Trends in Educational Learning: Horizon Report 2011

Der gerade veröffentlichte Horizon Report 2011 prognostiziert die Trends des Educational Learnings und nennt als aktuelle Key Trends elektronische Bücher und Mobile Learning. Darüberhinaus werden Augmented Reality und Game-based Learning Szenarien in den nächsten zwei bis drei Jahren bedeutsam zunehmen. Neben allegemeinen Beschreibungen nennt der Report vor allem auch immer konkrete Szenarien und Beispiele, die – oftmals verlinkt – lesenswert sind.

Take a Look:

With personal access to the Internet from mobile devices on the rise, the growing set of resources available as open content, and a variety of reference and textbooks available electronically, students’ easy and pervasive access to information outside of formal campus resources continues to encourage educators to take a careful look at the ways we can best serve learners.
People expect to be able to work, learn, and study whenever and wherever they want. This highly-ranked trend, also noted last year, continues to permeate all aspects of daily life. Mobiles contribute to this trend, where increased availability of the Internet feeds the expectationof access.
(Horizon Report, 2011)

Jugendliche sind vernetzt

Na sowas!
Die sozialen Netzwerke SchülerVZ und Facebook sind bei Jugendlichen  in Deutschland angesagt. Dabei ist das Angebot von SchülerVZ unter den Zehn- bis 18-Jährigen in Deutschland offenbar beliebter ist als Facebook. So teilte es zumindest der Branchenverband Bitkom unter Berufung auf eine von ihm in Auftrag gegebene repräsentative Untersuchung (Die Angaben gehen aus einer Studie hervor, bei der mehr als 700 10- bis 18-Jährige befragt wurden) mit.

In der benannten Altersgruppe ist knapp jeder zweite (49 Prozent) beim deutschen SchülerVZ angemeldet, während es Facebook auf eine Quote von 42 Prozent bringt. Insgesamt seien mehr als Dreiviertel aller Teenager (77 Prozent) bei einem sozialen Netzwerk im Internet angemeldet, fast jeder zweite sogar bei mehreren, erklärte Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer.

Nahezu alle nutzten die Plattformen aktiv.
(Via BITKOM)

Download Studie

Google Analytics und Datenschutz

Da wir schon mehrfach im Kontext der Blogs nach der Möglichkeit der Einbettung von Google Analytics gefragt wurden, hier eine aktuelle Pressemitteilung, die die datenschutzrechtlichen Aspekte der Google Software verdeutlicht.

Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Caspar hat die Verhandlungen mit Google über das Tracking-Programm „Google Analytics“ abgebrochen. Unternehmen, die die Tracking-Software weiterhin einsetzen, könnte ein „empfindliches Bußgeld“ drohen. Auch ein Musterprozess wird erwogen. […]

„Leider mussten wir zu dem Ergebnis kommen, dass Google unseren Datenschutzanforderungen nicht entsprochen hat“, sagte Caspar am Montag der F.A.Z. „Wir müssen deutlich sagen: Was Google anbietet, reicht nicht.“ Google Analytics (GA) ist eine weitverbreitete „Tracking-Software“. Mit ihr können die Betreiber von Internetangeboten Statistiken über die Nutzung ihrer Websites erstellen und Informationen über das Verhalten von Internetsurfern sammeln. Google stellt die Software kostenlos zur Verfügung. Wird sie eingesetzt, werden die erhobenen Nutzerdaten einschließlich der sogenannten IP-Adresse an Google-Server in Amerika übertragen und dort verarbeitet. Dieses Verfahren halten alle im „Düsseldorfer Kreis“ organisierten Datenschutz-Aufsichtsbehörden der Länder für unzulässig.
(Quelle: FAZ)

Für die Blogs haben wir übrigens die Verwendung der Tracking Software aus eben diesen Datenschutzgründen verworfen.

Datenschutz: Spuren(suche) im Netz

„Das Netz vergisst nie!“. Wissen wir ja…
Einen interessanten Artikel veröffentlicht heise.de dieser Tage zu dem Thema Datenschutz und Spuren im Internet. Die Redaktion suchte und verknüpfte  frei verfügbaren Informationen zu einer beliebigen Person, die ohne weiteres im Netz aufzufinden waren. Als Protagonisten wählten sie einen Mitarbeiter eines Internet-Unternehmens. Der hatte damit zunächst kein Problem – bis er den fertigen Artikel sah.

Profanes wie den Arbeitgeber und die berufliche Karriere, Banales wie Hobbys und Urlaubsreisen, aber auch Privates über Familienmitglieder, Freunde und vieles mehr.[…] Am Ende der Recherche hatten wir Hunderte von Texten und Fotos sowie etliche Videos zusammengetragen. Dabei haben wir uns auf frei zugängliche Informationen aus dem Netz beschränkt. Selbst die Bankverbindung ließe sich mit einem ganz legalen Trick herausbekommen, etwa wenn der gesuchte Mensch auf eBay Dinge verkauft. Auf den beschriebenen Wegen gelang es uns, noch mehr Personen aus R.s engem Familien- und Freundeskreis aufzuspüren.
(via heise.de)

Der sorglose Umgang mit Daten im Netz scheint offenbar kein Einzelfall, sondern eher symtomatisch. Selbst erfahrene Nutzer verlieren inzwischen schnell den Überblick, welcher Klick (oder Nicht-Klick!) Spuren und private Informationen im Netz hinterlässt. Street-View-Verpixler hin oder her, das Beispiel des Artikels verdeutlicht einmal mehr die Notwendigkeit der Sensibilisierung im Umgang mit Daten im Internet.
Versuchen Sie doch selbst einmal, die Recherche von heise.de mit Ihren Daten durchzuspielen…

Uni verbannt Social Media für eine Woche

Harte Zeiten für die Studierenden der Pennsylvania’s Harrisburg University of Science and Technology. Für eine Woche ist es ihnen untersagt, sog. Web 2.0 Anwendungen zu nutzen. Also kein Twitter, keine Blogs, kein Facebook und kein Zugang zu Wikis. Allein Email darf zur Kommunikation verwendet werden.

Das Vorgehen soll die Studierenden zwingen, darüber nachzudenken, welchen Stellenwert die neuen Medien im akademischen Kontext gewonnen haben und wie es vorm Social Web war…

University Provost Eric Darr chose to enact the temporary ban because he wants students to think about how much they’re using technology in their daily lives and what kind of impact it has. From NPR’s interview it doesn’t seem that he’s anti-technology or anti-social media per se; he just believes today’s college students take its role in their lives for granted.

“Often, there are behaviors or habits, ways that we use technology that we may ourselves not even be able to articulate because we’re not aware of them,” Darr says. Students will write reflective essays about their experiences after the blackout has ended.
(Quelle: mashable.com)

NullBlog Generation?

Da hat DER SPIEGEL offenbar direkt ins Schwarze (Sommerloch) getroffen. In seiner aktuellen Ausgabe beschreibt er die vielzitierte „Netzgeneration“ als Generation der Ahnungslosen. Jedenfalls soweit es die Nutzung des Internet angeht. Hippe Trends wie Web 2.0 und twitter interessieren nicht. Stattdessen beruhigt uns Rolf Schulmeister mit der Aussage, dass die Kids immerhin noch wissen, woher sie ihre Musik im Netz bekommen.

Spiegel: Null Blog

Kein Grund zur Sorge also? Das sehen viele – insbesondere Lehrer/innen und Lehrende – anders. Nachzulesen ist deren Reaktion in zahllosen Tweets oder Blogbeiträgen, die oft genug Web2.0-like kollaborativ z.B. mit Etherpad entstanden sind.
Eine kleine Auswahl:

eAssessment an der Hochschule

Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift “MedienPädagogik” beschäftigt sich mit dem Einsatz elektronischer Prüfungsformen in formellen Lernprozessen.
Zum Inhalt:

“Die Beiträge in diesem Themenheft stellen vielfach Erfahrungen mit der Konzeption und Implementierung von E-Lehr-/Lern-Portfolios vor. Sie gehen auf die Funktionen und Zwecke von Methoden der individuellen Leistungsdarstellung ein. Sie erläutern Ansätze, die sich mit der Aneignung derartiger Methoden durch Lernende und Lehrende beschäftigen, und dokumentieren die damit verbundenen Anforderungen auf der Grundlage empirischer Praxis. Thematisiert werden ebenfalls die Verfahren und Tools, die eingesetzt werden, um die Selbstreflexion und -steuerung des Lernprozesses bzw. der Kompetenzentwicklung zu unterstützen. Dabei ist auch die Frage zentral, inwieweit informell erworbene Kenntnisse und Kompetenzen berücksichtigt werden.”

DOWNLOAD: Die einzelnen Beiträge der 18ten Ausgabe 18 können Sie hier im PDF-Format herunterladen.

Reader zum Urheberrecht

Eigentumsfragen sind Machtfragen. Nirgends werden diese Fragen lauter und provozierender gestellt als im Internet: Durch die Digitalisierung geistiger Werke und den schnellen Austausch von Daten und Informationen werden starre Verfügungsrechte aufgelöst.

Die Heinrich-Böll-Stiftung und iRights.info veröffentlichen einen Reader zum Urheberrecht, mit Texten u.a. von Lawrence Lessig, Cory Doctorow, Till Kreutzer, Ilja Braun und einigen anderen. Der Reader steht ab sofort als PDF zur Verfügung.

Re:publica“ 2010: Wie verändert Twitter unser Kommunikationsverhalten

Die Organisatoren der Berliner Netzkonferenz re:publica haben am Donnerstagdas vorläufige Programm für die diesjährige Ausgabe der Veranstaltung veröffentlicht. Das Symposium wird vom 14. bis 16. März an drei Orten in Berlin-Mitte veranstaltet: dem Friedrichstadtpalast, der Kalkscheune und dem Quatsch Comedy Club.

Das Thema der re:publica’2010 ist “nowHere”. Damit meinen die Organisatoren einerseits die Echtzeitkommunikation, andererseits wird die re:publica 2010 deutlich internationaler und  bringt zahlreiche spannende Projekte und Blogger aus anderen Ländern und Kulturkreisen auf die Bühne.

Eine von der Bundeszentrale für politische Bildung geförderte Subkonferenz wird sich am 15. April mit dem Thema Netzneutralität befassen.

Wenn Unternehmen „zwitschern“

ard_twitterHip, Hype, Hop oder Humbug… Der Microblogging Dienst Twitter ist populär. Und neben allerlei wenig sinnvollem Inhalt, scheint zumindest die Geschwindigkeit mit der Informationen getwittert werden unschlagbar. Die ARD widmet sich in einem aktuellen Online-Beitrag dem Thema, wie, was und ob Unternehmen twittern. Erstaunlich die These eines Experten, daß offenbar die überwiegende Zahl der DAX notierten Unternehmen den Microblogging Dienst nutzen, um Kontakt und Austausch mit Anlegern und Interessenten zu halten.

Die Macht des „Echtzeit-Internet“ erkennen zunehmend auch die Unternehmen: Nach Studien der Kölner Kommunikationsagentur Net Federation stieg die Zahl der Dax-Firmen, die Twitter-Accounts hätten, von 17 im März des vergangenen Jahres auf 24 im August. Inzwischen dürften fast alle Dax-Konzerne „zwitschern“, meinte Geschäftsführer Christian Berens gegenüber boerse.ARD.de.
(Quelle: ARD-Online)