{"id":2689,"date":"2020-03-22T15:39:51","date_gmt":"2020-03-22T14:39:51","guid":{"rendered":"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/pharmako-rausch\/?page_id=2689"},"modified":"2020-03-24T18:34:37","modified_gmt":"2020-03-24T17:34:37","slug":"skelettmuskulatur","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/pharmako-rausch\/start\/uebersicht\/physiologie-pathophysiologie\/skelettmuskulatur\/","title":{"rendered":"Skelettmuskulatur"},"content":{"rendered":"<p>Die Skelettmuskulatur geh\u00f6rt zu den quergestreiften Muskeln. Sie sind f\u00fcr die willk\u00fcrlichen Bewegungen zust\u00e4ndig.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: grey\">Physiologie<\/span><\/strong><\/p>\n<details>\n<summary>Aufbau<\/summary>\n<p>Ein Muskel enth\u00e4lt mehrere zu B\u00fcndeln zusammengefasste Muskelfasern (Faszikel). Der Muskel wird durch die Sehnen mit anderen Strukturen verkn\u00fcpft.<br \/>\nDie \u00e4u\u00dferste Schicht der Muskelfasern bildet das Sarkolemm mit vielen Einst\u00fclpungen (T-System &#8211; transversales System). Im Inneren der Muskelfaser befinden sich Zellkerne, Mitochondrien (ATP-Produktion) und mehrere Myofibrillen. Die Myofibrillen bilden die kontraktile Struktur der Muskelfaser.<br \/>\nUm die Myofibrillen befindet sich das sarkoplasmatische Retikulum (L-System &#8211; longitudinales System). Es ist Speicherort von Calcium-Ionen.<br \/>\nDie Myofibrillen sind in mehrere Untereinheiten (Sarkomere) gegliedert. Das Sarkomer wiederum besteht aus Myosin- und Aktinfilamenten.<\/p>\n<\/details>\n<details>\n<summary>Muskelkontraktion<\/summary>\n<p>Sogenannte\u00a0\u03b1-Motoneurone \u00fcbertragen Signale auf die Muskelfaser und vermitteln damit eine willk\u00fcrlich gesteuerte Bewegung. Die Motoneurone und Muskelfasern bilden zusammen eine motorische Einheit. Ein Aktionspotential wird \u00fcber die neuromuskul\u00e4re Endplatte vom Motoneuron an die Muskelfaser weitergegeben.<\/p>\n<p>Zwischen dem Axon eines Motoneurons und der Muskelfaser befindet sich eine Synapse, die neuromuskul\u00e4re Endplatte genannt wird. Trifft ein Signal vom Axon des Motoneurons ein, \u00f6ffnen sich die spannungsabh\u00e4ngigen Ca<sup>2+<\/sup>-Kan\u00e4le in der Membran.<br \/>\n\u2192 Durch den Anstieg der Calcium-Ionen verschmelzen die Vesikel, die den Transmitter Acetylcholin enthalten, mit der pr\u00e4synaptischen Membran.<br \/>\n\u2192 Acetylcholin wird in den synaptischen Spalt ausgesch\u00fcttet.<br \/>\n\u2192 Es bindet an den nicotinergen Acetylcholin-Rezeptoren in der postsynaptischen Membran.<br \/>\n\u2192 Ligandengesteuerte Na<sup>+<\/sup>-Kan\u00e4le \u00f6ffnen sich und Natrium-Ionen str\u00f6men in die Muskelfaser ein.<br \/>\n\u2192 Das Aktionspotential breitet sich weiter \u00fcber das Sarkolemm aus.<br \/>\n\u2192 Spannungsabh\u00e4ngige Ca<sup>2+<\/sup>-Kan\u00e4le im Sarkolemm (Dihydropyridinrezeptoren) werden durch ein ankommendes Aktionspotential ge\u00f6ffnet.<br \/>\n\u2192 Es kommt zu einer Konformations\u00e4nderung der Rezeptoren.<br \/>\n\u2192 In der benachbarten Membran werden die Ca<sup>2+<\/sup>-Kan\u00e4le (Ryanodinrezeptoren) ge\u00f6ffnet<br \/>\n\u2192 Calcium-Ionen str\u00f6men ein und binden an das Protein Troponin (verhindert Bindung von Myosin und Aktin), wodurch eine Konformations\u00e4nderung des Troponins hervorgerufen wird.<br \/>\n\u2192 Bindungsstelle von Myosin (Myosinkopf) wird freigegeben und bindet an Aktin<br \/>\n\u2192 Unter Abgabe von ADP verschieben sich die Myosinbr\u00fccken in Richtung Sarkomerzentrum<br \/>\n\u2192 Sobald ATP an den Myosink\u00f6pfen bindet, wird die Bindung zum Aktinfilament gel\u00f6st<br \/>\n\u2192 ATP wird zu ADP und Phosphat gespalten und das Myosink\u00f6pfchen erhebt sich wieder<br \/>\n\u2192 Durch diesen Zyklus verk\u00fcrzt sich der Muskel immer eine St\u00fcckchen mehr, es findet eine Kontraktion statt<\/p>\n<p>Sobald die Konzentration der Calcium-Ionen in der Zelle nicht mehr ausreicht um eine Konformations\u00e4nderung von Troponin hervorzurufen, ist die Kontraktion beendet.<br \/>\n<\/details>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<strong><span style=\"color: grey\">Pathophysiologie<\/span><\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/pharmako-rausch\/uebersicht\/physiologie-pathophysiologie\/skelettmuskulatur\/skelettmuskulatur-mc-quiz\/\">MC-Quiz<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/pharmako-rausch\/uebersicht\/physiologie-pathophysiologie\/skelettmuskulatur\/skelettmuskulatur-karteikarten-quiz\/\">Karteikarten-Quiz<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p><a href=\"https:\/\/userblogs.fu-berlin.de\/pharmako-rausch\/start\/uebersicht\/physiologie-pathophysiologie\/\">zur\u00fcck<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Skelettmuskulatur geh\u00f6rt zu den quergestreiften Muskeln. 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