Wikis für Wissenschaft und Forschung

CeDiS stellt neue Wiki-Vorlage als Austauschplattform für Forschende zur Verfügung

Warum eine Austauschplattform für Forschende?

Wikis für Wissenschaft und Forschung

Forschungsgruppen arbeiten häufig dezentral und hochschul- bzw. standortübergreifend und müssen sich daher fachlich und organisatorisch im Projekt besonders gut vernetzen. Um Forschenden an der Freien Universität Berlin, die mit Kolleginnen und Kollegen in größeren wissenschaftlichen Kontexten kooperieren eine einfach zu nutzende Plattform bereitstellen zu können, hat CeDiS im FU-Wiki System eine sehr nutzerfreundliche Plattform prototypisch erstellt. Mit dieser Kooperations- und Kommunikationsplattform, die Sie mit einem Klick einrichten können, haben Sie die Möglichkeit, an einer zentralen webbasierten Stelle Ihr gesamtes Projekt zu koordinieren, z.B.

  • sich transparent zu organisieren, zu kommunizieren und sich auszutauschen,
  • Dokumente abzulegen,
  • kollaborativ Forschungsinhalte zu erstellen,
  • gemeinsame Termine und Kalender zu pflegen,
  • Veranstaltungen zu planen, Protokolle und To-Do-Listen verwalten.

CeDiS unterstützt Sie dabei!

Für all diese Zwecke – und vieles mehr – können Sie unsere neue Wiki-Plattform zur Koordination, Organisation und Kommunikation in Forschungsgruppen nutzen!
Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Weiterführende Informationen

Hier geht es zu unserem Prototypen der Austauschplattform.
Der folgende Link führt Sie zu unserer Wiki – Dokumentation.
Unsere Wiki – Selbstlernmodule finden Sie hier.

Neue Funktion: 2 Klicks für Social Media Plugins

Liebe Blog-Nutzerinnen und Nutzer,

2 Klicks für mehr Sicherheit; Bildquelle: heise.deviele Web-Seiten binden bereits Social Media Buttons ein, wie z.B. „Gefällt mir“-Buttons von Facebook, „g+“ von Google+ oder „Tweet“ für Twitter. Dadurch vernetzen sich die Nutzerinnen und Nutzer von Socialen Netzwerken einfacher und schneller. Wir haben in den vergangenen Wochen mehrfach Anfragen von unseren Blogbetreibern bekommen, ob wir diese Buttons auch für das zentrale Blog-System freischalten können.

Allerdings können durch diese Buttons schon beim Aufruf der Seite personenbezogenen Daten an die Betreiber der Netzwerkplattformen übertragen werden, und zwar ohne, dass die Besucher der Seite dies mitbekommen oder steuern können. Details zu dieser Problematik erklärt der Artikel „Das Like-Problem“ auf dem Portal Heise.de.

Daher hat das Center für Digitale Systeme (CeDiS) eine „2-Klick-Lösung“ für das zentrale Blogsystem der Freien Universität Berlin implementiert, die auf das Prinzip von „Heise.de“ beruht. Mit Hilfe dieser Funktionalität kann man die Buttons der sozialen Netzwerken datenschutzkonform einbinden. Ihre Funktionen werden durch die Besucher der Seite gesteuert und nur bei „Bedarf“ aktiviert.

Anleitung

Die nachfolgende Schritt-für-Schritt Anleitung zeigt Ihnen mit Hilfe mehrerer Screenshots, wie Sie die 2-Klick-Lösung in Ihrem Blog einfügen können.

„Neue Funktion: 2 Klicks für Social Media Plugins“ weiterlesen

Blogupdate abgeschlossen

 

  Liebe Blog-Nutzerinnen und Nutzer,

Das Center für Digitale Systeme (CeDiS) hat das  Update des Bolgsystems der Freien Universität Berlin erfolgreich durchgeführt. Neben der hierbeschriebenen Neuerungen eröffnen sich nun die Türen, unser Blogsystem flexibler zu gestalten und besser an Ihre Wünschen anzupassen.

Wir bedanken uns für Ihre Geduld! Für alle Fragen und Anregungen sind wir gern Ihr Ansprechpartner.

Ihr CeDiS Team (Kontakt)

 

Reader zum Urheberrecht

Eigentumsfragen sind Machtfragen. Nirgends werden diese Fragen lauter und provozierender gestellt als im Internet: Durch die Digitalisierung geistiger Werke und den schnellen Austausch von Daten und Informationen werden starre Verfügungsrechte aufgelöst.

Die Heinrich-Böll-Stiftung und iRights.info veröffentlichen einen Reader zum Urheberrecht, mit Texten u.a. von Lawrence Lessig, Cory Doctorow, Till Kreutzer, Ilja Braun und einigen anderen. Der Reader steht ab sofort als PDF zur Verfügung.

Bill Gates: About E-Learning

In seinem Annual Letter 2010 widmet sich der Microsoft Gründer u.a dem Thema Online Lernen. Neben klassischen face-to-face Lernarrangements werden interaktive und videounterstützte Lern-Formate zukünftig die Menschen von den Möglichkeiten des Internets überzeugen und begeistern.

Most of us have had a teacher whose lectures made a subject seem fascinating even though we didn’t expect that it would be. If you are going to take the time to listen to a lecture, you should hear it from the very best. Now that finding and watching videos is a standard part of the Internet experience, we can put great teachers’ lectures online.

Und Bill bildet sich selbst gerne und regelmäßig online weiter…

I particularly like the physics courses by Walter Lewin and the solid-state chemistry course by Donald Sadoway, both from MIT. When I want to learn a new concept like the Carnot limit on getting usable energy out of heat, I often will watch lectures from different courses to see how it is explained and test my understanding.

Oft genug sei in der Vergangenheit schon viel Material interaktiv aufbereitet worden. Dennoch ist dieses Material unstrukturiert verteilt und nur schwer auffindbar. Hier gilt es, Mechanismen zu finden, das Material zu organisieren, zu sichten, zu bewerten und auffindbar zu machen.

Once we have this material in place, it can be used in many different ways. A teacher can watch and learn how to make a subject more interesting. A teacher can assign subsets of the material to students who are behind and finding something difficult. A teacher can suggest online material to a student who is ahead and wants to learn more. A teacher can assign an interactive session to diagnose where a student is weak and make sure they get practice on the areas that are difficult for them. Self-motivated students can take entire courses on their own. If they want to prove they learned the material to help qualify for a job, a trusted accreditation service independent from any school should be able to verify their abilities.

Projekte wie „Academic Earth“ schaffen nach Gates Meinung Abhilfe. Die Plattform versammelt renommierte Wissenschafter/innen im Netz und bietet ähnlich wie iTunes U interessierten Zugang zu zahllosen Video-Lectures. „Academic Earth“ ist 2009 zu einer der 50 besten Websites weltweit gewählt worden.

Die Vorschläge sind nicht wirklich überraschend neu, allerdings in der Person des reichsten und einflußreichen Unternehmers und stiftungsvorsitzenden Gates mit Sicherheit nachhaltig verankert und beachtet.

Twitter & Social Media im Unterricht – Ausprobieren!

Ein interessanter Bericht zum Einsatz neuer interaktiver Anwendungen, wie Twitter oder Facebook an der New Milford Highschool, erläutert die Verwendung von Social Media im High-School Unterricht. Die Lehrenden nutzen solche sozialen Plattformen und Anwendungen, deren Umgang und Verwendung die Lernenden bereits aus anderen (zumeist privaten) Zusammenhängen kennen. Dabei wird u.a. Twitter auch im Kontext von Recherche und Kommunikation unter Lehrenden und Lernenden genutzt:

Teachers are looking at each other and looking at researchers saying, ‘How should we do this? What is best practice? What does the research say about how we should be doing this? We’re not quite there yet. Research hasn’t caught up with the technology.

Und obgleich noch keine weitreichenden Erfahrungen in Umgang und Einsatz sozialer Software gemacht wurden, „testen“ die Lehrenden couragiert die neuen Möglichkeiten und erkunden deren Potenzial.

No hard data exists on how using Web 2.0 applications in the classroom affects student achievement, partly because the technology is relatively new. But […] teaching strategies that encourage students to interact with each other online could make them more engaged and ultimately more successful.
(Quelle: NorthJersey.com)

Hierzu auch der Beitrag: 100 Ways You Should Be Using Facebook in Your Classroom

Interaktives GeschichtsWiki für Schulen

Studierende historischer Lehramtsstudiengänge der Saar-Uni haben im Sommersemester 2009 im Rahmen eines fachdidaktischen Seminars ein neues Projekt initiiert: ein interaktives Geschichtsbuch für Schüler an erweiterten Realschulen, Gesamtschulen und Gymnasien im Saarland.

Es funktioniert in Form eines „Wikis“, bei dem Benutzer die Inhalte der Webseiten nicht nur lesen, sondern auch selber online ändern und ergänzen können. Die neuen Unterrichtsmaterialien sind in die Epochen Antike, Mittelalter und Neuzeit gegliedert. Wichtige historische Ereignisse und Themen – von der Varusschlacht über das Leben in Ritterburgen bis hin zum Frauenwahlrecht – wurden mithilfe von kurzen Animationsfilmen, zahlreichen Darstellungen und Schüler-Aufgaben multimedial aufbereitet. Bei Erarbeitung des „Geschichts-Wikis“ haben sich die Studenten an den Lehrplänen für das Fach Geschichte an saarländischen Schulen orientiert. Die neuen Seiten sind aber nicht nur für Schüler gedacht, sondern richten sich an alle, die sich für Geschichte interessieren.
(Quelle: idw)

Das interaktive Geschichtsbuch ist unter folgendem Link zu finden: https://wikiag.uni-saarland.de

Kostenloses eBook Internetrecht

In der bereits dreizehnten Auflage hat Prof. Thomas Hoeren das von ihm bereits seit 2003 herausgegebene, kostenlose und halbjährlich aktualisierte eBook “Internetrecht” veröffentlicht. Das eBook, das in seinen Vorauflagen nach Angabe von Hoeren bereits über 100.000 Mal heruntergeladen wurde, ist in aktueller Fassung hier als PDF verfügbar.

Den Inhalt des eBooks beschreibt Prof. Hoeren im Vorwort wie folgt:

Der Aufbau dieses Buches richtet sich nach den Bedürfnissen der Internetanbieter. Diese brauchen, um im Internet auftreten zu können,

  • eine Kennung (dies verweist auf das Domainrecht),
  • Inhalte (ein Tummelplatz für das Immaterialgüterrecht),
  • Werbung und Marketing (hier kommen die Wettbewerbsrechtler zu Wort),
  • den Kontakt zum Kunden (was zu Ausführungen zum Vertragsschluss und zum E-Commerce-Recht führt)
  • sowie Daten der Kunden (hier kontrollieren die Experten des Datenschutzrechts).

Abschließend findet sich noch ein Abschnitt zu der Frage, wer für alle diese Rechtsanforderungen haftet. Schließlich wird auch noch auf das Problem der Vollstreckung von Gerichtsentscheidungen im Internet eingegangen. Gerade das Vollstreckungsrecht ist der archimedische Punkt der Internetdiskussion.

Haftung für Video Embedding bei Youtube & Co

Nicht erst seit der Novelle des Urheberrechts, stellt sich auf für Bloggerinnen und Blogger die Frage nach der Haftung für Inhalte oder Beiträge im eigenen Blog. Insbesondere die recht komfortable Lösung, z.B. Youtube-Videos mittels eines speziellen Codes in die eigene Webseite einzubinden (z.B. hier), verleitet allzu oft zu einem unbekümmerten Umgang mit Schutzrechten.
Der Frage nach der Haftung nimmt sich ein Beitrag des Internetjuristen Dr. Carsten Ulbricht an, der in seinem Text ein lesenswertes Fazit zieht:

Auch im Zusammenhang mit der Einbettung von urheberrechtswidrigen Videos liegt das Risiko Anspruch genommen zu werden zunächst einmal bei der jeweiligen Videoplattform, da die Videos auf deren Servern gespeichert sind. Eine Unterlassung könnte aber auch gegenüber dem Homepagebetreiber geltend gemacht werden, welcher die Videos einbettet (auch wenn diese Unterlassung dann nicht die Quelle der Verletzung beseitigen würde). Wichtig ist – wie immer bei User Generated Content – , dass die Kenntnis von rechtlich problematischen Inhalten zum Handeln verpflichtet. Es empfiehlt sich also nicht wahllos Videos einzubetten.

Das LG Köln hat in einem aktuellen Urteil entschieden, dass der Betreiber einer Internetseite jedenfalls ab Kenntnis von der Rechtsverletzung auch für eingebettete Videos handelt. Es ist für die Haftung nicht entscheidend, ob die Inhalte auf einem eigenen Server liegen oder von einem fremden Angebot stammen.
(AZ: 28 O 173/09)