand ein vor allem von Seiten der Studierenden gut besuchtes Vorabgespr\u00e4ch zur Entwicklung eines achtsemestrigen Bachelor-Studiengangs am OSI statt. Inhaltlich kam leider wenig neues dabei heraus, die bereits nach dem Gespr\u00e4ch mit dem Pr\u00e4sidium vor knapp einem Monat (<a href=\"http:\/\/fsiosi.blogsport.de\/2009\/06\/05\/vom-diplom-zum-bachelor-of-honours\/\">Link zum Artikel<\/a>) offen gebliebenen Fragen konnten auch gestern nicht gekl\u00e4rt werden. Die Lage wurde eher noch verwirrender, weil im Laufe der Diskussion gestern noch weitere Optionen in&#8217;s Gespr\u00e4ch kamen. <\/p>\n<p>Aber der Reihe nach. Cilja Harders, die die Moderation \u00fcbernahm, schilderte noch einmal kurz die Hintergrundgeschichte und erl\u00e4uterte ihre Sicht auf die Dinge: Das Diplom am OSI ist voraussichtlich schon bald Geschichte, da aber &#8211; ma\u00dfgeblich durch studentische Initiative &#8211; der Institutsrat OSI und der Fachbereichsrat ihren Wunsch nach einem Festhalten am Diplom ge\u00e4u\u00dfert hatten, bot Dieter Lenzen himself im Akademischen Senat dem OSI die M\u00f6glichkeit an, einen achtsemestrigen BA einzurichten. Dieser bietet nach Harders&#8216; Meinung die M\u00f6glichkeit, Teile der Struktur und der Inhalte des Diploms zu erhalten; ausserdem spekuliert Lenzen vermutlich darauf, dass der sechssemestrige BA in seiner jetztigen Form bundesweit keine Zukunft hat und dass die FU dann wieder einmal an der Spitze des &#8222;Fortschritts&#8220; steht. Harders sprach sich ausserdem daf\u00fcr aus, den achtsemestrigen BA offensiv zu vertreten und als Alleinstellungsmerkmal des OSI zu &#8222;bewerben&#8220;.<br \/>\nIn der Diskussion sollte zuerst grunds\u00e4tzlich die Frage gekl\u00e4rt werden, ob wir diesen neuen BA \u00fcberhaupt wollen, da damit ein nur noch einj\u00e4hriges Masterprogramm verbunden w\u00e4re, oder ob eine grundlegende \u00dcberarbeitung des bestehenden BA mit einer Erweiterung des Masterzugangs nicht doch die bessere L\u00f6sung w\u00e4re. Kurz gefasst: 4+1 gegen 3+2 (jeweils in Jahren gerechnet). <\/p>\n<p>Bei der anschlie\u00dfenden Diskussion zeigte sich grob ein Frontverlauf zwischen der gesch\u00e4ftsf\u00fchrenden Direktorin des OSI, Dagmar Vinz, ihrem Vorg\u00e4nger Peter Massing und der ehemaligen Studiendekanin Sabine von Oppeln auf der einen und den Studierenden, Cilja Harders und Gisela Rossa-Dubray (Leiterin des Studien- und Pr\u00fcfungsb\u00fcros am OSI) auf der anderen Seite ab. Erstere sprachen sich aus verschiedenen Gr\u00fcnden f\u00fcr eine 3+2-L\u00f6sung aus: es sei beispielsweise unklar, ob Studierende tats\u00e4chlich ein Jahr mehr studieren, nur um dann mit einem BA abzuschlie\u00dfen, was sie auch nach drei Jahren schon k\u00f6nnten. Auch den zweij\u00e4hrigen Masterprogrammen drohe eine Zukunft ohne OSI-Studierende, da diese wom\u00f6glich nicht ein Jahr ohne BAF\u00f6G (H\u00f6chstbezugdauer in der Regel f\u00fcnf Jahre, also 4+1, nicht 4+2) auskommen wollten. Die bestehenden Probleme im BA &#8211; etwa die schlechte Vereinbarkeit von Auslandsaufenthalten &#8211; lie\u00dfen sich auch \u00fcber eine erneute Reform des Studiengangs l\u00f6sen, Peter Massing wies auch darauf hin, dass f\u00fcr die Lehramtsstudieng\u00e4nge ohnehin nur ein dreij\u00e4hriger BA in Frage k\u00e4me. <\/p>\n<p>Von Seiten der Bef\u00fcrworterInnen kam zum einen der Wunsch nach Klarheit in Sachen Studienordnungen, d.h. wenn es eine Reform geben wird, sollte nur ein Modell G\u00fcltigkeit erhalten. Knapp 20 Studienordnungen an einem Institut sind genug! Das bevorzugte Modell w\u00e4re dabei der vierj\u00e4hrige BA, am Besten mit einer ebenfalls angedachten Reform der Modul- und LP-Struktur. Die Argumente waren und sind bekannt: mehr Zeit, sich zurechtzufinden, ins Ausland zu gehen, sich in einzelne Themen zu vertiefen, etc. Sehr gut fanden wir &#8211; wie schon beim Gespr\u00e4ch mit dem Pr\u00e4sidium &#8211; dass es nach derzeitigem Planungsstand ein Projektkurs-Modul geben soll. Die erfreulicherweise zahlreich erschienenen BA-Studis aus dem zweiten bis f\u00fcnften Semester schilderten eindringlich, vor welche Probleme die derzeitige Studienordnung sie stellt. An der grundlegenden Struktur von 30 zu absolvierenden Leistungspunkten (LP) pro Semester wird sich leider wenig \u00e4ndern lassen, aber von Seiten aller Verantwortlichen kam die Zusage, dass sich an der Bemessungsgrundlage f\u00fcr die LPs &#8211; sprich, f\u00fcr wieviel Arbeit es einen LP gibt &#8211; noch &#8222;drehen&#8220; lie\u00dfe. Daphne Stelter (Pr\u00fcfungsb\u00fcro OSI) lieferte auch eine interessante Erkl\u00e4rung f\u00fcr die gef\u00fchlt weit h\u00f6here Arbeitsbelastung der BA-Studis: ihrer Meinung nach liegt das an den &#8222;inflation\u00e4r gestiegenen Kontrollen der Teilnahmeleistungen&#8220; durch mid-term Klausuren, Anwesenheitslisten und was sich DozentInnen sonst noch so an Repressionsinstrumenten einfallen lassen. Auch in dieser Hinsicht signalisierten Cilja Harders und Gisela Rossa-Dubray ein erneutes Einwirken auf die DozentInnen am OSI.<br \/>\nDa beim Streik auch die M\u00f6glichkeit f\u00fcr einen Kombi-Bachelor Politikwissenschaft er\u00f6rtert wurde, kam auch diese M\u00f6glichkeit auf den Tisch, so dass am Ende eine ganze Reihe von Vorschl\u00e4gen diskutiert wurden:<\/p>\n<p>1. Monostudiengang Politikwissenschaft: 3 Jahre BA + 2 Jahre MA (180LP + 120LP) &#8211; dies entspricht der derzeitigen Struktur, wobei gestern zahlreiche Stimmen f\u00fcr eine weitere \u00d6ffnung des Masters zu h\u00f6ren waren.<br \/>\n<strong>oder<\/strong>: 4 Jahre BA +  1 Jahr MA (240LP + 60LP) &#8211; die vom Pr\u00e4sidium vorgeschlagene Variante; hier steht es den Studierenden frei, auch einen zweij\u00e4hrigen Master zu besuchen &#8211; allerdings ein Jahr ohne BAF\u00f6G.<\/p>\n<p>2. Kombistudiengang Politikwissenschaft: 3 Jahre BA + 2 Jahre MA (90LP PolWiss + 90LP anderes Fach + 120LP MA) &#8211; diesen Studiengang gibt es bisher nicht.<br \/>\n<strong>oder<\/strong> 4 Jahre BA + 1 Jahr MA (180LP PolWiss + 60LP Nebenfach + 60LP MA) &#8211; dieser Vorschlag wurde nur kurz von Seiten der Studierenden angedacht und nicht weiter diskutiert.<\/p>\n<p>3. Lehramtsstudiengang Sozialkunde: 3 Jahre BA + 2 Jahre MA <strong>oder<\/strong> 3 Jahre BA + 1 Jahr MA &#8211; diese beiden Studieng\u00e4nge gibt es bereits und m\u00fcssten auch weiterhin angeboten werden, wenn das OSI nicht komplett auf die LehrerInnenausbildung verzichten will. <\/p>\n<p><strong>Streit um&#8217;s weitere Vorgehen<\/strong><\/p>\n<p>Nach der inhaltlichen Diskussion wurde dar\u00fcber gesprochen, wie wir weitermachen sollen. Alle Beteiligten waren sich recht schnell einig, dass ein schneller, positiv ausfallender Beschluss des Institutsrats nicht realistisch ist. Fr. von Oppeln pl\u00e4dierte daf\u00fcr, das Thema zun\u00e4chst auf einer DozentInnen-Versammlung zu er\u00f6rtern, und zog sich damit den Unmut der Studierenden zu &#8211; wir wollen schlie\u00dflich weiterhin beteiligt bleiben. Einen Institutstag zu veranstalten ist dieses Semester wohl nicht mehr m\u00f6glich, bei einer VollVersammlung aller Angeh\u00f6rigen des Instituts steht zu bef\u00fcrchten, dass sich die Diskussion v\u00f6llig verfranst. Eine Idee von Seiten der FSI OSI war, zun\u00e4chst \u00fcber die ZEDAT an alle Institutsangeh\u00f6rigen einen Brief mit den grundlegenden Fakten und Hintergr\u00fcnden zu verschicken und anschlie\u00dfend auf einer VollVersammlung die verschiedenen Varianten zur Abstimmung zu stellen.<br \/>\nLoben m\u00f6chten wir an dieser Stelle ausdr\u00fccklich die konstruktive Atmosph\u00e4re des Treffens und auch die ausdr\u00fcckliche Ansage von Cilja Harders, dass die Ausarbeitung dieser neuen Studienordnung weiterhin \u00f6ffentlich und mit starker Einbeziehung der Studierenden vonstatten gehen soll.  <\/p>\n<p><strong>Auch das n\u00e4chste Treffen ist dementsprechend wieder \u00f6ffentlich, wenn auch zu einer unangenehmeren Uhrzeit: und zwar n\u00e4chsten Freitag, 10.7., um 10 Uhr. Der Ort wird bekanntgegeben, auch hier auf dem Blog. <em>UPDATE:<\/em> Das n\u00e4chste Treffen f\u00fcr den vierj\u00e4hrigen BA ist an besagtem Freitag im Seminarraum E1 der Ihnestra\u00dfe 22.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern fand ein vor allem von Seiten der Studierenden gut besuchtes Vorabgespr\u00e4ch zur Entwicklung eines achtsemestrigen Bachelor-Studiengangs am OSI statt. Inhaltlich kam leider wenig neues dabei heraus, die bereits nach dem Gespr\u00e4ch mit dem Pr\u00e4sidium vor knapp einem Monat (Link zum Artikel) offen gebliebenen Fragen konnten auch gestern nicht gekl\u00e4rt werden. Die Lage wurde eher &hellip; <a href=\"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/fsi_osi\/2009\/07\/03\/41-32-rechenkuenstlerinnen-am-werk\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201e4+1 = 3+2? 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