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akademische Gegenkultur – digitaler Humanismus

Wenn ich von akademischer Gegenkultur spreche, komme ich nicht umhin mich dem Einwand zu stellen, dass ich mit einer schieren Gegen-überstellung noch nicht den Rahmen verlasse, wessen Sprachspiel ich anfeinde.

Aber so grobschlächtig muss ich nicht verfahren. Mir genügen granulare Veränderungen. So auch an Stelle der starren Studienordnungen, die erst dank des Einsatzes der Lehrenden zu Leben finden, schlicht ein den Möglichkeiten angepasstes Lernen zu etablieren, welches gleichermaßen die Durchdringung von Alltagswelt und Cyberspace forciert.

Nur so kann von meiner bescheidenen Warte aus gesehen einer totalen Verblödung und -schulung des Betriebs entgegengewirkt und den mannigfaltigen Ausprägungen der Lebensstile der Lernenden entgegengekommen werden.

Das würde ich mir wünschen, das ist meine Erfahrung der letzten Jahre. Dass ich es nicht mehr anerkennen kann, mich einem oktroyierten Plan zu unterwerfen. Man brauche nur die Augen zu öffnen und hinauszublicken welche Kollaborationsformen sich allein in den letzten zehn Jahren mit Hilfe digitaler Werkzeuge herausgebildet haben.

Sie zu beherrschen und zum Wohle der Menschheit einzusetzen, das könnte ein Grundpfeiler eines digitalen Humanismus sein.

Mitschrift – Eigenlogik der Städte, 26.11.2010

Am 26.11.2010 fand ich einen Tag Zeit, mich einer Konferenz zur Eigenlogik der Städte. Einmal mehr meine bestehende Denke, konnte ich viele Anregungen mitnehmen, um mein eigenes Denken zu verschärfen.

Es folgen Mitschriften der Beiträge von Bürk, Michel, Roskamm sowie Häußermann.

Am Ende des Beitrags finden sich einige weiterführende Links.

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___bürk___

it s an approach of cultural geography
something coming from urban anthropology
habitus of location
Ulf Hannerz (1980) Exploring the City: Inquiries Toward an Urban Anthropology, ISBN 0-231-08376-9

for myself i m still collecting fragments on this topic and start to create my own narrative representation.

kulturwissenschaftliche mit einer raumwissenschaftlichen position vermischt

eigenlob der städte / geschmackslandschaften / habitus der städte … doxa?
anthropologisch – soziologisch?

(martina löw RAUMSOZIOLOGIE)
habitus 2000 conference australien
bourdieu sagte schon, der begriff h. ist recht eng und lässt sich nicht übertragen – nun ausdifferenzierung

klassisch cultural studies begriffe – 60er structures of feeling
britischer kulturbegriff essentialistischer#
kultur = kommunikationsformen des sozialen, sondern artefakte
abschied vom sozialen zum kulturellen

whole way of life (williamson) – gegen hochkultur – auch arbeiterklasse hat eine kulturelle lebensweise

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___michel___

soziologie der städte / eigenlogik vs. neue stadtsoziologie (new urban sociology) // neomarxistische ansätze (kapitalistische stadt)
eigenlogik – neue fragen, neue antworten – felder besetzen die offen gelassen wurden, da 90er wenige theoriediskussionen

strukturprinzipien kap. gesellschaften
städte nicht als abbildungen der modernen gesellschaften

  • strukturdeterminismus

differenzsensible stadtforschung

stadtbegriffe d. e.-ansatzes
eigenlogik-reader

marcuse – s. als maßstadbsebene von besonderer bedeutung und eigener realität
empirisch arbeiten – unterbestimmung
s. als soziale wirklichkeit
s. als räumliche verdichtung

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___roskamm___

lost in spatial turn
konstruktion von ‚dichte‘ im projekt e.d.s.
essenzialismus der kultur

— konzeptioneller block —
!!! dissertation !!!!
dichte und die europ stadt im sammelband
keine darmstädter widerrede?

weitere kritik am konzept hinzufügen
weitere begriffskritik: vorredner: habitus, stadt, nun dichte

helmut berking 2008
durkheim 1893
ratzel 1891 naturdeterminismus, naturerzählung: dichte: abbild der natur
Häußermann 2004, Löw 2010 Simmel stadt = dichte und heterogenität
foucault, lefebvre -> raum: relational – löw
räumliche dimension gesellschaftlichen wandels – benno werlen
spatial-turn-kritik – stephan günzel
gerhard hard 2008- differenzierungslosigkeit und kosmisierung
dichte als frage, nicht als lösung

‚typographische dichte‘ ‚topologische dichte‘-dispersion ‚topographische dichte‘
gabriel hard – bruno latour (britische stadtforschung) – ant

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___höhne___

philosophie
identität, logik, wiedersprüche
feld e.logik aus phil. perspekt.

löw: chic. school: stadt als laboratorium der gesellschaft?

jan kemper – diagramme – diagrammatisches verständnis

petra gehring – was ist eigenlogik

  • vorsichtig, konjunktiv,misstrauen
  • weder etwas eigenes, noch eine logik
  • beginn mit einer unterscheidung das singuläre (einzigartig) (außerhalb der regel), das besondere (einzelne) (ausnahme von der regel)
  • berking identitätslogik einer relationalen differenz

keine verallgemeinerung, sondern unterscheidung (differenz, identität: dialektisch//komplementär zur identität)

„Wie eine Stadt sich entwickelt, ist abhängig davon, wie andere relevante Städte sich behaupten.“

hegel: identität ist identität und nicht-identität (these, anti-these, verweigerung der synthese)
kein allg. abstraktum der stadt – wiss. der städte, nicht der stadt, keine subsummation, sondern ansammlung von städten,
stadtnetzwerke (löw -> castells, typenbildung, familienähnlichkeit [spiele…keine aufhebung, kein abstraktum, darin belassen])
rad. bekenntnis zu nominalismus

identität nicht nur ausgrenzung der nicht-identität sondern auch singularität
berking: verschiebung von stadt zu städten
das eigensinnige, der verallgemeinerung sich entziehende
aufhebung führt zur stadt als paradigmatischen form – stadtsoziologie „ohne stadt“

frage der herausarbeitung einer intrinsischen logik – differenzdenken wird zugunsten homogenisierung verabschiedet
universell strukturierende integrierung (habitus, feld, potentiell deterministische dominanz)

löw: manchester vs. sheffield … wirkmächtig und entscheidend
teilhabe macht den unterschied am ganzen – ausformung einer funktionalen differenzierung
auflösung des widersprüchlichen, unvorhergesehenees, widerständiges, eigenl. hintergrundrauschen wird vereinheitlicht

zentrales und unhinterfragtes axiom des ansatzes: es gibt eine eigenlogik
klasse, gender, migration, werte, etc. – ebene der heterogenität unter den städten wäre formulierbar
bloße modulation der netzwerke, reproduktion der selbstreferenzialität

„Widersprüche und milleuspezifische Differenzen sind möglich, bleiben aber auf die Struktur der Stadt insbesondere durch dominante Deutungsmuster bezogen“

löw 2008 s.49f
städte eigensinnig, prozesse in der stadt eigentlich nicht, moduliert durch eigenlog. hintergrundmusik
urbane eigenlogik – holistisch universell

„Das heißt, es existieren Grundstrukturen einer Stadt, die alle Lebensbereiche durchziehen.“

berking 2008 S. 28

„Großstädtische Doya ist ein relationales Konstrukt. Der Individuelle Fall ist intern und zwar positionspsezifisch differenziert und fügt sich doch einem beschreibbaren Ganzen“

ebd.

Analyse von Verhältnissen und Städten – nicht der Stadt
holistische Logik, auf die sich jedes Phänomen beziehen muss

kritik des identitätslogischen denkens, gilles deleuze
differenzen und widerholung, totalitärer ansatz des vereinheitlichenden vs. mannigfaltigen, brüchigen
attacke an hegel, reduktion der differenzen als bloße modifikation, negatives antithetisches prinzip vermag die totalität nicht zu dekonstruieren
singuläre: die absulute infragestellung der totalität

positive aufhebung des dialekt. prozesses als bloße
postulierte ganzheit, auch adorno misstraute.

immanennt politisches denken (gehring mit foucault)
guattari+deleuze anti-ödipus im vorwort f.

„Verlange von der politik nicht die wiederherstellung der ‚rechte‘ des individuums, so wie die phielosophie sie definiert hat! das individuum ist das produkt der macht. viel nötiger ist es zu ‚ent-idnividualisieren‘, und zwar mittels Multiplikation und Verschiebung.“

othering, etc.

Wien darf nicht Chicago werden!(1930er Bild von B.Brecht, also Berlin, Gangsterbild)
agorien gilt es zu vermeiden

stadt selbst als homogen handelnd postuliert
weber
global cities saskia sassen

eigenl. postulat, individualisierend, sicht der darmstädter:

„A city does not compete for the Olympics, certain groups within it do, others often object mightily. this idea of the city as an actor is perhaps the most politically loaded … (of) usages, for it implies a harmony of interest within a city. peter marcuse unpublished manuscript how ant changes urban studies

2010, S. 10

dezentrierung des urbanen die stadt als plurales dynamisches objekt dabei heterogene, ambivalente phänomene

ein soziales feld definiert sich nicht durch seine widersprüche, es existiert vielmehr in dem, was ihm unaufhörlich entgleitet, also in der gesamtheit seiner fluchtlinien; nund die gesellchschaft ist etwas, das leckt, finanziell, ideologisch, es gibt überall leckstellen. balke, deleuze campus 1998 s. 17

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diskussion:
ebene der stadt und ebene der städte verschmelzen? post.strukt. geht zurück zur stadtsoziologie

wie kann ich etwas eigenes formulieren? deleuzianisches programm … romantisierend, rhetorisch
was ist das absolut singuläre gegenüber differenziellen totalitäten

widersprüche, kontrapunktik, miteinander-gegeneinanderlaufend gottgefällig, neuere, höhere harmonie artis liberalis – musiktheorie
ideen und konzeption des dialekt. denkens

Ganzheit – nimmt funktion der diff. ein

  • eigenlogik zurückgefallen in die frühzeit des dialekt. denkens

differenz aushalten evtl. schwer

in singularitäten denken ohne sich in metaphern zu flüchten? -> normative bestimmung – outstanding universal value
lacans kritik an deleuze kritik an hegel
einzigartigkeiten misst sich an einzigartigkeiten und werden zu unfassbarkeiten – logik verschwindet, ereignistheorie (philosophie)

„ihr seid noch nicht mal richtig eigenlogisch. wir haben das gleiche problem“

differenzierung von form und inhalt? (wie bei dichte)
formale strukturierung, inhaltliche fülle beliebig
passt das zusammen?

essenzialistische deterministische subsumption der besonderheiten?
raumsoziologie einfach formuliert, wir müssen über nichts reden, was es vorher schon gab, sondern beschreiben alles was es gibt.
eigenlogiker wissen, dass wien nicht istanbul werden kann.

raumsoz. mehrere räume an einem ort möglich – mehrere städte an einem ort möglich, zentrale orte, mehrere funktionene
zentralität – anderer begriff – nicht unähnlich gedacht

postuliert sie ist theorie? was ist es denn nicht? schöne induktionsschleife, wunderbar visuell gezeigt.
sozialtheorie. theorie der städte. was bezeichnet man nicht. definitionslehre
geographie seit 200 jahren

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julia lossau – juni

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___rede häußermann___

max weber – mentalitäten
regionale, der arbeiter
forschung rolf lindner 70er, 80er
erforschung regionaler, lokaler kultur ins stocken geraten
gut geschrieben, ethnologische arbeiten, konstruktionen, interessant, gut

nicht soziologische forschung die sich auf empirische fakten bezieht
die versucht mit einem modell etwas nachzuweisen

verwischung, aufhebung in der eigenl.
großstadt ethnologie, soziologie der städte

ethnizität (doxa)
kennzeichen von ethn. mind. sprache, normen, kleidung
städte sind ‚fundamental‘ verschieden
wie was damit gemeint ist und was uns das sagt?

was sind die fragen gegen eine soz. beschäftigung mit der stadt. (stadtplanungssoziologie, chig. school ökonomische beschreibung)
(1) was passiert in der planung und welches soziol. wissen?
vorbereitende untersuchung sozialstruktur, sozialplan, beschäftigungsmöglichkeiten
unt. zu krit. soz. vorgeschrieben worüber nachdenken
nicht über „kapitalismus“ nachdenken
tango tanzen, aber nur telefonzelle dafür
new urban, kritische, neomarxistische stadtsoziologie als wirkliche alternative
an theoretische disk. in soziol. anknüpfen, städtische lebensverhältnisse & entscheidungsprozesse
was ist soziol.?
gesellsch. lebenschancen, was ist ungleichheit?
wenn das nicht, dann weitgehend langweilig – davon gibt es viel
macht & herrschaft -> politik
neue alte stadtsoziologie keine wirkliche unterscheidung von soz. und powi mit ökonomischen fragen

stadt ein gegenstand? geogr. , administrativ
kein sozialer gegenstand, nicht abgrenzbar
nicht mehr wie zu beginn (simmel) stadt profilieren gegenüber land, groß gegenüber klein
heute geht es nicht mehr, gesellschaft urbanisiert, mod. gesellschaft, moderne gesellschaft.
heute kein distinktes urbanes system mehr

struktur die chancen verteilt.
eigenarten spez. lebensweisen zu ermöglichen und vermittlen -> vergesellschaftung (moderne weg von traditionalen gemeinsch.formen)
stadt als umwelt, bauliche, bebaute, für das verhalten relevant. ökologische ansätze
ursprünge darauf gerichtet negative effekte der verdichtung
abweichendes verhalten, kriminalität, geisteskrankheit als zentrale fragen
umwelt & verhalten, sozialpsychologie

heute wieder: kontexteffekte
problem der früheren ökol. ansätze: aggregatdaten 70% bew. angestellte im öff. dienst->geisteskrankheiten
korrelation ist beweis … haha, man muss es erklären können
heute methoden, theorie, bestimmte zusammensetzungen haben effekte
aber aggregateffekte, additionseffekte hinausaddieren
soziale herkunft
familie

damit nicht mehr erklärbare reste: kontexteffekte

-> erklärbar durch eigenlogik?

(4) stadtsoz. traditionell, häufig propagiert, wenig realisiert: städtevergleich
hans oswald, früh. kritiker der trad. stadt.soz.
spezifisches d. s.: filter für die bewohner – nicht alle möglichkeiten kommen an
manche dinge lokal nicht verfügbar, erkennbar. andere dominant.

studie zeche & gemeinde
interviews mit jugendlichen – alle wollten bergmann, ingenieur werden, konnten sich nichts anderes vorstellen – filter
nur teile der gesamten gesellsch. mögl. kommen in einer stadt an und werden dort realisiert

gescihchte, struktur, ökonomie, kommunikation

(5) keine geschlossenen systeme, offen für einflüsse
vernetzt, übergeordnete zusammenhänge
studie middletown 20er30er ökonomie -10 jahre später – völlig geirrt – lokale prozesse hatten überlokale ursachen
globalisierung hat wesentliche einflüsse
politische institutionen, prozesse, machtstrukturen (studien…) sind verschieden
städte als mikrokosmos von makrostrukturen – nein
stadtpolitik, akteure (zivilgesellschaft, bürgertum, interessengruppen), versch. lok. kulturen

buch stört: gesamte forschung davor nicht betrachtet. einzelne aufsätze
gemeindestudien gab es, untersuchungen gemeinden vergleichend
zwei bayerische dörfer warum widerstand gegen die nazis, in der anderen nicht?
ruhrgebiet warum arbeiterbewegung radikal und in der anderen nicht?
wolfsburg 3mal in 10 jahren untersucht worden – singulär nur eine stadt, wird nicht erwähnt
studie von wiegel arbeiter in friesland und in baden – untersch. arbeitslosenquoten – wollen die einen arbeiten, die anderen nicht?

gibt es lokale regionale mentalitäten, die relevant sind?
…kirchen 2 mal untersucht worden – gemeindestudie als objekt oder als methode
50er60er jahre – keine surveys möglich
soziale schichtung an einer stadt untersucht – typische stadt – gemeinde studie als methode – heute andere möglichkeiten

gibt es hat es immer gegeben
suche nach gemeinschaft, harmonie in der kleinen stadt
abgebrochen: es ist unsinn eine stadt als singuläres phänomen zu betrachten
etwas über die stadt erfahren, aber nicht über das leben in solchen städten

Warum ist die Stadt kein soziologischer Gegenstand?
Stadt als vergesellschaftungsform, Form des gesellschaftlichen Lebens, vom besonderen abstrahieren
sinnvoll unmöglich: stadtsoziologie, international en vogue 60er70er intern. soc. assoc. spaltung: (human-)ökologen, new urban soc. (eher neomarx., gleichheit, gerechtigkeit)

Stadt als politische Einheit existiert
abgrenzbar, wer darf wählen, wer in institutionen, wer wird gewählt
wie wird behandelt, welche entscheidungen, welche partizipationsstrukturen, wie planung – nur eingebettet in übergeordnete strukturen

ein punkt – was sind die fragen? was will dieser ansatz?
S. 109
Die Notwendigkeit einer sozialwissenschaftlichen differenzsensiblen Städteforschung ergibt sich aus wissenschaftlichen Blindfeldern. Unzutreffende Verallgemeinerungen von…Unkenntnis stadtspezifischer potentiale, unwissen über zwänge die aus ortsspezifischen, sowie …
…daraus resultierende kreative kräfte

keine politischen vorwürfe, politik kommt nicht vor, in dienst zu nehmen, neoliberal kommt nicht vor
kreative kräfte gegen vorwurf an die neue-alte dass sie auf problemfigurationen fokussiert
kreative potentiale – andere krisen und von krieg.
vieles nicht auf goldwaage – aber genau lesen, hast was verpasst
profilierungszwang – man muss sich absetzen, was anderes machen
eine klare aussage

wenn man fragt was sind denn die haupt- fragen, was machen wir neu?
„Die Eigenlogik der Stadt als unhinterfragte Gewissheit über die Stadt findet sich in unterschiedlichen Ausdrucksgestalten
materielle … Symbolik
Jede Stadt weißt interne Differenzierung auf, Segregation, Lebenswelten Kulturen wurden nie thematisiert
Die Basisannahme ist jedoch dass sich soziale Milieus, Altersgruppen und Geschlechter auf die Strukturen der Stadt…beziehen

zusätzlich , eine neue grundlegung
ergänzende hinwendung fundamentaler unterschied

aber wie hängt das zusammen? Wie hängt das Schicksal des Einzelnen, die Lebenschancen mit gesamtgesellschaftlichen Strukturen und lokalen.
Was versagt perspektiven?

Stadt die bestimmte Wahrnehmungen nicht zulässt, bestimmte Möglichkeiten nicht wahrnimmt, bestimmte Berufe nicht vorkommen

  • Problem für die die dort aufwachsen
  • Entwicklungsproblem wenn Städte in sich geschlossen sind

Unverständnis

  • Personifizierung der Stadt stößt auf. Charakter, Habitus, die Doxa, „lokale Gefühlsstruktur“ S. 30

differenziert, fragmentiert, immer ungleicher – wie kann von l. G. struktur gesprochen werden?

Armut fühlt sich in S1 anders an als in S2 – Soz. sollte bedeuten Was bedeutet Armut?
Was ist das für eine Frage? Wie es sich anfühlt?

Verdichtung und was das ist.
Stadt als Einheit. Subjekt. Person. Gefühle. Charakter.
gleichzeitig Verdichtung
die Beschreibung des Städtischen bei Simmel
Es geht um die Beschreibung des spezifisch Städtischen. Dichte, Heterogenität, Größe.
Deckt sich nicht mit der ganzen Stadt. Vorgeworfen: nur Innenstadt.
Louis … der es übernammen hat

nicht toleranz, sondern gleichgültigkeit – kehrseite der individuellen freiheit – simmel. spez. großstädtisch
kein raum, keine abgrenzung

martina: verd. überspannen eine stadt. unklar, tolerant. Unschärfe ist vielleicht mitgedacht.

kurz zusammengefasst:
1. Relevanz – Warum machen die das? Was nutzt das? Was sind die Konsequenzen?
Wenn es stimmte dass die Gefühlsstruktur, die Doxa was mit dem wirtschaftlichen Potential zu tun hätte, gäbe es große Relevanz. Aber kein Punkt.
kein empirischer Versuch, etwas einzulösen -> schade interessant bei so großen thesen – den versuch zu machen

quer zu den schichten milieus stadtteilen DIE stadt bestimmte LOGIK mentalitäten
interne differenzierung betonen wir immer , städte laufen auseinander, lebenswelten laufen auseinander, immer größere ungleichheiten

2. interne Differenzierung verträgt sich wie mit der Idee EINER Eigenlogik?
Bewohner? dort geborene? Zugezogene?

3. soziologische Fragen vom Anfang sind weitgehen abwesend.
Macht Herrschaft Ungleichheit nicht gestellt
Politik abwesend
Modelle finden sich nicht, wie Zus.hang sein könnte.

4. Essentialismus. Substanzialismus
Woher kommen diese Einstellungen, Doxa.
Die sind einfach da, ohne Erklärung. Auch die Geschichte erklärt das nicht.
Keine Idee, wie sie sich verändern können.

Keine Prognose, keine Veränderungsmöglichkeit
Ausgeliefertheit

Abwesenheit von Soziologie.

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–Diskussion—

analogie zu der stadt als subjekt und macht von sozialer differenzierung
wortwörtlich deutsche stadt. deutsche dings. deutsche bums. sie schrieb darüber. 1. dezember denkmalpflege gegen attrapenkult. kunstgeschichte
verarbeitung von verlust. stadtbücher des deutschen kunstverlages. personalisieren die stadt.

Wiederherstellung der Stadt, des Subjekts feiern.
genauso Umstandslos Stadt als Eigenes besonderes, mit eigener Logik. Münster. Avantgarde, der Münsteraner, die Gebäude
Schnittstelle aus Baukultur, Architektur, Räume
soziale Differenzierung könnte man als Vergleich heranziehen, keine soz. Studie
H:lokale Kultur der lokalen Tradition oder … Eigenlogik
Phänomen der … Stadt als Entität

Peter Bürger und Sewald: Eigenlogik ist post-traumatisch? im deutschen Kontext?
in internationaler Debatte wird diese Perspektive nicht verfolgt.
Angesichts von Verlust und Verlustangst das heraufbeschwören des großen Ganzen, oder einfach Branding

vielleicht ist es nicht relevant
(1) die stadtsoziologie, ökonomie, soz. ungleichheit, planung, lässt das lokale aus. das gefühlte ist wahr.
die stadtethnologie macht das aber schon. warum stadtsoziologie nennen?

(2) wissenssoziologisch interpretieren
sehnsuch nach jahrzentelanger verschließung der stadtpolitik gegenüber der produktion sozialer probleme und ungleichheit
analysen aus frauenzeitschriften sind das. branding, marketing
trifft es irgendetwas? städtekonkurrenz, branding wird nicht platt, sondern kritisch gesehen.
frage: wie repräsentieren sich städte? keine soziologische frage.
aber es ist natürlich nicht von nichts die rede

(3) repräsentation der städte diskursfähig machen einer unhinterfragten eigenlogik
raumsoziologie praktisches und soziologisches bewusstsein
wenn jemand die werbung für eine stadt interpretiert. das liest sich ja ganz schön. aber was das bedeutet, was bewirkt das, wen spricht das an. außerhalb der fragestellung
die stadt macht etwas. mit ihren bürgern. nur wie? was? mit wem?

differenzierung zugunsten des mythologischen ganzen. raum vergessen.

(4) hannah hermes
politik sei bei löw abwesend, sitzt selbst in LOEWE, stadtplanung, etc. – keine politische relevanz
wissenschaftspolitisch ja. kulturreferenten und stadtentwicklungsreferenten kriegen glänzende augen, wenn nicht von problemen die rede ist.

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ansatz von martina löw städten eine anweisung geben möchte, wie man es machen kann.

kuhn – wissenschaftspolitisch – institutionenpolitik – wie das paradigma etabliert wird.

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positives bild nötig, weil nicht jeder lust hat apokalyptische visionen zu lesen.
gestrige faz.

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___linksammlung___
darmstadt

Tagungsposting beim Center for Metropolitain Studies an der TU Berlin mit Programm, Flyer und Tagungsbericht.

___textsammlung___
kritisch – lesekreis – löw, löw 2, belina (hu moodle account und eintragung in den lk gesellschaft, macht, raum erforderlich)

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EOF

Krämer – kodiert

persönliche Präsentation = Performance (Performanz) / Ver_körperung_
der Potentiale
Person x Projekt = Passion?
Intersubjektivität der sozialen Dimension im Reden ist eine
Verpflichtung, ethische Beziehung
Sprache Raum Ordnungsmuster Matrix
Stimme Stimmung

Atemhauch Resonanzkörper
immateriell materiell (Kehlkopfbänder)

emotio motio Bewegung
-> unwillkürliche, untrügliche Kunde von sich selbst

personare – durch die Maske tönen

Problem am Anfang, Ziel in Antwort Strategie
Unwissenheit artikulieren, nicht gleich die Wahrheit
Neuland abholen mitnehmen, überspringen

Philosophie

klare These != Kontroverse, Projektionsfläche
Selektion, Position
Essenz des Gedankenganges mit überlegen stark machen
begründen, was die Wurzeln der Güte eines Ged.gangs

Kongruenz von Inhalt & Form
kreativ doch greifbar

Bezug zum Lachen sich bewahren
Zierrat != fasse dich kurz

„Getretner Quark wird breit und stark.“

Déscartes’sche [Klar]heit(empfinden,verstehen wirkt), Transparenz,
Verständlichkeit
~philosophische Qualität der Sprache
Eleganz (vgl. Mathematische Beweise, wenig Axiome)
Ästhetik

Trinität: Raum, Präsenz, Überblick

Vortrag als verbalsprachliche Vermittlung

Struktur von Argumenten

Anfang
spannende Geschichten, Fragen
-> Zuhören zu einer Denkbewegung anstiften

Nach den Zeichen
Die Wiederkehr d. Wirklichk. & die Krise des Poststrukturalismus
Krämer, Schülein, Wöpking

Wer ein warum zu leben hat, erträgt auch fast jedes wie.

Tapferkeit
„Das Rauschen des Inspirationsmeeres zu komponieren“

Liebe als Selbstzweck
Raum für andere ermöglichen
Sinnsolo in den Lebenswelten

Schrift zwingt zur Selektion das Nichtgesagte
Negativgedanke
de Saussure
Walt xxxForstxxx xxxBäumexxx
-Foucault Diskursbegriffe
Feld Epoche: Was wird gesagt, was nicht?
-Derrida „zwischen den Zeilen“

Transkript – empirische Philosophie

Jeanne Berrenberg am 8.12. im völlig überfüllten Seminarraum, auf dem Boden mit Zuhörern bis vor die Türen gepflastert, etwa 25 nach sechs eingetroffen.

Das soll also Ethnologie sein?

Merlau-Ponty beschreibe sie als eine „Art des Denkens“, Wittgenstein sähe in ihr den „Standpunkt, der am weitesten draußen liegt“.
Sie beschreibt, was der Fall ist, nicht, was sein sollte.

Das Einnehmen dieses Standpunktes geschieht durch einen Blick auf sozial immer relative, grundlegende Denkkonzepte, deren Prämissen zumeist auf unbewussten symbolischen Abstraktionen beruhen, welche symbolische Klassifikationen zulassen.

Sie, die Ethnologie, als empirische Philosophie vorgestellt, beruht dabei auf dem gegenwärtigen Stand der Forschung in Erkenntnistheorie und erkennt keine objektiven Wahrheiten an.

Was wir als schönes Wetter empfinden, den Sonnenschein am Strand, kann für einen anderen der Regen nach der Dürreperiode bedeuten. Mauern mögen uns schützen, andernorts werden sie als Einengung wahrgenommen. Eine gute Infrastruktur kann von großer zivilisatorischer Bedeutung sein, doch wo nicht Bequemlichkeit und Tempo „herrschende“ Maxime sind, sondern vielmehr Gemeinschaft und Kommunikation im Vordergrund stehen, können Trinkwasserleitungen nicht den liebgewonnenen Gang zum Brunnen ersetzen, geschweige denn dabei stattfindende Gespräche.

Soziale Phänomene sind somit alle konstruiert und damit ziemlich zufällig.

Die Ethnologie richtet hierbei ihr Augenmerk auf das Milieu von Menschen. In diesem mikrosoziologischen Umfeld zur Reproduktion gesellschaftlicher Codes findet sie die impliziten Regeln der Grammatik der symbolischen Ordnung.

Meinen wir ja oder nein wenn wir nicken? Oder wenn wir den Kopf schütteln? Was meint jemand, der mit dem Kopf wackelt? Ja, nein, vielleicht, hängt vom Kontext ab?

Wir Anwesende als Potpurri von Individualisten seien somit hochangepasst an die dominante Kultur. Gegenwärtige hegemoniale Narrative erfüllen größtenteils nicht den Anspruch an eine Freiheit des Geistes, ökonomische Autonomie oder Mitbestimmung.
Es läge an uns, Gegennarrative zu entwickeln.

Der Zufall im Verständnis unserer Brachialkausalität steht demnach einer Vielfältigkeit von 20 Subkategorien im indischen Sprachraum gegenüber. Der abendländischen Logik mit ihrem universalen Anspruch, welcher dem Imperialismus eher gedient als geschadet hat, erweisen wir nur würdige Kritik, wenn wir uns auf unsere indigene, lokale Kultur besinnen und einen Prozess der westlichen wissenschaftlichen Dekolonisierung anstreben.

Aus Wittgensteins Grenzen der Sprache, welche gleichermaßen die Grenzen der Welt seien, schließt Berrenberg darauf, dass wir nicht nicht-sprachlich denken können. Wenn denken Sprache voraussetzt, ja. Wenn denken jedoch jegliche Art von Geistesaktivität sein könnte, widerspräche ich ihr.

Ähnlich wie beim Zufall stehen unserer historizistisch, linearen Konzeption von Zeit Vorstellungen von pulsierenden, sozialen, gar kreisläufigen Zeiten bei.

Unsere Vorstellung von geistigem Eigentum bedingen die Prämissen der Existenz des Individualismus als Gesellschaftskonstruktion sowie des privaten Eigentums. Wir bräuchten eine moralökonomische Einbettung des gesellschaftlichen Lebens der Menschen, kein marktökonomisches. Auf Recht, Administration, Politik, Bildung, etc. , (jegliche hegemonialen Narrative) sei kein Verlaß.

Vertrauen muss erwiesen werden, denn es basiert auf einer kulturellen Gedächtnisspur.

„Der Apparat als Ressource für wenige“, am Beispiel Russlands eingehender erläutert, steht bspw. für Willkür, die man mit ethnologischen Mitteln herauslesen kann.

Aus dem zähleibigen Habitus, entstanden durch Sozialisation, Erfahrungen und Narrative, entstehen durch Interaktionen die Reproduktionen dieser symbolischen Klassifikationen..

Es folgen Kommentare zu den 68ern, der Mafia in Italien und…

…9/11.

Es zeigte sich einmal mehr deutlich, wie „das Andere immer im Raster der Eigenkultur wahrgenommen und bewertet“ wird.

Afghanistan nenne man nicht ohne Grund den „Friedhof der Invasionäre“.

Die Medien erschüfen nun im öffentlichen Diskurs ein Bewusstsein nach dem Motto:
„macht man etwas nicht so wie bei uns, macht man es falsch“

Solche diskursiven Leitplanken entsprüngen demnach einem Verständnis von unilinearer Kausalität, wohingegen viel eher etwas Systemtheorie angespickt mit Dekonstruktion und einem Hauch Chaostheorie angebrachter wären.

Wir sollen in die Lage versetzt werden, unser „geleitet sein durch Diskurse erkennen und durchschauen“ zu können.

Es geht um den Erhalt einer dynamischen Machtbalanche eigenkultureller Logiken am Ort, welche z.T. nur äußerst schwierig in unserer Sprache darzustellen sind.

Kommentare zum Verhältnis der Begriffe Autorität und Herrschaftslosigkeit im Kontext der Organisationsstrukturen westländischen und afghanischen Militärs sowie das Kopftuch wurden kurz vor meinem Entschwinden auch noch erwähnt, jedoch enthält alles bis hierhin gesagt bereits genügend Zündstoff, welcher Stück für Stück abgefackelt werden kann.

Swidbert Ranulf.

Warum ein weiteres Blog?

Entstanden im Alaunpark / Dresden, aus Vornamen eines Kalendes, ergreift Swidbert seinen Raum. Platz für keine Gedankenkritzel mehr, keine Skizzen von Abbildern möglicher Theorien, sondern der Versuch des verständigen Austausches.

Ein Ort des kritischen Kommentars, ein Ort des Abschweifens.

Die Räume, hier erschaffen, finden sich womöglich auch anderswo? Wer mag das abstreiten.

Es folgt…