WIR ÜBER UNS

FSI – Was ist das?

Als Fachschaftsinitiative des Otto-Suhr-Instituts verstehen wir uns als eine basisdemokratische und parteipolitisch unabhängige, linke, studentische Interessenvertretung am OSI.

Wir haben nicht den Anspruch, die Studierendenschaft zu „repräsentieren“. Wir haben auch keinen „Vorsitz“. Vielmehr werden Entscheidungen gemeinschaftlich und demokratisch im Plenum getroffen. Wir sind offen für alle, die Lust haben, an der Uni nicht nur ihre Scheine und Prüfungen abzulegen, sondern die sich auch dafür interessieren, auf die Umstände, unter denen wir studieren, Einfluss zu nehmen.

Was tun wir genau?

Als Fachschaftsinitiative liegt unser Schwerpunkt auf der Arbeit am Institut. Dabei verfolgen wir zwei verschiedene Ansätze:

Einerseits sind wir in allen Gremien der akademischen und studentischen Selbstverwaltung aktiv, beteiligen uns an den FSI-Listen für die zentralen Gremien der FU, treten zum Studierendenparlament an und unterstützen den derzeitigen AStA. In Instituts- und Fachbereichsrat versuchen wir mit Professor*innen, Wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen (WiMis) und Sonstigen Mitarbeiter*innen (SoMis) zusammen zu arbeiten.

Da die seit 1973 durch das Bundesverfassungsgericht weitgehend festgelegten Mehrheitsverhältnisse (Professor*innen haben in allen Entscheidungsgremien mit Forschungsbezug eine Mehrheit) es uns leider nicht ermöglichen, die Uni maßgeblich mitzugestalten, greifen wir unter Umständen auf konfrontative Mittel zurück, um unseren Positionen Nachdruck zu verleihen und auf Missstände am Institut aufmerksam zu machen. Wir vernetzen uns außerdem mit anderen Fachschaftsinitiativen der FU, um gemeinsame Aktionen zu besprechen. Das ist wichtig, um ein gegenseitiges Ausstechen der Studierenden im Kampf um die immer knapper werdenden Gelder, d.h. Studienplätze, Tutorien, Bibliotheken etc., zu vermeiden.

Andererseits erschöpft sich unser Engagement nicht im Kampf um Studienordnungen und Berufungsverfahren. Es geht uns auch darum, kritische Gedanken in den Institutsalltag zu tragen. Dazu organisieren wir Veranstaltungen wie Podiumsdiskussionen, Vorträge oder Workshops. Mit den Einführungstagen und dem Ersti-Info-Heft wollen wir Studienanfänger*innen eine alternative Perspektive auf das Studium weitergeben – jenseits von Credit Points, Campus Management und Leistungsdruck.

Wir beteiligen uns auch an der Vorbereitung diverser Partys und machen jeden dritten Donnerstag, alle zwei Monate im Projektraum H48 einen entspannten Tresenabend.

Wie organisieren wir uns?

Die FSI OSI trifft sich in der Regel wöchentlich zum Plenum, um die jeweils anstehenden Themen, Probleme und Aktionen zu besprechen. Dadurch können wir kontinuierlich politisch arbeiten.

Welche Positionen vertreten wir?

Als Fachschaftsini sind wir parteipolitisch unabhängig, aber natürlich nicht unparteiisch. Wir treten für eine emanzipierte, antifaschistische Gesellschaft jenseits von Diskriminierungsverhältnissen und Unterdrückung ein. Für das Ziel einer emanzipierten Gesellschaft halten wir die Überwindung der warenförmigen Organisationsstruktur für notwendig. Wir gehen nicht von der bürgerlichen Vorstellung aus, dass Wissenschaft und Gesellschaft getrennt und dass Universitäten unpolitische Räume seien. Die Universität ist für uns ein gesellschaftlicher Teilbereich, der während des Studiums einen Großteil unserer Lebenswelt und deshalb auch unseren Ausgangspunkt für politische Auseinandersetzung und Einflussnahme darstellt. Wenn wir den Anspruch haben, an der Gestaltung unserer Lebensbedingungen mitzuwirken, können wir solche Entscheidungen nicht allein den universitären Repräsentant*innen überlassen. Wir sind der Überzeugung, dass wir uns selbst organisieren müssen, um unsere Meinung zu den verschiedenen universitären und gesellschaftlichen Veränderungen auch dann entschlossen zum Ausdruck zu bringen, wenn uns niemand fragt.

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