{"id":5067,"date":"2021-01-07T19:51:09","date_gmt":"2021-01-07T18:51:09","guid":{"rendered":"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/?page_id=5067"},"modified":"2021-02-01T11:59:16","modified_gmt":"2021-02-01T10:59:16","slug":"vielfalt-von-begruendungsprinzipien-in-der-moral","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/vielfalt-von-begruendungsprinzipien-in-der-moral\/","title":{"rendered":"Vielfalt von Begr\u00fcndungsprinzipien in der Moral"},"content":{"rendered":"\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-cover has-background-dim-20 has-background-dim\" style=\"background-image:url(https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/files\/2021\/01\/ball-1462980_640-heller.jpg);min-height:300px;aspect-ratio:unset;\"><div class=\"wp-block-cover__inner-container is-layout-flow wp-block-cover-is-layout-flow\">\n<h2 class=\"has-text-align-center wp-block-heading\">\u00dcber die Vielfalt der Begr\u00fcndungen <\/h2>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p><em>Ein Beitrag von Annett Wienmeister<\/em><\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Die normative Ethik besch\u00e4ftigt sich u.a. mit der Frage, \u201eWas soll ich tun?\u201c bzw. \u201eWie soll ich in einer bestimmten Situation am Besten handeln?\u201c. Diese Fragen zielen dabei auf ganz bestimmte Handlungen, n\u00e4mlich solche, die wir als moralisch gute Handlungen bezeichnen w\u00fcrden. Es geht also nicht darum, zu entscheiden, wie ich am schnellsten von einem Ort zum anderen kommen kann oder wo ich die leckersten Falafel bekomme. Es geht vielmehr um die Frage, welche unserer Handlungen moralisch gut bzw. richtig sind und wie wir das entscheiden und begr\u00fcnden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n<h4 style=\"text-align: center\">Wie moralisch richtig handeln?<\/h4>\n\n\n<p>Wie entscheiden wir nun, welche Handlungen moralisch gut oder schlecht, welche geboten oder verboten sein sollen? Zur Beantwortung dieser Frage sind in der Ethik zahlreiche Vorschl\u00e4ge gemacht worden. Viele dieser Theorien machen dabei sogenannte moralische Prinzipien geltend, die uns helfen sollen, einzelne Handlungen unter moralischen Gesichtspunkten zu bewerten. Der Begriff des Prinzips wird dabei nicht immer einheitlich gebraucht. Aus dem Lateinischen \u00fcbersetzt bedeutet der Begriff des &#8222;principium&#8220; soviel wie &#8222;Anfang&#8220;, &#8222;Ursprung&#8220;, &#8222;Grund&#8220; oder &#8222;Grundlage&#8220;. In der Ethik wird ein Prinzip entsprechend als ein Grundsatz f\u00fcr unser Denken und Handeln benutzt. Es handelt sich dabei um einen allgemeinen Satz, der nicht nur auf einen Fall, sondern auf viele F\u00e4lle anwendbar ist.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n<h4 style=\"text-align: center\"><strong>Prinzipien als allgemeine Grunds\u00e4tze des Handelns<\/strong><\/h4>\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"618\" src=\"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/files\/2021\/01\/wordcloud-Ethik-Artikel-2-1024x618.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-7544\" srcset=\"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/files\/2021\/01\/wordcloud-Ethik-Artikel-2-1024x618.png 1024w, https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/files\/2021\/01\/wordcloud-Ethik-Artikel-2-300x181.png 300w, https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/files\/2021\/01\/wordcloud-Ethik-Artikel-2-768x463.png 768w, https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/files\/2021\/01\/wordcloud-Ethik-Artikel-2-1536x926.png 1536w, https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/files\/2021\/01\/wordcloud-Ethik-Artikel-2-2048x1235.png 2048w, https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/files\/2021\/01\/wordcloud-Ethik-Artikel-2-830x501.png 830w, https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/files\/2021\/01\/wordcloud-Ethik-Artikel-2-230x139.png 230w, https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/files\/2021\/01\/wordcloud-Ethik-Artikel-2-350x211.png 350w, https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/files\/2021\/01\/wordcloud-Ethik-Artikel-2-480x289.png 480w, https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/files\/2021\/01\/wordcloud-Ethik-Artikel-2-250x151.png 250w, https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/files\/2021\/01\/wordcloud-Ethik-Artikel-2-550x332.png 550w, https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/files\/2021\/01\/wordcloud-Ethik-Artikel-2-800x482.png 800w, https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/files\/2021\/01\/wordcloud-Ethik-Artikel-2-298x180.png 298w, https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/files\/2021\/01\/wordcloud-Ethik-Artikel-2-497x300.png 497w, https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/files\/2021\/01\/wordcloud-Ethik-Artikel-2-829x500.png 829w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Wordcloud zum Wikipedia-Eintrag &#8222;Ethik&#8220;<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p>Wie allgemein wir den Begriff des Prinzips fassen sollten, wird von Ethiker_innen verschieden beantwortet. Manche denken an recht spezifische moralische Werte und Normen, wie etwa das L\u00fcgenverbot, das Gebot der Wohlt\u00e4tigkeit oder der Solidarit\u00e4t. Andere nutzen den Begriff lieber f\u00fcr noch allgemeinere Grunds\u00e4tze, die uns u. a. dabei helfen k\u00f6nnen, spezifischere Prinzipien zu rechtfertigen. Beispiele w\u00e4ren etwa der kategorische Imperativ von Immanuel Kant oder auch das hedonistische Kalk\u00fcl des Utilitarismus. Mit beiden Prinzipien l\u00e4sst sich beispielsweise das L\u00fcgenverbot begr\u00fcnden, wobei die Art und Weise, wie diese Begr\u00fcndung erfolgt, von der jeweiligen komplexen philosophischen Theorie abh\u00e4ngt. Wie sich diese beiden Begr\u00fcndungen unterscheiden, erf\u00e4hrst du auf den Seiten zum <a href=\"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/das-prinzip-der-pflicht-deontologische-moraltheorie\/\">Prinzip der Pflicht<\/a> und zum <a href=\"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/das-prinzip-des-nutzens-utilitarismus\/\">Prinzip des Nutzens<\/a>.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p> Bei der Pflichtethik und beim Utilitarismus handelt es sich um monistische ethische Theorien, die ein einziges, oberstes Prinzip stark machen, welches unsere ethische Urteilsfindung leiten soll: die Pflicht bzw. den Nutzen. Es gibt aber auch noch andere, pluralistische Theorien, die nicht auf dieser allgemeinsten Prinzipienebene nach Antworten auf ethische Fragen suchen, sondern eher auf der Ebene von mehreren, spezifischeren Prinzipien. So haben Tom Beauchamp und James Childress f\u00fcr den Bereich der biomedizinischen Ethik vier &#8222;Prinzipien mittlerer Reichweite&#8220; aufgestellt, die die Grundlage f\u00fcr die Bewertung konkreter Fragestellungen bilden. Bei den vier Prinzipien handelt es sich um Selbstbestimmung (autonomy), Schadensvermeidung (nonmaleficence), Wohlt\u00e4tigkeit\/ F\u00fcrsorge (beneficence) und Gerechtigkeit (justice). Sollte bei der Frage, was das moralisch Richtige in einer Situation ist, ein Konflikt zwischen zwei oder mehreren dieser mittleren Prinzipien auftreten, dann m\u00fcssen sie gegeneinander abgewogen werden. <\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n<h4 style=\"text-align: center\">Die Vielfalt moralischer Begr\u00fcndungen<\/h4>\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-28f84493 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:72%\">\n<p>Es gibt nat\u00fcrlich auch religi\u00f6s motivierte Ethiken, die die Frage, was moralisch richtig oder falsch ist, mit R\u00fcckgriff auf Normen und Werte begr\u00fcnden, die religi\u00f6s verankert sind. So spielt etwa im Judentum und im Christentum die Gottesebenbildlichkeit des Menschen f\u00fcr die Begr\u00fcndung der Menschenw\u00fcrde eine gro\u00dfe Rolle. Zudem machen beide Religionen wie auch der Islam den Sch\u00f6pfungsgedanken der Welt durch Gott stark und leiten aus ihm verschiedene moralische Normen ab, wie etwa den Schutz der Natur und des Lebens. In Buddhistischen und Hinduistischen Ethiken wiederum spielt das Motiv der leidvollen Wiedergeburt eine gro\u00dfe Rolle, aus dessen Zyklus es auszubrechen gilt. In diesem Zusammenhang ist das Prinzip des Nicht-Verletzens anderer ganz grundlegend. <\/p>\n\n\n\n<p>In der j\u00fcngeren Vergangenheit haben sich zudem weitere normative Ans\u00e4tze entwickelt, die den Fokus auf neue gesellschaftliche Entwicklungen sowie unterrepr\u00e4sentierte Fragestellungen, diskriminierende Praktiken und nicht hinreichend ber\u00fccksichtigte Perspektiven auf moralische Probleme lenken, wie etwa die Interkulturelle Ethik, die Feministische Ethik, die Care-Ethik oder die Disability Studies.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:28%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"640\" height=\"635\" src=\"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/files\/2021\/01\/religion-2456138_640.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-7546\" srcset=\"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/files\/2021\/01\/religion-2456138_640.jpg 640w, https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/files\/2021\/01\/religion-2456138_640-300x298.jpg 300w, https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/files\/2021\/01\/religion-2456138_640-150x150.jpg 150w, https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/files\/2021\/01\/religion-2456138_640-230x228.jpg 230w, https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/files\/2021\/01\/religion-2456138_640-350x347.jpg 350w, https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/files\/2021\/01\/religion-2456138_640-480x476.jpg 480w, https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/files\/2021\/01\/religion-2456138_640-48x48.jpg 48w, https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/files\/2021\/01\/religion-2456138_640-250x248.jpg 250w, https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/files\/2021\/01\/religion-2456138_640-550x546.jpg 550w, https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/files\/2021\/01\/religion-2456138_640-181x180.jpg 181w, https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/files\/2021\/01\/religion-2456138_640-302x300.jpg 302w, https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/files\/2021\/01\/religion-2456138_640-504x500.jpg 504w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption>Einige religi\u00f6se Symbole<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n<h4 style=\"text-align: center\">Lust, Gl\u00fcck, Nutzenmaximierung, Pflicht, Vertrag<\/h4>\n\n\n<p>Es ist an dieser Stelle leider nicht m\u00f6glich, der gro\u00dfen Vielfalt der normativen Ethiken gerecht zu werden, es gibt jedoch verschiedene Strategien, mit der <a href=\"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/lernen\/urteilen\/bau-dir-ein-modell\/ethische-vielfalt\/\">ethischen Vielfalt<\/a> umzugehen. Im Folgenden m\u00f6chte ich mich auf Hauptstr\u00f6mungen beziehen, die im europ\u00e4ischen Kulturkreis pr\u00e4gend waren und sind und die nicht an eine bestimmte Religion oder einen bestimmten Teilbereich menschlicher Beziehungen gebunden sind. Es handelt sich also um Theorien, die versuchen, ganz allgemeine Prinzipien aufzustellen, die als Kriterien f\u00fcr die moralische Richtigkeit einer Handlung und zur Begr\u00fcndung von spezifischen handlungsleitenden Normen und Werten dienen sollen. So werden die Prinzipien der Lust (<a href=\"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/hedonismus\/\">Hedonismus<\/a>), des Gl\u00fccks (<a href=\"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/das-prinzip-des-gluecks-eudaemonismus\/\">Eudaimonismus<\/a>), der Nutzenmaximierung (<a href=\"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/das-prinzip-des-nutzens-utilitarismus\/\">Utilitarismus<\/a>), der Pflicht (<a href=\"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/das-prinzip-der-pflicht-deontologische-moraltheorie\/\">Deontologische Ethik<\/a>) und des Vertrags (<a href=\"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/das-prinzip-des-vertrags-kontraktualismus\/\">Kontraktualismus<\/a>) genauer vorgestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wichtig im Hinterkopf zu behalten ist, dass die Unterscheidung verschiedener Moralprinzipien selbst Gegenstand der Forschung ist. Oftmals vertritt eine Ethikerin oder ein Ethiker auch nicht eines dieser Prinzipien in Reinform, sondern setzt eher Schwerpunkte auf das eine oder andere Prinzip, je nach Situation und Kontext. Als grobe Orientierung f\u00fcr unser Denken ist die Unterscheidung der f\u00fcnf Moralprinzipien jedoch hilfreich. Sie lassen sich f\u00fcr diesen Zweck noch einmal in zwei Gruppen einteilen: So kann man den Hedonismus, den Eudaimonismus und den Utilitarismus als sogenannte teleologische Theorien bezeichnen. Diese gehen davon aus, dass eine Handlung ihren moralischen Wert durch das angestrebte Ziel (altgriechisch \u03c4\u03ad\u03bb\u03bf\u03c2) erh\u00e4lt \u2013 beispielsweise individuelle Lust oder allgemein das Gl\u00fcck von Individuen oder einer Gruppe von Menschen. Demgegen\u00fcber lassen sich die Pflichtethik und der Kontraktualismus allgemein als deontologische Theorien bezeichnen. Diese legen den Fokus nicht auf das gew\u00fcnschte Ziel einer Handlung, sondern sie fragen, ob eine Handlung aus einer Absicht heraus erfolgt, die anerkennt, dass die Handlung an sich moralisch richtig und deshalb auch gefordert ist. Die Erf\u00fcllung bestimmter Ziele \u2013 z. B. die Bef\u00f6rderung von Lust \u2013 ist bei der Begr\u00fcndung, warum eine Handlung moralisch richtig ist, unerheblich. Was z\u00e4hlt ist vielmehr die moralische Pflicht (altgriechisch <em>\u03b4\u03ad\u03bf\u03bd <\/em>f\u00fcr\u201ePflicht\u201c, \u201edas Erforderliche\u201c, \u201edas N\u00f6tige\u201c). F\u00fcr die beiden deontologischen Theorien gilt demnach, dass sie bei der Begr\u00fcndung des moralisch Richtigen, anders als beim Hedonismus und Eud\u00e4monismus, Fragen des individuellen Gl\u00fccks zur\u00fcckstellen.  <\/p>\n\n\n\n<p> <\/p>\n\n\n\n<p> <\/p>\n\n\n\n<p> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Beitrag von Annett Wienmeister Die normative Ethik besch\u00e4ftigt sich [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4281,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"page-templates\/page_front-page.php","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-5067","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5067","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4281"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5067"}],"version-history":[{"count":75,"href":"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5067\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7454,"href":"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5067\/revisions\/7454"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/genome-editing\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5067"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}